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7 Fahrtenbuch-Apps für lückenlose Dokumentation

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Ein Fahrtenbuch per Hand zu führen kostet Zeit und ist fehleranfällig. Ein Zahlendreher oder eine vergessene Fahrt reicht, damit das Finanzamt die private Nutzung eines Firmenwagens pauschal nach der Ein-Prozent-Regel schätzt statt nach den tatsächlichen Kosten. Eine Fahrtenbuch-App löst genau dieses Problem: Sie zeichnet Fahrten automatisch per GPS auf, ordnet sie geschäftlich oder privat zu und exportiert die Daten in einem Format, das eine Steuerprüfung übersteht.

Dieser Vergleich stellt sieben Fahrtenbuch-Apps vor, von der reinen Smartphone-Lösung ohne Zusatzkosten bis zur OBD2-gestützten Fuhrpark-Software. Jede Angabe zu Preisen und Funktionen wurde für diesen Beitrag direkt bei den Anbietern geprüft.

Fahrtenbuch-Apps im Vergleich

AppPreisAutomatische AufzeichnungKostenlose NutzungZielgruppe
Vimcar Fahrtenbuchab 24,90 €/Monat zzgl. MwSt.Ja, per OBD2-SteckerNeinFuhrparks, Firmenwagen
AutoLogg Fahrtenbuch 2.0ab 12,50 €/Fahrzeug/Monat zzgl. MwSt.Ja, per Smartphone-GPS30 Tage TestphaseSelbstständige, kleine Fuhrparks
Fahrtenbuch von Driversnotekostenlos bis 15 Fahrten/Monat, danach ca. 11 $/MonatJa, per Smartphone-GPSJa, bis 15 FahrtenSelbstständige, Vielfahrer
Psngr – Fahrtenbuchkostenlos bis 40 Fahrten/Monat, danach 12,99 €/MonatJa, automatisch bei BewegungJa, bis 40 FahrtenGelegenheitsfahrer
KFZ Fahrtenbuchab 4,19 €/Monat zzgl. MwSt.Manueller Start, GPS-gestützt, OBD-Adapter optional7 Tage TestphasePrivatnutzer, kleines Budget
timrkostenlos für 1 Fahrzeug, sonst ab 8 €/Nutzer/Monat zzgl. MwSt.Ja, per GPSJa, dauerhaft für 1 FahrzeugEinzelunternehmer, kleine Teams
RitMeter6 Wochen kostenlos, danach Abo-Preis auf AnfrageJa, per GPSJa, 6 Wochen TestphaseVielfahrer mit Kilometerabrechnung

1. Vimcar Fahrtenbuch

Startseite von Vimcar mit OBD2-Stecker, Smartphone-App und Web-Dashboard fürs Fahrtenbuch.
Vimcar zeichnet Fahrten über einen OBD2-Stecker im Fahrzeug auf. (Quelle: vimcar.de)

Vimcar zeichnet Fahrten nicht über das Smartphone auf, sondern über einen OBD2-Stecker mit eingebauter SIM-Karte, der direkt im Auto steckt. Dadurch läuft die Aufzeichnung unabhängig davon, ob der Fahrer sein Handy dabei hat oder die App aktiv geöffnet lässt.

Preis: Vimcar kostet ab 24,90 Euro pro Monat zzgl. Mehrwertsteuer und Hardware. Der Stecker ist im Abo enthalten, ein Einbau durch eine Werkstatt ist meist nicht nötig.

Vorteile und Grenzen: Die automatische Übertragung vom Fahrzeug in die App verhindert vergessene Fahrten komplett, und ein integrierter Fahrzeug-Finder hilft beim Wiederfinden auf großen Parkplätzen. Der Preis liegt jedoch deutlich über den reinen Smartphone-Apps in diesem Vergleich, was sich erst ab mehreren Firmenfahrzeugen wirklich lohnt.

Ideal für: Unternehmen mit mehreren Firmenwagen, die eine lückenlose Dokumentation ohne manuellen Aufwand der Fahrer brauchen.

2. AutoLogg Fahrtenbuch 2.0

Startseite von AutoLogg mit Werbung für das elektronische Fahrtenbuch ohne Zusatzhardware.
AutoLogg wirbt mit einer Finanzamt-konformen Dokumentation ohne OBD-Stecker. (Quelle: autologg.com)

AutoLogg verzichtet komplett auf zusätzliche Hardware und zeichnet Fahrten über das GPS des Smartphones auf. Die App wirbt gezielt mit einer Finanzamt-konformen Dokumentation und richtet sich an Selbstständige, die ihren Firmenwagen auch privat nutzen.

