Allgemein

Amazon Prime Kosten 2026: Jahres- vs. Monatstarif im Check

Amazon Prime Kosten 2026: Alle Preise und Tarife im Überblick

Zuletzt aktualisiert:

Kurz und klar: 8,99 Euro pro Monat oder 89,90 Euro im Jahr – das kostet Amazon Prime aktuell. Günstigstes Angebot? Prime Student für 4,49 Euro monatlich, und viele Rentner wissen gar nicht, dass sie über den Sozialtarif dieselbe Vergünstigung bekommen. Was bei Amazon Prime alles dabei ist (Prime Video, Prime Music, Prime Reading, Prime Gaming, Amazon Photos, Versand), wann sich welches Abo lohnt und warum gerade fast 330.000 Kunden gegen die Werbung in Prime Video klagen – all das steht hier.

Amazon Prime Kosten 2026 – alle Tarife im Überblick

Amazon Prime Kosten 2026: Alle Tarife im Überblick – Standard 8,99 €, Student/Sozial 4,49 € und Jahresabo 7,49 € effektiv
Alle Amazon Prime Tarife auf einen Blick – inklusive Studenten- und Sozialtarif mit 50 % Rabatt.

Stand Juni 2026 gibt es folgende Preisstufen:

Tarif Monatlich Jährlich Ersparnis ggü. 12 × Monatsabo
Standard (mit Werbung in Prime Video) 8,99 € 89,90 € 17,98 € (ca. 17 %)
Standard + Werbefrei in Prime Video 11,98 €
Prime Student 4,49 € 44,90 € 50 % günstiger
Sozialtarif 4,49 € 44,90 € 50 % günstiger
Probemonat Neukunden kostenlos (30 Tage)
Probe Prime Student kostenlos (6 Monate)

Das Werbefrei-Upgrade für Prime Video kostet 2,99 Euro extra. Nur als Monatspaket – kein Jahresabo ohne Werbung. Wer zwölf Monatsbeiträge addiert, landet bei 107,88 Euro; das Jahresabo kostet 89,90 Euro. Ersparnis: 17,98 Euro im Jahr, oder grob 1,50 Euro pro Monat.

Schnell-Tipp: Jahresabo lohnt sich ab dem dritten Monat.

Was ist bei Amazon Prime alles dabei?

Amazon Prime Leistungen: Versand, Prime Video, Prime Music, Prime Reading, Prime Gaming und Amazon Photos im Überblick
Was in der Amazon Prime Mitgliedschaft steckt: sechs Dienste, die bei Jahres- und Monatsabo gleichermaßen enthalten sind.

Schneller Versand ist nur ein Baustein. In der Mitgliedschaft steckt deutlich mehr.

Versandvorteile

Same-Day- und Next-Day-Lieferung auf hunderttausende Artikel. In grösseren Städten auch Zwei-Stunden-Slots möglich. Der Clou: Bei häufigen Bestellungen amortisiert sich das Abo allein durch die gesparten Versandkosten.

Prime Video

Serien, Spielfilme, Dokus. Dazu ausgewählte Bundesliga-Spiele dienstags sowie bestimmte Champions-League-Partien, die Amazon exklusiv überträgt. Seit Februar 2024 läuft das allerdings mit Werbung, was viele überrascht hat. Wer das nicht will, zahlt 2,99 Euro Aufpreis monatlich (dazu mehr weiter unten).

Prime Music

Über 100 Millionen Songs, Podcasts und Playlisten, werbefrei. Einschränkung: kein freies Tracking einzelner Titel, nur Shuffle-Modus. Für on-demand-Nutzung braucht man Amazon Music Unlimited – das kostet extra. Als Alternative für Musik-Streaming lohnt ein Blick auf Spotify.

Prime Reading

Wechselnde eBooks, Comics und Magazine. Das Angebot rotiert monatlich. Für den Zugang zur gesamten Kindle-Unlimited-Bibliothek braucht es ein separates Abo – Prime Reading ist quasi die kostenlose Einstiegsvariante.

