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Google Drive Alternative: Die 12 besten Cloud-Speicher 2026 im Vergleich

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Wer Microsoft 365 nutzt, ist mit OneDrive bereits gut bedient – 1 TB Speicher sind im Abo enthalten. Wer maximalen Datenschutz braucht, kommt an Proton Drive, Tresorit oder MEGA kaum vorbei. Und wer einmalig zahlen will, statt monatlich abzurechnen, findet in pCloud die einzige echte Lifetime-Option auf dem Markt. Die beste Google Drive Alternative hängt also stark von deinem konkreten Setup ab.

Google Drive ist mit über 3 Milliarden aktiven Nutzern die meistgenutzte Cloud-Plattform der Welt. Der kostenlose Tarif bietet 15 GB Speicherplatz und eine vollwertige Office-Suite (Docs, Sheets, Slides). Trotzdem gibt es gute Gründe, ihre Dateien in eine Alternative zu verlagern: Google Drive bietet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Google hält die Verschlüsselungsschlüssel selbst – und als US-Dienst unterliegt Google dem Cloud Act, der US-Behörden Zugriff auf Daten ermöglichen kann. Für Unternehmen mit DSGVO-Anforderungen oder Nutzer, die ihre Daten nicht bei Google lagern wollen, lohnt der Vergleich.

In diesem Artikel stellen wir 12 aktive Google Drive Alternativen vor – mit verifizierten Preisen in EUR, einer DSGVO-Einschätzung pro Tool und klaren Empfehlungen nach Use Case.

Die 12 besten Google Drive Alternativen im Überblick

12 Tools, auf einen Blick verglichen. OneDrive, Dropbox und MEGA sind die meistgesuchten Alternativen – pCloud, Proton Drive und Strato HiDrive sind besonders für datenschutzbewusste Nutzer und Unternehmen relevant. Preise gelten für bezahlte Jahrespläne in EUR.

ToolKostenlos (GB)Preis ab (Jahresabo)Beste fürDSGVO-konform
Microsoft OneDrive5 GB2,00 EUR/Monat (100 GB)Microsoft 365-NutzerEingeschränkt (EU-Server optional)
Dropbox2 GB9,99 EUR/Monat (2 TB)Plattformübergreifender SyncEingeschränkt (EU-Server optional)
MEGA20 GB4,99 EUR/Monat (400 GB)Kostenlose Nutzung + DatenschutzGut (EU-Server, E2E)
pCloud10 GB49,99 EUR/Jahr (500 GB)Lifetime-Plan, CH-DatenschutzGut (EU-Server, CH-Unternehmen)
Proton Drive1 GB3,99 EUR/Monat (200 GB)Maximale PrivatsphäreSehr gut (CH-Server, E2E standard)
NextcloudKostenlos (self-hosted)ab 5 EUR/Monat (Managed)Self-HostingOptimal (eigener Server)
Tresoritab 10 EUR/User/MonatUnternehmen, DSGVO-PflichtSehr gut (EU/CH, ISO 27001)
Internxt10 GBab 1,11 EUR/Monat (20 GB)Günstige EU-AlternativeSehr gut (EU-Server, Zero-Knowledge)
Strato HiDriveab 1,00 EUR/Monat (3 GB)Deutsche KMUsSehr gut (DE-Rechenzentren, AVV)
Box10 GBab 10 EUR/User/MonatEnterprise-Content-ManagementEingeschränkt (EU-Server optional)
iCloud Drive5 GB0,99 EUR/Monat (50 GB)Apple-NutzerEingeschränkt (US-Anbieter)
Zoho WorkDriveab 2,50 USD/User/MonatTeams mit integriertem OfficeGut (EU-Server optional)

Worauf solltest du bei einer Google Drive Alternative achten?