Preis: AutoLogg kostet ab 12,50 Euro pro Fahrzeug und Monat zzgl. Mehrwertsteuer bei jährlicher Zahlung. Eine 30-tägige Testphase ist kostenlos, das Abo lässt sich monatlich kündigen.

Vorteile und Grenzen: Ohne OBD-Stecker oder sonstige Hardware ist die App in wenigen Minuten startklar, und der Anbieter beziffert die mögliche jährliche Steuerersparnis mit bis zu 2.800 Euro. Ohne Hardware-Anbindung bleibt die Aufzeichnung aber vom GPS-Empfang und einer laufenden App im Hintergrund abhängig.

Ideal für: Selbstständige und kleine Fuhrparks, die eine Finanzamt-konforme Lösung ohne Werkstattbesuch suchen.

3. Fahrtenbuch von Driversnote

Startseite von Driversnote mit Smartphone-Ansicht einer automatisch erfassten Fahrt.
Driversnote protokolliert Fahrten automatisch und sortiert sie nach Kategorie. (Quelle: driversnote.com)

Driversnote zeichnet Fahrten automatisch im Hintergrund auf und lässt sich nachträglich nach geschäftlicher oder privater Nutzung sortieren. Die App verwaltet mehrere Fahrzeuge gleichzeitig und erstellt daraus fertige Fahrtenbuch-Berichte zum Export.

Preis: Bis zu 15 Fahrten pro Monat sind dauerhaft kostenlos. Wer mehr braucht, zahlt im Pro-Tarif rund 11 US-Dollar pro Monat für unbegrenzte Fahrten, da Driversnote seine Preise in US-Dollar abrechnet.

Vorteile und Grenzen: Die Kategorisierung per Wisch-Geste geht schneller als bei den meisten Wettbewerbern, und eine öffentliche API erlaubt die Anbindung an eigene Buchhaltungstools. Wer regelmäßig mehr als 15 Fahrten im Monat macht, landet schnell im kostenpflichtigen Tarif.

Ideal für: Vielfahrer und Selbstständige, die ein etabliertes, international genutztes Fahrtenbuch mit Berichtsfunktion wollen.

4. Psngr – Fahrtenbuch

Startseite von Psngr mit Beschreibung der automatischen Fahrterkennung per GPS.
Psngr erkennt Fahrten automatisch, sobald sich der Nutzer fortbewegt. (Quelle: psngr.co)

Psngr erkennt automatisch, sobald sich der Nutzer fortbewegt, egal ob im Auto, im Zug oder mit dem Fahrrad, und protokolliert die Fahrt ohne manuellen Start. Am Monatsende verschickt die App fertige Fahrtenberichte direkt per E-Mail.

Preis: Bis zu 40 Fahrten pro Monat sind kostenlos. Die Pro-Version kostet 12,99 Euro pro Monat oder 107,99 Euro im Jahresabo und schaltet unbegrenzte Fahrten frei.

Vorteile und Grenzen: Die Erkennung verschiedener Fortbewegungsarten macht Psngr auch für Pendler mit wechselnden Verkehrsmitteln nutzbar, und der Anbieter richtet die App an den Vorgaben deutscher und österreichischer Finanzbehörden aus. Bei sehr vielen Kurzstrecken im Monat ist der kostenlose Rahmen von 40 Fahrten schnell ausgeschöpft.

Ideal für: Gelegenheitsfahrer, die neben dem Auto auch andere Verkehrsmittel dienstlich nutzen.

5. KFZ Fahrtenbuch

Startseite von KFZ Fahrtenbuch mit App-, Tablet- und OBD-Adapter-Ansicht sowie Preisangabe.
KFZ Fahrtenbuch bietet App, Desktop-Version und einen optionalen OBD-Adapter. (Quelle: kfz-fahrtenbuch.de)

KFZ Fahrtenbuch dokumentiert Fahrten per App auf iPhone und Android und zusätzlich über eine Online-Version für Windows, Mac und Linux. Die Daten liegen in einem deutschen Rechenzentrum und lassen sich als PDF oder CSV exportieren.

Preis: Der Pro-Tarif kostet ab 4,19 Euro pro Monat zzgl. Mehrwertsteuer bei jährlicher Zahlweise und deckt App plus Online-Version ab. Wer zusätzlich einen OBD-GPS-Adapter fürs Auto will, zahlt im Pro-Plus-Tarif ab 15,99 Euro pro Monat. Eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht mehr, nur eine siebentägige Testphase.