Prime Gaming

Jeden Monat kostenlose PC-Spiele und ein Twitch-Kanal-Abo nach Wahl. Die Spiele bleiben in der Bibliothek, solange man sie einloest, auch nach einem Abo-Ende.

Amazon Photos

Unbegrenzt Fotos in voller Auflösung, dazu 5 GB Video-Speicher. Praktisch als Backup für Smartphonefotos. Die App gibt es für iOS und Android.

Kurzer Hinweis zu Amazon Luna: Das Cloud-Gaming-Angebot ist nicht im Prime-Standardumfang enthalten, sondern ein separat kostenpflichtiger Dienst.

Jahresabo vs. Monatsabo – was spart mehr?

Wann lohnt sich das Monatsabo?

Kurzfristig sinnvoll. Wer Prime nur für den Prime Day (meist Juli) oder für eine einzelne Staffel nutzen möchte, kann monatlich buchen und danach kündigen. Keine Mindestlaufzeit, kein Risiko. Teurer ist es aber schon: 8,99 Euro pro Monat summiert sich über ein Jahr auf 107,88 Euro – also fast 18 Euro mehr als das Jahresabo.

Wann lohnt sich das Jahresabo?

Faustregel: Ab dem dritten Monat. Wer Prime regelmässig nutzt – Versand, Video, Music – zahlt mit dem Jahresabo effektiv 7,49 Euro pro Monat statt 8,99. Die 89,90 Euro einmal jährlich, und man spart rund 18 Euro im Vergleich zum Monatsabo.

Empfehlung: Drei Monate oder länger genutzt? Auf Jahresabo umsteigen.

Amazon Prime günstiger: Student- und Sozialtarif im Detail

Wer ist für Prime Student berechtigt?

Prime Student ist der halbe Preis – 4,49 Euro im Monat, 44,90 Euro im Jahr. Berechtigt sind:

  • Studierende an anerkannten Hochschulen (Uni, FH, Duale Hochschule)
  • Auszubildende
  • Personen zwischen 18 und 28 Jahren im Studentenstatus

Verifiziert wird direkt bei Amazon oder über Drittdienste wie UniDays. Die Studenten-Mitgliedschaft läuft bis zu 4 Jahre; danach wird automatisch auf den normalen Preis umgestellt. Probezeit: 6 Monate gratis statt 30 Tagen – fast fünfmal so lang.

Der Amazon Sozialtarif – wer bekommt ihn?

Weniger bekannt, aber genauso günstig: Empfänger bestimmter Sozialleistungen zahlen ebenfalls 4,49 Euro pro Monat. Berechtigt sind:

Berechtigungsgrund Berechtigt für Sozialtarif?
Rundfunkbeitragsbefreiung (GEZ-Befreiung) Ja
Bürgergeld Ja
Wohngeld Ja
Sozialhilfe nach SGB XII Ja
Schwerbehinderung (je nach Merkzeichen) In bestimmten Fällen

Den Antrag stellt man über die Amazon-Hilfeseite; ein entsprechender Nachweis (Befreiungsbescheid, Bewilligungsbescheid) wird hochgeladen. Nach Prüfung schaltet Amazon den Rabatt frei.

Tipp: Viele Rentnerinnen und Rentner haben eine Rundfunkbeitragsbefreiung und wissen trotzdem nicht, dass sie damit für den Sozialtarif qualifiziert sind. Lohnt sich zu prüfen.

Prime Video mit Werbung – und die Klage dagegen

Werbefrei-Upgrade: Lohnt sich der Aufpreis?

Seit Februar 2024 läuft Prime Video standardmässig mit Werbung. Wer werbefrei schauen möchte, zahlt 2,99 Euro extra pro Monat – macht insgesamt 11,98 Euro. Jahresangebot ohne Werbung gibt es nicht.

Lohnt sich das Upgrade? Nur wenn man Prime Video intensiv nutzt. Wer hauptsächlich wegen des Versands abonniert hat und Prime Video gelegentlich anschaltet, kann auf die zusätzlichen 2,99 Euro verzichten. Wer täglich streamt, wird die Werbeunterbrechungen dagegen schnell störend finden.