Bevor du dich für ein Tool entscheidest, lohnt es sich, diese sechs Kriterien zu prüfen – ein Wechsel bedeutet Datenmigration und Workflow-Anpassungen, also lieber einmal gründlich vergleichen.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Datensicherheit

Google Drive verschlüsselt Dateien während der Übertragung und im Ruhezustand, hält die Schlüssel aber selbst. Das bedeutet: Google kann auf deine Daten zugreifen, staatliche Behörden können Anfragen stellen. Der Unterschied zu Zero-Knowledge-Verschlüsselung ist entscheidend: Bei Zero-Knowledge-Tools (MEGA, Proton Drive, Tresorit, Internxt) werden ihre Dateien auf dem Gerät verschlüsselt, bevor sie den Server erreichen. Nur du hältst den Schlüssel – nicht einmal der Anbieter kann auf ihre Daten zugreifen.

Bei Dropbox und pCloud ist die stärkste Verschlüsselung (pCloud Crypto) ein kostenpflichtiges Add-on. OneDrive, Box und iCloud bieten keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

DSGVO und Server-Standort

Für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die DSGVO nicht optional. Drei Fragen sind entscheidend: Wo werden die Daten gespeichert? Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)? Unterliegt der Anbieter dem US Cloud Act?

US-Anbieter wie Dropbox, OneDrive, Box und iCloud können auch bei EU-Serverstandorten von US-Behörden zur Datenherausgabe verpflichtet werden. Europäische Anbieter mit ausschließlich EU-, Schweizer oder deutschen Servern – Proton Drive, Tresorit, Strato HiDrive, Internxt – unterliegen diesem Konflikt nicht. Nextcloud bietet die sicherste Option: Du kontrollierst den Server selbst.

Kostenloser Speicherplatz im Vergleich

Die kostenlose Stufe variiert stark. MEGA bietet mit 20 GB das größte kostenlose Kontingent – mehr als Google Drive (15 GB) und deutlich mehr als Dropbox (2 GB). Die beste Alternative für kostenlosen Speicher: MEGA für maximale GB, pCloud oder Internxt für je 10 GB mit EU-Datenschutz.

  • MEGA: 20 GB
  • pCloud: 10 GB
  • Internxt: 10 GB
  • Box: 10 GB
  • OneDrive: 5 GB
  • iCloud: 5 GB
  • Proton Drive: 1 GB (als Teil des Proton-Kontos)
  • Dropbox: 2 GB (kleinstes kostenloses Kontingent)

Kollaboration und Office-Integration

Das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten trennt die Felder. OneDrive integriert sich nahtlos in Word, Excel und PowerPoint – wer bereits Microsoft 365 nutzt, bekommt das ohne Aufpreis. Nextcloud bietet über ONLYOFFICE oder Collabora vollständige Office-Kollaboration. Zoho WorkDrive bringt die Zoho-Office-Suite mit. Proton Drive und MEGA sind primär Dateispeicher – kollaboratives Bearbeiten steht nicht im Vordergrund.

Plattformen und Apps

Alle zwölf Alternativen bieten Web-App, Desktop-Client für Windows und Mac sowie Mobile-Apps für iOS und Android. Unterschiede: Linux-Support haben MEGA, Nextcloud und Dropbox nativ; OneDrive hat seit 2024 einen offiziellen Linux-Client. Offline-Zugriff funktioniert am besten mit Dropbox, OneDrive und pCloud.

Preismodelle: Abo vs. Lifetime

pCloud ist der einzige seriöse Anbieter mit echtem Lifetime-Plan: einmalig 199 USD für 500 GB oder 399 USD für 2 TB. Wer langfristig plant, spart damit gegenüber einem Jahresabo erheblich. Günstigster monatlicher Einstieg: Internxt ab ~1,11 EUR/Monat, Strato HiDrive ab 1,00 EUR/Monat. Teuerste Option für Einzelnutzer: Dropbox mit 9,99 EUR/Monat.


Microsoft OneDrive – Am besten für Microsoft 365-Nutzer

Microsoft OneDrive – Cloud-Speicher integriert in Windows und Microsoft 365

OneDrive ist die logische Wahl für alle, die bereits Microsoft 365 nutzen. Das Abo enthält 1 TB Speicher pro Nutzer ohne Aufpreis, und die Integration in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und SharePoint ist einzigartig eng – keine Alternative kommt dem nahe. Mit über 320 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern ist Teams das meistgenutzte Business-Tool für kollaborative Dokumentarbeit.

