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Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Madrid

Mit einer Einwohnerzahl von rund 7 Millionen gehört Madrid zu den größten und wichtigsten Städten in Europa. Die spanische Hauptstadt ist mit seiner Einwohnerzahl nach der deutschen Hauptstadt Berlin die zweitgrößte Stadt in der EU. 

Die spanische Metropole liegt im Zentrum des Landes. Madrid begeistert nicht nur durch sein gutes Wetter und seine Geschichte, sondern auch die vielen Museen und das Fußballstadion. 

Durch seine Vielseitigkeit ist die spanische Hauptstadt deshalb sowohl als Ort geeignet, um ein paar Tage Urlaub zu machen, als auch als Stadt für eine Städtereise passend. Das Angebot ist in der spanischen Metropole sehr groß und die Stadt eignet sich für einen Besuch sowohl im Sommer als auch in den Wintermonaten. 

Da in Madrid die spanische Regierung sitzt, stellen auch einige königliche Einrichtungen Sehenswürdigkeiten dar. Aufgrund seiner Vielseitigkeit gibt es in Madrid eine Reihe an Sehenswürdigkeiten, zu denen sich ein Besuch lohnt.

Diese Sehenswürdigkeiten solltest du in Madrid gesehen haben

Wir haben dir eine Liste mit den 10 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der spanischen Hauptstadt zusammengestellt.

Puerta del Sol

Der Puerta del Sol ist zentral in der Innenstadt von Madrid gelegen und ist einer der wichtigsten Punkte der Stadt. Der Platz befindet sich umgeben von Cafés, Restaurants und Einkaufsgeschäften und ist der Ort der Treffpunkte für die Madrilenen. Auf Deutsch wird der Platz “Tor der Sonne bezeichnet”. Während er heute meist als Treffpunkt und Ausgangsort für Stadtrundgänge dient, hat der Puerta del Sol darüber hinaus eine große Bedeutung für die Geschichte des Landes. 1912 gab es auf dem Platz einen Mordanschlag auf José Canalejas, der zu dieser Zeit ein spanischer Minister war. 19 Jahre später, im Jahr 1931, wurde auf dem Platz die zweite spanische Republik ausgesprochen.

Des Weiteren werden auf dem Puerta del Sol politische Veranstaltungen ausgetragen, die in der Vergangenheit bereits Einfluss auf die Entwicklung des Landes gehabt haben. Eine Besonderheit des Platzes ist zudem die Geschehnisse an Silvester. Auf dem Puerta del Sol versammeln sich in der Silvesternacht viele spanische Menschen, um von einer speziellen, spanischen Tradition Gebrauch zu machen. Bei dieser Tradition, doce uvas, werden zum Jahreswechsel die genaue Anzahl von 12 Trauben gegessen. Dieser Brauch existiert seit dem Jahr 1909 und wird von vielen Spaniern vollzogen.

Museo del Prado

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Spaniens Hauptstadt ist das Museo del Prado, das eines der wichtigsten Museen für Kunst ist, und dadurch eine große Bedeutung hat. Seit dem Jahr 1819 dient das Gebäude als Museum und ist seither für Besucher geöffnet. Jährlich wird das Museum von rund 3 Millionen Besuchern betreten.

Die Geschichte des Museo del Prado geht bis in das Jahr 1815 zurück. Der damalige König des Landes, Ferdinand VII., hatte die Absicht, ein Museum für Kunst einzurichten und zu eröffnen. Dabei nahm er das Louvre in Paris als Vorbild. Eröffnet wurde das Gebäude wenige Jahre später unter dem Namen Museo Real de Pintura y Escultura.

Durch die Gemälde und Zeichnungen, die in dem Museum den Besuchern präsentiert werden, gehört das Museo del Prado zu den bedeutendsten Museen auf diesem Gebiet. Mehr als 700 Skulpturen, 2000 Drucke, 5000 Zeichnungen, 2000 Kunstgegenstände sowie 1000 Münzen sind in den Räumlichkeiten heutzutage ausgestellt. Neben Werken von spanischen Künstlern hängen in dem Museum darüber hinaus auch Gemälde und Zeichnungen von international anerkannten Künstlern. Unter anderem können in dem Museum Werke von Albrecht Dürer, Hieronymus Bosch, Diego Velázquez oder Rembrandt gesichtet werden.

