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Vier Tarife, ein Zusatzmodul für die Lohnabrechnung und eine Rabattaktion, die nach drei Monaten ausläuft: Wer die Kosten von Lexoffice wirklich verstehen will, braucht mehr als nur die Werbepreise von der Startseite. Viele Ratgeber zeigen zudem noch alte Paketnamen oder längst überholte Preise. Dieser Artikel zeigt die live auf lexware.de geprüften Tarife für 2026, erklärt, was nach der Rabattphase wirklich fällig wird, und ordnet ein, welches Paket sich für welches Geschäftsmodell lohnt.
Kurz zusammengefasst:
- Vier Tarife von 3,95 bis 32,90 Euro netto pro Monat, monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit
- Alle Preise gelten nur für die ersten drei Monate, danach steigen sie auf den regulären, etwa doppelt so hohen Preis
- Die Lohnabrechnung ist in keinem Basispaket enthalten und kostet ab 6,45 Euro extra
- 30 Tage kostenlose Testphase, ohne dass eine Zahlungsmethode hinterlegt werden muss
Lexoffice heißt jetzt Lexware Office: Was das für die Kosten bedeutet
Die Haufe Group hat lexoffice am 24. September 2024 offiziell in Lexware Office umbenannt. Funktionsumfang, Tarifstruktur und Zielgruppe sind identisch geblieben, an Verträgen und Konditionen der Bestandskunden änderte sich durch das Rebranding nichts, es hat sich im Kern nur das Branding geändert. Wichtig für die Kostenfrage: Alte Preisangaben aus der Zeit vor der Umbenennung, die unter dem Namen “lexoffice” kursieren, spiegeln nicht mehr zwangsläufig die aktuelle Preisstruktur wider. Wer nach Kosten sucht, sollte deshalb immer auf das aktuelle Datum der Quelle achten. In diesem Artikel wird der neue Markenname Lexware Office verwendet, der gebräuchliche Suchbegriff Lexoffice bleibt gleichbedeutend.
Lexoffice Kosten im Überblick: Alle Tarife 2026

Lexware Office kostet je nach Paket zwischen 3,95 Euro und 32,90 Euro netto pro Monat. Alle vier Tarife sind monatlich kündbar, es gibt keine Mindestlaufzeit, und aktuell läuft eine Rabattaktion mit 50 Prozent Nachlass für die ersten drei Monate. Die folgende Tabelle zeigt die live auf der offiziellen Lexware-Preisseite geprüften Werte:
| Paket | Schwerpunkt | Preis mit Rabatt (3 Monate) | Regulärer Preis (€) |
|---|---|---|---|
| S | Belegerfassung und -archiv | 3,95 € / Monat | 7,90 € / Monat |
| M | Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen | 6,45 € / Monat | 12,90 € / Monat |
| L (am beliebtesten) | Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer | 10,95 € / Monat | 21,90 € / Monat |
| XL | EU- und Abschlagsrechnungen, API-Zugang | 16,45 € / Monat | 32,90 € / Monat |
Alle Preise sind Nettopreise zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer. Das bedeutet konkret: Wer im Rabattzeitraum 6,45 Euro netto für Paket M zahlt, sieht auf der Rechnung tatsächlich 7,68 Euro brutto, ein Umrechnungsschritt, den die meisten Vergleichsseiten dem Leser nicht abnehmen. In jedem Paket sind Hosting, Datensicherung, regelmäßige Updates und der Support bereits enthalten, es fallen also keine versteckten Grundgebühren für Infrastruktur oder Rechtssicherheit an. Zusatzkosten entstehen ausschließlich durch optionale Erweiterungen wie die Lohnabrechnung, die weiter unten separat erklärt wird.

Was ist in jedem Lexoffice-Paket enthalten?
Die vier Pakete bauen aufeinander auf: Jedes höhere Paket enthält die Funktionen der darunterliegenden Stufe plus zusätzliche Funktionen. Welches Paket sich lohnt, hängt vor allem davon ab, ob nur Belege gesammelt, Rechnungen geschrieben oder die komplette Buchhaltung inklusive Steuermeldungen über Lexware Office laufen soll.
Paket S: Belegerfassung und -archiv
Das kleinste Paket richtet sich an alle, die Belege lediglich digital erfassen, archivieren und für den Steuerberater vorhalten möchten. Eigene Rechnungen schreiben oder eine vollständige Buchhaltung führen ist in diesem Paket nicht enthalten. Für 3,95 Euro im Rabattzeitraum ist das die günstigste Möglichkeit, die Belegflut ohne Aktenordner in den Griff zu bekommen.
Paket M: Angebote, Rechnungen und Mahnungen
Ab Paket M kommen Angebote, Rechnungen, E-Rechnungen im Pflichtformat sowie ein automatisches Mahnwesen dazu. Das ist die typische Einstiegsstufe für Freelancer und kleine Selbstständige, die Kunden professionell fakturieren wollen, aber keine eigene Buchhaltung im engeren Sinne benötigen, weil das der Steuerberater übernimmt.