Preis: 5 GB kostenlos / ab 2,00 EUR/Monat (100 GB) / 1 TB enthalten in Microsoft 365 Personal (ab 7,00 EUR/Monat)

Stärken:

  • 1 TB Speicher im Microsoft 365-Abo ohne Aufpreis
  • Echtzeit-Kollaboration an Office-Dokumenten direkt im Browser oder Desktop
  • SharePoint-Integration für Unternehmensnutzer mit Teamablage
  • EU Data Boundary Programm: EU-Serverstandort auf Anfrage
  • Automatisches Kamera-Backup auf iOS und Android

Schwächen:

  • US-Anbieter (Microsoft unterliegt dem US Cloud Act)
  • Außerhalb des Microsoft-Ökosystems deutlich eingeschränkter Nutzen
  • Kein attraktiver Free-Tier für Teams ohne M365-Lizenz (nur 5 GB)

DSGVO: Eingeschränkt. EU-Server möglich, aber Cloud-Act-Konflikt bleibt bestehen. Für viele Unternehmen ausreichend, für hochsensible Daten nicht optimal.

Beste für: Teams, die Microsoft 365 bereits nutzen oder einführen wollen. Vergleich mit der Dropbox-Alternative lohnt sich für externe Kollaboration.


Dropbox – Am besten für plattformübergreifende Synchronisation

Dropbox – plattformübergreifende Dateisynchronisation

Dropbox gilt als zuverlässigster Cloud-Sync-Dienst am Markt und wird von über 700 Millionen registrierten Nutzern eingesetzt. Der Block-Level-Sync überträgt nur geänderte Dateiblöcke, was besonders bei großen Dateien effizient ist. Für externe Kollaboration und Dateifreigabe ist Dropbox eine der stärksten Optionen – unabhängig davon, welche Apps die Gegenseite nutzt.

Preis: 2 GB kostenlos / ab 9,99 EUR/Monat (2 TB, Jahresabo) / Teams ab 15 EUR/User/Monat

Stärken:

  • Zuverlässigster Sync auf dem Markt (Block-Level-Sync)
  • Kompatibel mit über 300.000 Apps und Drittanbieter-Tools
  • Selektive Synchronisation: Wähle genau, welche Ordner lokal gespeichert werden
  • Dropbox Paper für kollaboratives Schreiben und Meeting-Notizen

Schwächen:

  • 2 GB ist das kleinste kostenlose Kontingent auf dieser Liste
  • Mit 9,99 EUR/Monat einer der teuersten Dienste für Einzelnutzer
  • US-Anbieter (Cloud Act), Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur mit Drittanbieter-Tools

DSGVO: Eingeschränkt. EU-Server verfügbar, aber US-Konzern. Mit AVV für Business-Accounts nutzbar.

Beste für: Freelancer, kleine Teams und Kreative, die plattformübergreifend und geräteunabhängig arbeiten. Wer ausschließlich Dateien teilen will, findet in der WeTransfer-Alternative leichtere Optionen.


MEGA – Am besten für kostenlose Nutzung mit starkem Datenschutz

MEGA – 20 GB kostenloser Cloud-Speicher mit Zero-Knowledge-Verschlüsselung

MEGA bietet 20 GB kostenlos – das größte freie Kontingent unter allen seriösen Cloud-Diensten. Mit über 300 Millionen registrierten Nutzern hat sich MEGA als ernstzunehmende Google Drive Alternative etabliert. Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist kein Add-on, sondern Standard auf allen Plänen.

Preis: 20 GB kostenlos / ab 4,99 EUR/Monat (400 GB) / bis 16 TB in höheren Plänen

Stärken:

  • 20 GB gratis – das größte kostenlose Kontingent dieser Liste
  • Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf allen Plänen
  • EU-Server (kein US-Cloud-Act-Konflikt)
  • Eingebauter MEGA-Chat für sichere Kommunikation mit E2E
  • Desktop- und Mobile-Apps, schneller Web-Upload

Schwächen:

  • Eingeschränkte Office-Kollaboration (kein gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten)
  • Free-Tier wurde von 50 GB auf 20 GB reduziert
  • Weniger Business-Features als OneDrive oder Box

DSGVO: Gut. EU-Server, Zero-Knowledge-Verschlüsselung. Kein US-Cloud-Act-Konflikt.