Die Klage: Was du als Prime-Kunde wissen musst

Die Einführung der Werbung war rechtlich umstritten. Ohne ausdrückliche Zustimmung der Bestandskunden änderte Amazon einseitig die Vertragsbedingungen. Das Landgericht München I urteilte: Das war unzulässig.

329.903 Personen traten bis zum Fristablauf am 9. Juni 2026 der Sammelklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) bei. Jetzt liegt der Fall beim Bayerischen Obersten Landesgericht (BayObLG) – Urteil erwartet am 17. Juli 2026.

Wichtiger Hinweis: Das BayObLG hat noch nicht entschieden (Stand: Juni 2026). Was eine mögliche Entschädigung oder Rückabwicklung konkret bedeutet, klärt sich erst nach dem rechtskräftigen Urteil.

Amazon Prime kostenlos testen – so geht’s

Neukunden testen alle Prime-Vorteile 30 Tage gratis. Danach: automatisch kostenpflichtig. Prime Student bietet sogar 6 Monate Probezeit ohne Kosten.

Wie oft kann man Prime kostenlos testen?

Einmalig. Der Probemonat steht pro Amazon-Konto genau einmal zur Verfügung. Neues Konto mit derselben Zahlungsmethode? Amazon erkennt das – funktioniert nicht.

Wichtig: Kündigung muss vor Ablauf der Probezeit erfolgen, sonst wird automatisch abgerechnet. Am besten direkt nach der Anmeldung eine Erinnerung für Tag 28 oder 29 setzen.

Amazon Prime mit Familie oder Haushalt teilen

Prime-Mitglieder können ausgewählte Vorteile mit einer weiteren volljährigen Person im selben Haushalt teilen. Die andere Person braucht ein eigenes Amazon-Konto.

Was kann geteilt werden – und was nicht?

Kann geteilt werden Kann nicht geteilt werden
Kostenloser Prime-Versand Prime Video
Same-Day-/Next-Day-Lieferung Prime Music
Exklusive Deals und Angebote Prime Reading
Prime Day-Rabatte Prime Gaming
Amazon-Family-Rabatte Amazon Photos

Wichtige Unterscheidung: Es gibt zwei verschiedene Teilfunktionen bei Amazon, die oft verwechselt werden.

Die Haushaltsmitgliedschaft (Versandteilung) erlaubt genau einer weiteren volljährigen Person im selben Haushalt die Nutzung des kostenlosen Prime-Versands. Medien-Services wie Prime Video oder Music sind dabei nicht enthalten.

Für Prime Video gibt es dagegen die separate Funktion “Amazon-Haushalt und Familienprofile”: Dort können bis zu zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder ein gemeinsames Zahlungskonto und Prime-Video-Zugang teilen. Das ist ein eigener Einrichtungsschritt unter “Konto & Listen” → “Amazon-Haushalt”. Die eingeladene Person kann keine weiteren Personen einladen.

Amazon Prime kündigen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Amazon Prime kündigen in 5 Schritten: amazon.de öffnen, Mein Konto, Prime wählen, Mitgliedschaft beenden, bestätigen
Prime kündigen in fünf Klicks – der Prozess ist einfacher als viele erwarten.

Kein Haken bei der Kündigung. Keine Mindestlaufzeit, keine Frist – jederzeit kündbar. Das Abo läuft bis zum Ende des Zeitraums, für den schon gezahlt wurde, und erlischt dann automatisch.

So geht die Kündigung im Browser:

  1. Auf amazon.de anmelden.
  2. Oben rechts auf den Kontonamen klicken → “Mein Konto”.
  3. “Prime” oder “Mitgliedschaften & Abonnements” auswählen.
  4. “Prime-Mitgliedschaft verwalten” anklicken.
  5. “Mitgliedschaft beenden” wählen und bestätigen.

In der App: Konto → Prime → Mitgliedschaft verwalten → Mitgliedschaft beenden.

Vorsicht: Prime über Telekom, Vodafone oder einen anderen Drittanbieter gebucht? Dann klappt die Kündigung nicht über Amazon, sondern läuft direkt über das Kundenportal des Anbieters.

Was passiert nach der Kündigung?