Paket L: Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer
Paket L ist laut Lexware das meistgewählte Paket und deckt die komplette laufende Buchhaltung inklusive Einnahmen-Überschuss-Rechnung und elektronischer Umsatzsteuervoranmeldung ab. Wer die Buchhaltung selbst führen und nicht komplett an den Steuerberater auslagern möchte, landet in der Regel bei diesem Tarif.
Paket XL: EU-Rechnungen und API-Zugang
Das größte Paket richtet sich an Unternehmen mit grenzüberschreitendem Geschäft oder Bedarf an technischer Anbindung, etwa an einen Onlineshop oder ein Warenwirtschaftssystem. Enthalten sind zusätzlich EU- und Abschlagsrechnungen sowie ein API-Zugang für eigene Integrationen. Über 140 Partner-Erweiterungen für Onlineshops, Zeiterfassung und Reisekosten lassen sich zudem in jedem der vier Basispakete direkt mit Lexware Office verknüpfen, nicht erst ab Paket XL.
Ab Paket L berechnet Lexware Office außerdem eine automatische Umsatzsteuerprognose, die in Echtzeit anzeigt, welcher Betrag zum Monats- oder Quartalsende ans Finanzamt zu zahlen ist oder erstattet wird.
Lohn & Gehalt: die häufig übersehene Zusatzkosten
Ein Kostenpunkt, der in vielen Preisübersichten fehlt: Lexware Office bietet die Lohn- und Gehaltsabrechnung nicht standardmäßig in den vier Basispaketen an, sondern ausschließlich als kostenpflichtiges Zusatzmodul. Der Einstiegspreis liegt bei 6,45 Euro im Rabattzeitraum beziehungsweise 12,90 Euro regulär pro Monat für Betriebe mit bis zu zwei Mitarbeitenden. Der Preis steigt gestaffelt mit der Mitarbeiterzahl bis zu einer Obergrenze von 50 Mitarbeitenden pro gebuchtem Abrechnungsumfang. Enthalten sind unter anderem die automatische Erstellung und der Versand der Sozialversicherungs- und Steuermeldungen, die integrierte Auszahlung von Löhnen und Gehältern sowie ein digitales, HGB-konformes Dokumentenarchiv für Lohnunterlagen. Wer Mitarbeitende beschäftigt, sollte diesen Aufpreis realistisch in die Gesamtkosten einrechnen, denn er kommt zusätzlich zum gewählten S-, M-, L- oder XL-Paket hinzu.
Die Kostenfalle nach der Rabattphase
Die auf der Startseite und in vielen Werbeanzeigen beworbenen Preise gelten nur für die ersten drei Monate. Danach verdoppelt sich der monatliche Betrag in jedem Paket auf den regulären Preis, ohne dass eine aktive Bestätigung nötig ist. Wer aktuell mit 6,45 Euro für Paket M kalkuliert, zahlt ab dem vierten Monat 12,90 Euro, bei Paket L steigt der Betrag von 10,95 Euro auf 21,90 Euro. Das ist keine versteckte Klausel im Kleingedruckten, sondern wird auf der Preisseite selbst ausgewiesen, geht aber in der Kaufentscheidung häufig unter, weil die Rabattzahl optisch dominiert.
Merke: Für eine realistische Jahreskalkulation lohnt es sich, direkt mit dem regulären Preis zu rechnen und die Rabattphase als Bonus zu betrachten, statt umgekehrt. Wer nach dem dritten Monat nicht aktiv vergleicht, zahlt automatisch den vollen Preis weiter.
Kostenlos testen und kündigen: das musst du wissen
Jedes Paket lässt sich 30 Tage kostenlos und unverbindlich testen, eine Zahlungsmethode muss dafür in der Regel noch nicht hinterlegt werden. Nach Vertragsbeginn gilt für alle Pakete eine monatliche Kündigungsfrist ohne Mindestlaufzeit, ein Wechsel zwischen den Paketen ist ebenfalls jederzeit möglich, etwa wenn das Geschäft wächst und mehr Funktionen benötigt werden. Wichtig für die Kostenkontrolle: Die Kündigung muss aktiv im Kundenkonto vorgenommen werden, ein automatisches Auslaufen der Testphase in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft gibt es bei korrekter Kündigung vor Ablauf der 30 Tage nicht.