Beste für: Privatpersonen, die viel kostenlosen Speicher suchen und Datenschutz priorisieren. Auch für kleine Teams geeignet, wenn keine Office-Integration benötigt wird.


pCloud – Am besten für Lifetime-Plan und Schweizer Datenschutz

pCloud – Cloud-Speicher mit Lifetime-Plan-Option

pCloud ist der einzige seriöse Cloud-Dienst mit echtem Lifetime-Plan – einmalig zahlen, dauerhaft nutzen. Das Schweizer Unternehmen bietet EU-Serverstandorte, und wer Zero-Knowledge braucht, kann das als Add-on dazubuchen (pCloud Crypto, 4,99 EUR/Monat). Ein virtuelles Laufwerk (pCloud Drive) spart lokalen Speicher.

Preis: 10 GB kostenlos / ab 49,99 EUR/Jahr (500 GB) / Lifetime 500 GB: 199 USD einmalig / Lifetime 2 TB: 399 USD einmalig

Stärken:

  • Einziger echter Lifetime-Plan: 199 USD einmalig für 500 GB
  • EU-Serverstandort wählbar (Luxemburg/Schweiz)
  • pCloud Drive: virtuelles Laufwerk ohne lokale Speichernutzung
  • Schnelle Sync-Geschwindigkeit, Familienplan verfügbar
  • pCloud Crypto als optionale Zero-Knowledge-Verschlüsselung

Schwächen:

  • Zero-Knowledge (pCloud Crypto) kostet extra – nicht im Basispreis enthalten
  • Kein integriertes Office-Paket
  • E2E-Verschlüsselung nicht standardmäßig aktiv

DSGVO: Gut. Schweizer Unternehmen, EU-Server wählbar, DSGVO-konformer AVV verfügbar.

Beste für: Nutzer, die langfristig planen und einmalig zahlen wollen. Ideal für Content-Creator und alle, die große Mediendateien dauerhaft sichern.


Proton Drive – Am besten für maximale Privatsphäre und E2E-Verschlüsselung

Proton Drive – Ende-zu-Ende-verschlüsselter Cloud-Speicher aus der Schweiz

Proton Drive kommt vom selben Team wie ProtonMail und ProtonVPN. Das Schweizer Unternehmen Proton AG betreibt ausschließlich Server in der Schweiz. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist kein Add-on, sondern Standard auf allen Plänen – ihre Dateien werden auf dem Gerät verschlüsselt, bevor sie den Server erreichen. Proton kann nicht auf ihre Daten zugreifen.

Preis: 1 GB kostenlos / ab 3,99 EUR/Monat (200 GB, Proton Mail Unlimited) / 500 GB für 9,99 EUR/Monat

Stärken:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung standardmäßig auf allen Plänen
  • Schweizer Datenschutzrecht (strengste Datenschutzgesetze Europas)
  • Teil des Proton-Ökosystems: ProtonMail, ProtonVPN, Proton Calendar inklusive
  • Open Source – Client-Code öffentlich überprüfbar
  • Kein US-Cloud-Act-Einfluss

Schwächen:

  • Sehr kleines kostenloses Kontingent (1 GB)
  • Kollaborationstools noch in der Entwicklung (kein vollständiges Office)
  • Teurer als MEGA für vergleichbare Speichermenge

DSGVO: Sehr gut. Schweizerisches Datenschutzrecht, E2E-Verschlüsselung, kein US-Einfluss.

Beste für: Datenschutz-bewusste Nutzer, Journalisten, NGOs und alle, für die Privatsphäre oberste Priorität hat.


Nextcloud – Am besten für Self-Hosting und vollständige Datenkontrolle

Nextcloud – Open-Source-Cloud-Speicher für Self-Hosting

Nextcloud ist Open-Source-Software, die du auf deinem eigenen Server oder bei einem Hosting-Anbieter betreibst. Vollständige Datensouveränität: Ihre Daten verlassen nie einen Server, den du nicht selbst kontrollierst. Das Plugin-Ökosystem (Kalender, Kontakte, Office, Chat) macht Nextcloud zu einer vollständigen Collaboration-Plattform.