Seit dem Jahr 2009 besteht eine Kooperation mit Google. Interessierte können durch Google Earth die ausgestellten Werke in einer hohen Auflösung sehen. Außerdem wurde das Museo del Prado mit dem Google Doodle ausgezeichnet.

Plaza Major

Der Plaza Major ist ein Platz, der bei jedem Urlaub in der spanischen Hauptstadt besucht werden sollte. Der Platz ist das Wahrzeichen der Stadt und Treffpunkt in der Innenstadt. Plaza Major ist umgeben von Wohngebäuden sowie Cafés und Restaurants. Das Casa de la Panadería sowie das Casa de la Carnicería befinden sich im Umkreis des Platzes und sind bekannte Lebensmittelhändler. Der Platz wurde in der Vergangenheit bereits für jegliche Arten von Veranstaltungen verwendet. Sowohl Theateraufführungen als auch Stierkämpfe, Fußballspiele und öffentliche Veranstaltungen wurden bereits auf dem Plaza Major ausgetragen. Auch Märkte werden regelmäßig dort ausgetragen.

Bereits im 15. Jahrhundert wurden die Grundlagen für den Plaza Major gelegt. Damals war der Platz Austragungsort für den Markt in der spanischen Hauptstadt. Im 16. und 17. Jahrhundert brannte es auf dem Platz. 1790 sorgte ein Großbrand dafür, dass rund ein Drittel der Gebäude im Umfeld des Platzes niederbrannten.

Im 20. Jahrhundert änderte sich der Name des Platzes. Nachdem die zweite Spanische Republik eingeführt wurde, trägt der Platz diesen Namen.

In den Wochen rund um Weihnachten wird der Platz umfunktioniert. In der Weihnachtszeit findet der Navideño de la Plaza Mayor auf dem Platz in der spanischen Hauptstadt statt. Bis kurz nach Weihnachten wird der Platz geschmückt und gehört mit seinen Besucherzahlen und Ständen zu den größten des Landes.

Parque del Buen Retiro (Retiro-Park)

Im Osten in Madrid befindet sich eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Madrid, der Parque del Buen Retiro, der sogenannte Retiro-Park. Dieser ist 1,43 Quadratkilometer groß und grenzt an ein Museum, das Museo Reina Sofia an. Hauptsächlich wird der Park für Spaziergänge und Gespräche verwendet und lädt zum Verweilen für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene ein. In dem Park befinden sich Brunnen, kleinere Seen sowie Skulpturen. Er wird täglich von unzähligen Besuchern betreten, um eine kleine Auszeit von der sonst pulsierenden Stadt zu erhalten. Mehr als 15.000 Bäume wurden im 20. Jahrhundert von der Bevölkerung der Stadt gepflanzt, um den Park noch attraktiver zu gestalten.

Seit dem Jahr 1868 können Besucher den Retiro-Park aufsuchen. Die Grundsteine des Parks geht jedoch bis in da 15. Jahrhundert zurück. Damals wurde der Park, der zu dieser Zeit noch nicht die Größe hatte, die er heutzutage hat, von dem damaligen spanischen Monarchen Philipp II als Garten seines Schlosses verwendet. In der Folge benutzten die Minister des Landes den Park. Deshalb wurde dieser mehrfach den Anforderungen des jeweiligen Ministers angepasst.

Eine Besonderheit des Parks ist darüber hinaus die Skulptur für Alfons XII, welche in einem Halbmond erscheint.