Lexoffice vs. sevDesk: was ist wirklich günstiger?
sevDesk ist der meistgenannte Vergleichskandidat, wenn es um die Kosten von Lexware Office geht, und die beiden Anbieter unterscheiden sich in der Preisstruktur an einigen Stellen deutlich. sevDesk bietet eine dauerhaft kostenlose Einstiegsstufe für die reine Belegverwaltung an, während das vergleichbare Lexware-Office-Paket S bereits 3,95 Euro im Rabattzeitraum kostet. Für reine Rechnungsstellung ist ein günstiger sevDesk-Tarif im Jahresabo oft niedriger angesetzt als Lexware Office M. Für die vollständige Buchhaltung mit EÜR und Umsatzsteuervoranmeldung nähern sich beide Anbieter preislich stark an, hier liegen die Pakete häufig nur wenige Euro auseinander. Ein Unterschied, der selten in reinen Preisvergleichen auftaucht: Lexware Office bietet mit 30 Tagen eine deutlich längere kostenlose Testphase als sevDesk mit typischerweise 14 Tagen, was bei der Entscheidung zusätzlich Gewicht bekommen sollte, wenn beide Anbieter in Ruhe getestet werden sollen.
Welcher Tarif passt zu dir?
Die folgende Übersicht ordnet die vier Pakete nach typischer Geschäftssituation, unabhängig vom Werbepreis. Für Selbstständige, deren Steuerberater mit DATEV arbeitet, ist zusätzlich relevant, dass sich Lexware Office über Schnittstellen wie DATEV und ELSTER in bestehende Abläufe integrieren lässt, unabhängig vom gewählten Paket.
| Situation | Empfohlenes Paket | Warum |
|---|---|---|
| Belege sammeln für den Steuerberater | S | Reine Erfassung und Archiv reichen, keine eigene Rechnungsstellung nötig |
| Freelancer mit eigenen Rechnungen | M | Angebote, Rechnungen und Mahnwesen ohne komplette Buchhaltung |
| Selbstständige mit eigener Buchhaltung | L | EÜR und Umsatzsteuervoranmeldung direkt inklusive |
| Unternehmen mit EU-Geschäft oder Shop-Anbindung | XL | EU-Rechnungen und API für eigene Integrationen |
| Betrieb mit Mitarbeitenden | Basispaket + Lohn & Gehalt | Lohnabrechnung ist in keinem Basispaket enthalten |
Häufige Fragen zu Lexoffice Kosten
Was kostet Lexoffice im Monat?
Lexware Office kostet aktuell zwischen 3,95 Euro und 16,45 Euro pro Monat im laufenden Rabattzeitraum von drei Monaten, danach zwischen 7,90 Euro und 32,90 Euro regulär, jeweils netto zzgl. Mehrwertsteuer, je nach gewähltem Paket S, M, L oder XL.
Gibt es Lexoffice auch kostenlos?
Nein, eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht, wohl aber eine 30-tägige kostenlose Testphase für alle Pakete ohne Verpflichtung zur Weiterbuchung.
Wie viel kostet die Lohnabrechnung zusätzlich?
Das Zusatzmodul Lohn & Gehalt startet bei 6,45 Euro im Rabattzeitraum beziehungsweise 12,90 Euro regulär pro Monat für bis zu zwei Mitarbeitende und steigt gestaffelt mit der Mitarbeiterzahl bis 50 Personen.
Wird Lexoffice nach der Rabattphase automatisch teurer?
Ja, nach drei Monaten wechselt jedes Paket automatisch zum regulären, etwa doppelt so hohen Preis, sofern nicht vorher gekündigt wird.
Ist Lexware dasselbe wie Lexoffice?
Nein, nicht ganz: Lexware ist der Herstellername der Haufe Group, Lexware Office (vormals Lexoffice) ist dessen Cloud-Produkt für Rechnungen und Buchhaltung. Wer nach “Lexware Kosten” statt “Lexoffice Kosten” sucht, meint in der Regel dasselbe Programm.
Ist Lexoffice besser als DATEV oder WISO?
Die drei Programme richten sich an unterschiedliche Zielgruppen: WISO ist eine Steuererklärungssoftware für Privatpersonen, DATEV ist die Profi-Software, mit der Steuerberater arbeiten, und Lexware Office positioniert sich dazwischen als Cloud-Buchhaltung für Selbstständige und kleine Unternehmen. Ein direkter Preisvergleich ist deshalb nur bedingt sinnvoll, da es sich nicht um austauschbare Alternativen handelt.
Kann man Lexware Office einmalig kaufen?
Nein, Lexware Office gibt es als Cloud-Software ausschließlich im Abonnement, nicht als einmalig gekaufte Lizenz. Eine klassische Kauflizenz bietet der Hersteller nur für die separate Desktop-Produktlinie Lexware financial office an, die ein eigenes, getrenntes Produkt ist.
Ist Lexoffice teurer oder günstiger als sevDesk?
Das kommt auf den Funktionsumfang an: Für die reine Belegerfassung ist sevDesk mit seiner Gratisstufe günstiger, für die vollständige Buchhaltung liegen beide Anbieter preislich nah beieinander.
Muss ich mich für die Testphase mit Zahlungsdaten registrieren?
Die 30-tägige Testphase kann in der Regel ohne hinterlegte Zahlungsmethode gestartet werden, eine Kündigung ist damit vor Ablauf ohne weitere Schritte möglich.