Preis: Kostenlos (self-hosted) / Managed Hosting ab ~5 EUR/Monat (Hetzner, netcup, Nextcloud-Partner) / Enterprise auf Anfrage

Stärken:

  • Vollständige Datensouveränität: keine Drittanbieter-Abhängigkeit
  • Riesiges Plugin-Ökosystem (Kalender, Office via ONLYOFFICE/Collabora, Chat, Video)
  • DSGVO-optimal: du bestimmst den Serverstandort
  • Keine monatlichen Abo-Kosten für die Software selbst
  • Aktive Open-Source-Community mit regelmäßigen Updates

Schwächen:

  • Technischer Setup-Aufwand (Server einrichten, Updates, Backup, Security)
  • Kein 24/7-Support ohne Enterprise-Vertrag
  • Komfort und UX nicht auf dem Level kommerzieller Dienste
  • Für Nicht-Techniker nur via Managed Hosting empfehlenswert

DSGVO: Optimal. Vollständige Kontrolle über Serverstandort und Datenhaltung.

Beste für: IT-affine Nutzer, Entwickler und Unternehmen mit eigenem IT-Team, die maximale Datensouveränität brauchen.


Tresorit – Am besten für Unternehmen mit strikten DSGVO-Anforderungen

Tresorit – verschlüsselte Cloud-Speicher-Lösung für Unternehmen

Tresorit ist explizit auf DSGVO-Compliance ausgerichtet und zählt zu den beliebtesten Alternativen für europäische Unternehmen. Das Unternehmen hat Standorte in der Schweiz und Budapest und speichert Daten ausschließlich in EU/CH-Rechenzentren. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist auf allen Plänen Standard, ISO 27001-Zertifizierung vorhanden.

Preis: Kein kostenloser Plan / ab 10 EUR/User/Monat (Business Standard, mind. 3 User) / Solo-Plan ab 10 EUR/Monat

Stärken:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf allen Plänen
  • Ausschließlich EU/CH-Server (kein US-Cloud-Act-Konflikt)
  • ISO 27001-zertifiziert, DSGVO-konformer AVV
  • Klare Admin-Oberfläche für Nutzer- und Rechteverwaltung
  • Tresorit Sign: sichere elektronische Signaturen

Schwächen:

  • Kein kostenloser Plan – direkt kostenpflichtig
  • Teuer für kleine Teams (ab 10 EUR/User/Monat)
  • Weniger Speicher als Konkurrenten für den Preis

DSGVO: Sehr gut. Eine der besten DSGVO-konformen Optionen für Unternehmen. ISO 27001, BSI-konforme Richtlinien.

Beste für: KMUs, Kanzleien, Steuerberater, Gesundheitsdienstleister und alle Unternehmen mit dokumentierter DSGVO-Pflicht.


Internxt – Am besten als günstige Open-Source-Alternative mit EU-Servern

Internxt – dezentraler Cloud-Speicher mit Zero-Knowledge-Verschlüsselung

Internxt ist ein spanisches Unternehmen mit EU-Servern, das Zero-Knowledge-Verschlüsselung auf allen Plänen anbietet und seinen Client-Code als Open Source veröffentlicht. Mit ab 1,11 EUR/Monat ist Internxt die günstigste datenschutzorientierte Option auf dieser Liste.

Preis: 10 GB kostenlos / ab 1,11 EUR/Monat (20 GB) / 2 TB für ca. 4,49 EUR/Monat

Stärken:

  • Zero-Knowledge-Verschlüsselung auf allen Plänen
  • Open Source: Client-Code öffentlich überprüfbar
  • EU-Server (Spanien) – kein US-Cloud-Act-Konflikt
  • Günstigster Einstiegspreis auf dieser Liste

Schwächen:

  • Jüngeres Unternehmen, weniger etabliert als Dropbox oder OneDrive
  • Keine eingebaute Office-Integration
  • Kleinere Community und weniger Drittanbieter-Integrationen

DSGVO: Sehr gut. EU-Server, Zero-Knowledge, Open Source.

Beste für: Datenschutz-bewusste Nutzer und kleine Teams mit kleinem Budget.