Puerta de Alcalá

Am Unabhängigkeitsplatz, dem Plaza de la Independencia, befindet sich die Puerta de Alcalá. Es ist ein Ort nähe des Eingangs zum Plaza Major. In den Abendstunden wird das Denkmal besonders beleuchtet. Es wurde aus Steinen, welche aus der Umgebung Madrids stammen, gebaut. Es ist 22 Meter hoch und 44 Meter breit und wurde im 18. Jahrhundert gebaut.

Im Jahr 1778 wurde der Bau des Monuments, das auf Wunsch von dem damaligen König Karl III erbaut worden ist, fertiggestellt. Der Architekt Francesco Sabatini war für den Bau des Gebäudes verantwortlich. Nachdem es im 19. Jahrhundert bei dem damaligen König keinen Gefallen gefunden hatte, bekam das Monument im 1869 die Form mit den Torbögen, die es bis heute hat. Der Umbau des Monuments ist auf den König Carlos III zurückzuführen.

Gran Via

Die Gran Via ist eine Einkaufsstraße, die bis in die 60-er Jahre als Haupt-Einkaufsstraße der Stadt diente. Noch heute befinden sich Restaurant, Boutiquen, Cafés, Eisdielen und weitere Geschäfte auf der kilometerlange Gran Via. Das Besondere an der Einkaufsstraße ist darüber hinaus die Gebäude, die architektonisch auffallend sind. Darüber hinaus sind in dieser Straße die größten Theater Madrids ansässig.

Im Jahr 1910 wurde mit dem Bau und den Veränderungen der Gran Via begonnen, nachdem zuvor mehrere Pläne gescheitert und nicht realisiert worden waren. Die Einkaufsstraße war daraufhin in den ersten Jahren in Bereiche unterteilt, die jeweils nach dem Namen eines Politikers benannt war.

Auf der Gran Via befinden sich außerdem einige Nachtclubs und Diskotheken, die sich in Madrid großer Beliebtheit erfreuen. Auch sehenswürdige Gebäude wie der Palacio de la Música, ein Konzertsaal und Austragungsort für Konzerte und Opern, das Metropolis-Haus, ein Bürogebäude, oder das Coliseum, ein beliebtes Theater, befinden sich auf der Gran Via. Kaufhäuser, Geschäfte spanischer sowie internationaler Modeketten und der offizielle Store des Fußballclubs Real Madrid haben sich auf der bekannten Einkaufsstraße niedergelassen.

Palacio Real

Das Palacio Real ist ein Palast, in dem die spanische Königsfamilie lebt, und ist dadurch eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Palast des spanischen Königshauses ist einer der Größten in Europa. Auf einer Fläche von rund 135.000 Quadratmetern gibt es mehr als 3000 Räume, die von der Königsfamilie sowie den Angestellten und Freunden zu besonderen Anlässen benutzt werden. Das Palacio Real wird von der spanischen Königsfamilie nur in besonderen Anlässen verwendet. Während diese normalerweise in einem Palast außerhalb Madrids lebt, kehrt sie zu besonderen Anlässen wie Staatsbesuchen in den Palast und verweilt dort für die Dauer des Aufenthalts der Gäste.

1734 wurde das Gebäude, welches davor als Burgschloss diente, niedergebrannt. Der König, der als Erstes in diesem Palast lebte, war Karl III. Es dauerte dabei einige Jahre bis zu der Errichtung, da der beauftragte italienische Filippo Juvara während der Arbeiten verstarb. Im Anschluss an den Tod übernahm Giovanni Battista Sacchetti die Planung des Baus des Palacio Real.

Da die Königsfamilie nur selten im Jahr im Palacio Real nächtigt, sind viele Räume des Palasts für Touristen zugänglich. Unter anderem können das einzigartige Treppenhaus, die Schlosskapelle sowie der Thronsaal von Besuchern erkunden werden.