Vorteile und Grenzen: Mit 4,19 Euro pro Monat ist KFZ Fahrtenbuch die günstigste kostenpflichtige Option in diesem Vergleich, und der optionale OBD-Adapter macht die Aufzeichnung bei Bedarf auch vollautomatisch. Ohne den Adapter startet die Aufzeichnung manuell, wer das vergisst, muss die Fahrt nachträglich von Hand ergänzen.

Ideal für: Privatnutzer mit kleinem Budget, die eine günstige App-plus-Desktop-Lösung ohne Fuhrpark-Funktionen suchen.

6. timr

Startseite von timr mit Übersicht zu Zeiterfassung und digitalem Fahrtenbuch.
timr kombiniert Zeiterfassung mit einem digitalen Fahrtenbuch. (Quelle: timr.com)

timr kombiniert Zeiterfassung mit einem digitalen Fahrtenbuch und zeichnet Fahrten per GPS auf. Die Fahrtdaten lassen sich anschließend am Desktop in der timr-Web-App auswerten und für die Steuererklärung exportieren.

Preis: Für ein Fahrzeug und zwei Fahrtkategorien bietet timr einen dauerhaft kostenlosen Plan an. Wer mehr Fahrzeuge, Nutzer oder Zusatzfunktionen braucht, zahlt ab 8 Euro pro Nutzer und Monat zzgl. Mehrwertsteuer.

Vorteile und Grenzen: Der dauerhaft kostenlose Einstiegsplan ist unter den hier verglichenen Apps einmalig, und die Kombination mit Zeiterfassung spart Einzelunternehmern eine zweite Software. Der volle Funktionsumfang für mehrere Fahrzeuge und Nutzer setzt ein kostenpflichtiges Upgrade voraus.

Ideal für: Einzelunternehmer und kleine Teams, die Fahrtenbuch und Arbeitszeiterfassung in einem Tool bündeln wollen.

7. RitMeter

Startseite von RitMeter mit Beschreibung der GPS-basierten Kilometerregistrierung.
RitMeter registriert gefahrene Kilometer automatisch per GPS. (Quelle: ritmeter.nl)

RitMeter registriert Kilometer per GPS und lässt zwischen einer durchgehenden Aufzeichnung für die Steuer und einer losen Fahrtenerfassung für einzelne Abrechnungen wählen. Start und Stopp einer Fahrt genügen, alle weiteren Daten wie Route und Distanz füllt die App automatisch.

Preis: Der Download ist kostenlos, die ersten sechs Wochen lassen sich alle Funktionen unverbindlich testen. Danach ist ein kostenpflichtiges Abo nötig, um weiter wöchentliche und monatliche Berichte per E-Mail zu erhalten.

Vorteile und Grenzen: RitMeter kommt ursprünglich aus den Niederlanden und eignet sich gut für reine Kilometererfassung mit automatischen Berichten. Anders als Vimcar, AutoLogg oder Psngr wirbt der Anbieter nicht ausdrücklich mit einer Zertifizierung für deutsche Finanzbehörden.

Ideal für: Vielfahrer, die vor allem automatische Kilometer-Reports statt eines komplexen Fuhrpark-Tools brauchen.

Was macht ein Fahrtenbuch für das Finanzamt gültig?

Ein Fahrtenbuch erkennt das Finanzamt nur an, wenn es zeitnah, lückenlos und in geschlossener Form geführt wird, so verlangt es die ständige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. Jede Fahrt muss Datum, Uhrzeit, Start- und Zieladresse, gegebenenfalls Zwischenziele, die gefahrenen Kilometer sowie den Anlass und die Einordnung als geschäftliche oder private Fahrt enthalten.

Digitale Fahrtenbücher müssen zusätzlich nachweisen, dass Einträge nachträglich nicht unbemerkt verändert werden können. Jede spätere Korrektur muss mit Datum und Uhrzeit protokolliert bleiben, und die Daten sollten verschlüsselt übertragen und gespeichert werden. Eine Fahrt sollte spätestens innerhalb von sieben Tagen erfasst sein, damit die Zeitnähe im Zweifel nicht angezweifelt wird.

Keine der hier vorgestellten Apps ersetzt eine individuelle Prüfung durch das zuständige Finanzamt. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt eine geplante Lösung vorab vom eigenen Steuerberater gegenprüfen, besonders bei einer bevorstehenden Betriebsprüfung.

Welche Fahrtenbuch-App passt zu mir?