Strato HiDrive – Am besten für deutsche Server und KMUs

Strato HiDrive – DSGVO-konformer Cloud-Speicher auf deutschen Servern

Strato HiDrive ist das Cloud-Speicher-Angebot des deutschen Providers STRATO und speichert Daten ausschließlich in deutschen Rechenzentren in Frankfurt und Hamburg. Damit erfüllt HiDrive die strengsten deutschen Compliance-Anforderungen, einschließlich vollem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach DSGVO.

Preis: Kein Free-Tier / ab 1,00 EUR/Monat (3 GB) / Business-Tarife ab 5,00 EUR/Monat

Stärken:

  • 100% deutsche Rechenzentren (Frankfurt, Hamburg)
  • DSGVO-konformer AVV inklusive in allen Tarifen
  • WebDAV, FTP, SFTP und native Apps (Windows, Mac, iOS, Android)
  • Verlässlicher deutscher Support und SLA

Schwächen:

  • Kein kostenloser Tarif
  • Eingeschränkte Kollaborationsfunktionen (kein integriertes Office)
  • Weniger bekannt international, kleineres Integrationsangebot

DSGVO: Sehr gut. Ausschließlich deutsche Rechenzentren, AVV, deutsches Recht.

Beste für: Deutsche Freelancer, KMUs, Kanzleien und Unternehmen, die zwingend auf deutschen Serverstandort angewiesen sind.


Box – Am besten für Enterprise-Content-Management

Box – Enterprise-Cloud-Speicher mit Collaboration-Funktionen

Box ist eine US-amerikanische Plattform, die sich primär an Unternehmen richtet und umfangreiches Rechte-Management, elektronische Signaturen (Box Sign) und Integrationen in über 1.500 Business-Tools bietet. Box unterscheidet sich von Dropbox und OneDrive durch den Fokus auf Content-Workflows statt reinen Dateisync.

Preis: 10 GB kostenlos (Individual) / ab 10 EUR/User/Monat (Business, mind. 3 User)

Stärken:

  • Umfangreiches Rechte- und Zugriffsmanagement für große Teams
  • Box Sign: elektronische Signaturen direkt aus der Plattform
  • Über 1.500 App-Integrationen (Salesforce, Slack, Microsoft, Google Workspace)
  • Enterprise-Compliance: HIPAA, FedRAMP, ISO 27001

Schwächen:

  • Teuer und komplex für kleine Teams oder Privatnutzer
  • US-Anbieter (Cloud Act), keine E2E-Verschlüsselung als Standard
  • Kein eingebautes Echtzeit-Office ohne Drittanbieter

DSGVO: Eingeschränkt. EU-Server verfügbar, aber US-Konzern. Mit AVV für viele Unternehmen ausreichend.

Beste für: Mittelständische und große Unternehmen mit komplexen Content-Workflow- und Compliance-Anforderungen.


iCloud Drive – Am besten für Apple-Nutzer

iCloud Drive – Cloud-Speicher für Apple-Geräte

iCloud Drive ist nahtlos in iPhone, iPad und Mac integriert. Fotos, Dokumente, App-Daten und Backups synchronisieren automatisch. Für reine Apple-Nutzer ist iCloud die Lösung mit dem geringsten Setup-Aufwand. Wer OneNote Alternativen sucht, findet in Apple Notes und iCloud eine nahtlose Lösung.

Preis: 5 GB kostenlos / ab 0,99 EUR/Monat (50 GB) / bis 12 TB für 59,99 EUR/Monat (iCloud+ Family)

Stärken:

  • Nahtlose Integration in alle Apple-Geräte (automatisches Backup)
  • Günstige Einstiegspreise (50 GB für 0,99 EUR/Monat)
  • iCloud+ Features: Private Relay, Hide My Email, HomeKit Secure Video
  • Kollaboratives Arbeiten in Pages, Numbers, Keynote

Schwächen:

  • Kein Android-Support
  • Windows-App funktional, aber eingeschränkt
  • US-Anbieter (Apple, Cloud Act), kein Linux-Client

DSGVO: Eingeschränkt. Apple ist US-Unternehmen. EU-Server teils verfügbar, Cloud-Act-Problematik bleibt.