Mercado de San Miguel

Seit 1916 gibt es in Madrid den Mercado de San Miguel. Es ist eine Markthalle, die sich im Zentrum der spanischen Hauptstadt befindet. An 33 Ständen werden Produkte aus der Region und anderen Ländern angeboten. Dabei haben sich die Stadt und die Betreiber als Ziel gesetzt, die kulinarische Vielfalt von Spanien darzustellen und Einheimischen sowie Besuchern mehr über die Kulinarik des Landes zu informieren und landestypische Speisen anziehen. Die Markthalle wurde von Dubé y Díez gebaut. Durch seine Geschichte gilt der Mercado de San Miguel als einer der bedeutsamsten Märkte weltweit.

2003 stiegen private Investoren ein und veränderten in dem Zug das Design der Mercado de San Miguel. Seitdem werden mehr höherpreisige Speisen angeboten, under anderem besondere Tapas und teures Fleisch. Oliven, Gebäck und Früchte werden ebenso angeboten wie alkoholische Getränke. Bier und Wein werden dabei vorwiegend an die, hauptsächlich Touristen, verkauft.

Die Beliebtheit des Marktes ist auch damit zu begründen, dass die Möglichkeit des Probierens von Speisen möglich ist. Wenn der Besucher des Marktes unsicher ist, welches spanische Produkt das Geeignete ist, können mehrere Proben von unterschiedlichen Speisen genommen werden. Darüber hinaus ist der Mercado de San Miguel bei Touristen beliebt, weil spanische Produkte auch in den Abendstunden gekauft werden können. Die Öffnungszeiten ermöglichen einen Besuch bis spätabends. Abends erfreuen sich vor allem die Vinotheken und Bars, die sich in der Markthalle befinden, großer Beleibtheit und werden auch von Einheimischen angesteuert.

Santiago-Bernabéu

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten und speziell bei Fußballfans beliebt ist das Santiago-Bernabéu. Es ist ein Fußballstadion, das sich in dem Viertel Chamartín befindet. Das Santiago-Bernabéu-Stadion ist die Spielstätte des weltweit erfolgreichen Vereins Real Madrid. Benannt wurde es nach dem ehemaligen Präsidenten des Vereins, Santiago Bernabéu.

santiago bernabeu

Der ehemalige Präsident Santiago Bernabéu hatte große Ambitionen mit dem Verein und wollte Real Madrid zu dem größten und erfolgreichsten Verein der Welt machen. Um eine glorreiche Zeit einzuleiten, begab er den Bau des Stadions in Auftrag. Für den Bau des Stadions wurden von Mitgliedern und Fans des Vereins Spenden gesammelt. Im Jahr 1947 erfolgte schließlich die Eröffnung des Stadions. Seit 1955 ist es nun nach seinem Auftraggeber, dem ehemaligen Trainer und Präsidenten von Real Madrid Santiago Bernabéu, benannt. Nachdem die Kapazität des Stadions Ende des 20. Jahrhundert auf 105.000 Plätze erhöht wurde, sorgten aktuelle UEFA-Bestimmungen dafür, dass die Kapazität auf 74.300 sank. Wenige Jahre später wurde die Kapazität erneut auf knapp über 80.000 Plätze gesteigert.

Seit jeher richtet der spanische Fußballclub seine Heimspiele in der Primera Division sowie der Champions League und dem Pokal in dem Stadion aus. Darüber hinaus war es in der Vergangenheit bereits Austragungsort eines Champions League Finales.

In den Katakomben sowie in Anbauten des Stadions befinden sich moderne Umkleideräume, Presseräume, Büros und Restaurants. Auch eine offizielle Filiale von Adidas, dem Ausstatter des Clubs, wurde wenige Meter neben des Stadions eröffnet. Während bei einem Spiel die einzigartige Atmosphäre erlebt werden kann, können Besucher an einer Stadiontour teilnehmen.

Mit dem Bus nach Madrid

Eine super Alternative zum Flug nach Madrid ist die Reise mit dem Bus. Viele Busunternehmen bieten umfangreiche Touren nach und durch Madrid an. So verpasst ihr sicher keine einzige Sehenswürdigkeit. Solltet ihr mehr Interesse daran haben, schaut doch mal bei stewa.de vorbei.

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