Alle Prime-Vorteile bleiben bis zum Ende des bezahlten Zeitraums aktiv. Beim Monatsabo sind das bis zu 30 Tage, beim Jahresabo entsprechend länger. Danach fallen Versand, Video, Music, Reading, Gaming und Photos weg.

Bekomme ich Geld zurück?

Beim Monatsabo: nein. Beim Jahresabo kann Amazon anteilig erstatten – aber nur, wenn das Abo kaum genutzt wurde oder ein triftiger Grund vorliegt. Den Antrag stellt man beim Kundenservice.

Lohnt sich Amazon Prime 2026? – Unser Fazit

Für wen lohnt sich Prime?

Klares Ja für diese Gruppen:

  • Vielbesteller: Zwei oder mehr Pakete im Monat? Die gesparten Versandkosten (typisch 3–5 Euro je Bestellung) decken das Abo in kurzer Zeit.
  • Streaming-Nutzer: Prime Video ist kein Netflix-Ersatz, aber eine starke Ergänzung – besonders für Live-Sport.
  • Studenten und Azubis: Prime Student für 4,49 Euro monatlich plus 6 Monate Probe ist schwer zu schlagen.
  • Sozialtarif-Berechtigte: Für die Hälfte des Preises ein rundes Angebot aus Versand und Streaming.

Für wen eher nicht?

  • Gelegenheitskäufer mit einer Bestellung im Monat: Da lohnt normaler Standardversand oder eine Sammelbestellung.
  • Reine Streaming-Nutzer: Prime Video als Einzeloption kostet 8,99 Euro – genauso viel wie die komplette Mitgliedschaft. Kein Preisargument für das reine Streaming-Abo.
  • Personen, die keine Werbung tolerieren: Ohne 2,99-Euro-Upgrade gibt es Werbeunterbrechungen. Wer das grundsätzlich ablehnt, ist mit Netflix oder Disney+ besser bedient.

FAQ: Amazon Prime Kosten – häufige Fragen

Was kostet Amazon Prime pro Monat?

8,99 Euro im Standardtarif. Prime Student und Sozialtarif: jeweils 4,49 Euro. Beim Jahresabo entspricht das effektiv 7,49 Euro pro Monat.

Kann man Amazon Prime kostenlos bekommen?

30 Tage Probe für Neukunden – einmalig pro Amazon-Konto. Prime Student bietet 6 Monate. Danach ist Prime kostenpflichtig.

Was ist der Unterschied zwischen Prime und Prime Video?

Prime Video als eigenständiges Abo kostet 8,99 Euro im Monat – also genauso viel wie das vollständige Amazon Prime. Wer Prime Video will, kann daher direkt das vollwertige Prime buchen und bekommt Versand, Music, Reading und mehr kostenlos dazu. Zum Vergleich: Netflix bietet ähnliche Streaming-Inhalte, ohne Versandvorteile.

Wie kündige ich Amazon Prime?

Mein Konto → Prime → Mitgliedschaft verwalten → Mitgliedschaft beenden. Jederzeit möglich, wirkt zum Ende des Abrechnungszeitraums.

Gibt es Amazon Prime für Rentner günstiger?

Ja! Wer eine Rundfunkbeitragsbefreiung hat, zahlt nur 4,49 Euro im Monat. Statt 8,99 Euro. Viele Rentnerinnen und Rentner wissen das schlicht nicht – dabei reicht ein kurzer Antrag direkt bei Amazon aus.

Was passiert bei der Amazon Prime Werbeklage?

Das LG München I urteilte: Die einseitige Einführung von Werbung in Prime Video war unzulässig. 329.903 Personen traten der Sammelklage des vzbv bei (Fristablauf 9. Juni 2026). Das BayObLG entscheidet voraussichtlich am 17. Juli 2026.

Kann man Prime Video werbefrei nutzen?

Ja, gegen 2,99 Euro Aufpreis pro Monat. Gesamt: 11,98 Euro monatlich. Jahresabo ohne Werbung gibt es nicht.

Max Benz

Über den Autor

Max Benz

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten. Als Gründer von letsbecrazy.de hilft er Menschen, smarter zu arbeiten und mehr vom Leben zu haben.