Beste für: Nutzer, die ausschließlich oder überwiegend Apple-Geräte nutzen.


Zoho WorkDrive – Am besten für Teams mit integriertem Office

Zoho WorkDrive – Cloud-Speicher für Teams im Zoho-Ökosystem

Zoho WorkDrive ist der Cloud-Speicher aus dem Zoho-Ökosystem und bringt die Zoho-Office-Suite direkt mit: Zoho Writer (Word-Pendant), Zoho Sheet und Zoho Show. Für Teams, die bereits Zoho CRM, Zoho Projects oder Zoho Mail nutzen, ist WorkDrive eine kostengünstige Erweiterung – günstiger als Google Workspace oder Microsoft 365.

Preis: Kein Free-Tier / ab 2,50 USD/User/Monat (Starter, 5 GB pro User) / Business ab 4,50 USD/User/Monat

Stärken:

  • Zoho-Office-Suite direkt integriert (Writer, Sheet, Show)
  • Team-Ordner und Workflow-Automatisierung
  • EU-Server verfügbar (Data Center Choice)
  • Günstigste All-in-One-Alternative zu Google Workspace

Schwächen:

  • Kein Free-Tier
  • Zoho-Ökosystem-Bindung: Wechsel zu anderen Tools aufwändig
  • Lernkurve für Nutzer ohne Zoho-Vorerfahrung

DSGVO: Gut mit EU-Server-Option. AVV und EU-Rechenzentrum möglich.

Beste für: Teams, die bereits Zoho nutzen, oder KMUs, die eine günstige Alternative zu Google Workspace suchen.


Welche Google Drive Alternative passt zu dir?

Die richtige Wahl hängt von deinem konkreten Use Case ab. Hier die wichtigsten Szenarien:

  • Du nutzt Microsoft 365OneDrive: 1 TB inklusive, nahtlose Office-Integration.
  • Du willst maximal viel kostenlosMEGA: 20 GB gratis, Zero-Knowledge, EU-Server.
  • Datenschutz hat höchste PrioritätProton Drive (privat) oder Tresorit (Unternehmen): Schweizer Server, E2E standardmäßig.
  • Du willst einmalig zahlenpCloud Lifetime: 199 USD einmalig für 500 GB.
  • Deutsche Server sind PflichtStrato HiDrive: 100% deutsche Rechenzentren, AVV inklusive.
  • Du willst volle KontrolleNextcloud: Self-hosted, Open Source, keine Drittanbieter-Abhängigkeit.
  • Apple-ÖkosystemiCloud Drive: Günstig, nahtlos, kein Setup-Aufwand.
  • Budget-EU-DatenschutzInternxt: Ab 1,11 EUR/Monat, Zero-Knowledge, EU-Server.
  • Enterprise-WorkflowsBox: Rechte-Management, 1.500+ Integrationen, Signaturen.

Von Google Drive wechseln: So geht’s

Schritt 1: Daten aus Google Drive exportieren

Öffne takeout.google.com und wähle Google Drive aus. Google Takeout erstellt ein ZIP-Archiv aller Dateien. Für große Datenmengen kann das mehrere Stunden dauern. Google Docs werden als .docx exportiert, Sheets als .xlsx, Slides als .pptx.

Schritt 2: Neue Cloud einrichten und App installieren

Erstelle einen Account beim gewählten Anbieter und installiere den Desktop-Client. Richte Sync-Ordner ein, bevor du Dateien überträgst, damit die Struktur von Anfang an stimmt.

Schritt 3: Dateien importieren und Ordnerstruktur übertragen

Entpacke das Takeout-ZIP und übertrage die Dateien in den neuen Sync-Ordner. Erstelle die gleiche Ordnerstruktur wie in Google Drive. Für Teams: plane parallelen Betrieb von 2–4 Wochen.

Schritt 4: Freigabelinks und Referenzen aktualisieren

Suche in Dokumenten, Notizen und gespeicherten Bookmarks nach alten Google Drive-Links. Erstelle neue Freigabelinks im neuen Dienst. Das ist oft der aufwändigste Schritt – plan ausreichend Zeit ein.