Die richtige App hängt vor allem davon ab, wie viele Fahrzeuge dokumentiert werden müssen und wie viel Automatisierung sich lohnt:

Mehrere Firmenwagen im Fuhrpark: Vimcar automatisiert die Aufzeichnung per OBD2-Stecker komplett und braucht keine Mitarbeit der Fahrer, was sich mit steigender Fahrzeuganzahl auszahlt.

Selbstständig mit einem Fahrzeug: AutoLogg oder timr bieten eine Finanzamt-taugliche Dokumentation ohne Zusatzhardware, timr sogar dauerhaft kostenlos für ein Fahrzeug.

Wenig Budget, wenige Fahrten im Monat: Driversnote und Psngr bleiben bis 15 beziehungsweise 40 Fahrten im Monat kostenlos und reichen für Gelegenheitsfahrer meist aus.

Günstigste Dauerlösung ohne Fahrtenlimit: KFZ Fahrtenbuch verlangt keine Fahrtengrenze und ist mit 4,19 Euro pro Monat die preiswerteste kostenpflichtige App in diesem Vergleich.

Reine Kilometer-Reports: RitMeter liefert automatische Wochen- und Monatsberichte, ohne dass eine vollständige Fuhrpark-Verwaltung nötig ist.

FAQ

Ist ein elektronisches Fahrtenbuch dem Finanzamt gegenüber gleichwertig zu einem Papier-Fahrtenbuch?

Ein elektronisches Fahrtenbuch ist einem Papier-Fahrtenbuch gleichgestellt, solange es zeitnah, lückenlos und ohne nachträgliche unbemerkte Änderungen geführt wird. Entscheidend ist die Nachvollziehbarkeit jeder Eintragung, nicht das Medium.

Welche Fahrtenbuch-App ist wirklich kostenlos?

Driversnote, Psngr und timr bieten dauerhaft kostenlose Einstiegspläne mit einer Fahrten- oder Fahrzeuggrenze. Vimcar, AutoLogg und KFZ Fahrtenbuch sind dagegen von Anfang an kostenpflichtig und bieten lediglich eine Testphase von sieben bis dreißig Tagen.

Brauche ich für ein elektronisches Fahrtenbuch zusätzliche Hardware?

Die meisten Apps in diesem Vergleich zeichnen Fahrten allein über das GPS des Smartphones auf, zusätzliche Hardware ist dafür nicht nötig. Nur Vimcar setzt auf einen OBD2-Stecker im Fahrzeug, was die Aufzeichnung unabhängig vom Smartphone macht, aber zusätzliche Kosten verursacht.

Kann ich mit einer App auch mehrere Fahrzeuge verwalten?

Driversnote, Vimcar und AutoLogg unterstützen mehrere Fahrzeuge und mehrere Fahrer innerhalb eines Kontos. Bei timr ist dafür ab dem zweiten Fahrzeug ein kostenpflichtiger Tarif nötig, der kostenlose Plan deckt nur ein Fahrzeug ab.

Wie lange muss ich ein Fahrtenbuch aufbewahren?

Ein Fahrtenbuch zählt steuerlich zu den aufbewahrungspflichtigen Unterlagen und sollte mindestens sechs Jahre aufbewahrt werden, bei Selbstständigen mit Buchführungspflicht gilt in der Regel eine Frist von zehn Jahren. Die meisten Apps in diesem Vergleich speichern die Daten so lange in der Cloud, wie das Konto aktiv bleibt, ein zusätzlicher lokaler Export als PDF schützt zusätzlich vor einer versehentlichen Kontolöschung.

Fazit

Für die meisten Privatnutzer und Selbstständigen mit einem Fahrzeug reicht eine reine Smartphone-App völlig aus. Klare Empfehlung. AutoLogg und timr liefern eine Finanzamt-taugliche Dokumentation ohne Zusatzhardware, timr sogar dauerhaft kostenlos für ein Fahrzeug.

Wer nur gelegentlich fährt, kommt mit Driversnote oder Psngr im kostenlosen Rahmen aus, während KFZ Fahrtenbuch für 4,19 Euro im Monat die günstigste Dauerlösung ohne Fahrtenlimit bleibt. Erst bei mehreren Firmenwagen zahlt sich die automatische OBD2-Aufzeichnung von Vimcar wirklich aus, weil sie jede Mitarbeit der Fahrer überflüssig macht.

Unabhängig von der App gilt: Ein Fahrtenbuch schützt nur dann vor der pauschalen Ein-Prozent-Regel, wenn es lückenlos, zeitnah und nachvollziehbar bleibt.

Max Benz

Über den Autor

Max Benz

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten. Als Gründer von letsbecrazy.de hilft er Menschen, smarter zu arbeiten und mehr vom Leben zu haben.