Schritt 5: Google Drive deaktivieren (optional)

Nach erfolgreicher Migration kannst du Google Drive-Inhalte löschen, um 15 GB freizumachen. Ein vollständiges Löschen des Google-Kontos ist selten nötig.

Häufige Fragen zu Google Drive Alternativen

Was ist die beste kostenlose Google Drive Alternative?

MEGA bietet mit 20 GB das größte kostenlose Kontingent und kombiniert das mit Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und EU-Servern. Wer im Apple-Ökosystem ist, erhält mit iCloud 5 GB kostenlos. OneDrive bietet 5 GB gratis und ist ideal als Einstieg für Microsoft-Nutzer. pCloud und Internxt bieten je 10 GB kostenlos an.

Welche Google Drive Alternative ist DSGVO-konform?

Proton Drive (CH-Server, E2E Standard), Tresorit (EU/CH, ISO 27001), Strato HiDrive (DE-Rechenzentren, AVV), Internxt (EU-Server, Zero-Knowledge) und Nextcloud (self-hosted) sind die zuverlässigsten Optionen für strikte DSGVO-Anforderungen. US-Anbieter wie Dropbox, OneDrive und Box sind mit AVV und EU-Server-Wahl für viele Unternehmen ausreichend – aber nicht optimal für hochsensible Daten, weil der US Cloud Act bestehen bleibt.

Was kostet Google Drive im Vergleich zu Alternativen?

Google Drive bietet 15 GB kostenlos. 100 GB kosten 1,99 EUR/Monat (Google One). 2 TB kosten 9,99 EUR/Monat. Vergleich: pCloud bietet 500 GB für 49,99 EUR/Jahr (4,16 EUR/Monat), MEGA 400 GB für 4,99 EUR/Monat, Proton Drive 200 GB für 3,99 EUR/Monat. Bei 2 TB ist Dropbox mit 9,99 EUR/Monat auf gleichem Niveau wie Google Drive.

Kann ich Google Drive Dateien in eine Alternative migrieren?

Ja. Über Google Takeout (takeout.google.com) exportierst du alle Inhalte als ZIP. Google Docs, Sheets und Slides werden in Microsoft-Office-Formate (.docx, .xlsx, .pptx) konvertiert. Danach lädst du die Dateien in den neuen Dienst hoch. Für Teams empfiehlt sich ein paralleler Betrieb von 2–4 Wochen vor dem endgültigen Wechsel.

Was ist der Unterschied zwischen Cloud-Speicher und Backup?

Cloud-Speicher (Google Drive, Dropbox, OneDrive) synchronisiert aktive Arbeitsdateien in Echtzeit. Änderungen werden sofort gespiegelt – versehentlich gelöschte Dateien können verloren gehen, wenn keine Versionierung aktiv ist. Cloud-Backup-Tools (Backblaze, IDrive) sichern Daten für die Langzeitarchivierung und halten frühere Versionen für Monate. Für kritische Daten gilt die 3-2-1-Regel: 3 Kopien, auf 2 verschiedenen Medien, davon 1 Off-Site.

Fazit: Welche Google Drive Alternative solltest du wählen?

Für die meisten Privatnutzer ist MEGA die stärkste kostenlose Option (20 GB, Zero-Knowledge, EU-Server). Wer Microsoft 365 nutzt, bleibt am besten bei OneDrive. Wer einmalig zahlen will, findet in pCloud Lifetime eine langfristig günstige Lösung. Für höchste Datenschutzanforderungen: Proton Drive für Privatpersonen, Tresorit für Unternehmen.

Deutsche KMUs mit Compliance-Pflicht sollten Strato HiDrive (deutsche Rechenzentren, AVV) oder Nextcloud (selbst gehostet) ernsthaft prüfen. Google Drive bleibt dann sinnvoll, wenn die Google-Ökosystem-Integration unverzichtbar ist und Datenschutz keine kritische Anforderung darstellt. Für alle anderen gilt: 2026 gibt es mehr solide, DSGVO-konforme Google Drive Alternativen als je zuvor.

Max Benz

Über den Autor

Max Benz

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten. Als Gründer von letsbecrazy.de hilft er Menschen, smarter zu arbeiten und mehr vom Leben zu haben.

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