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Microsoft OneNote ist kostenlos, auf jedem Windows-PC vorinstalliert und funktioniert auf den ersten Blick gut. Wer tiefer einsteigt, trifft auf drei Schwächen, die viele früher oder später zum Wechseln bringen: Der Sync über OneDrive bricht regelmäßig zusammen oder erzeugt Konflikte, KI-Funktionen stehen nur zahlenden Microsoft-365-Abonnenten offen, und das proprietäre .ONE-Format macht den Export schwierig. Das führt dazu, dass ein späterer Wechsel aufwendiger wird als nötig.
Die gute Nachricht: Die Auswahl an Alternativen ist groß, und für jeden Anwendungsfall gibt es eine klare Empfehlung. Wer im Team arbeitet, ist mit Notion am besten aufgehoben. Wer Datenschutz priorisiert, findet in Obsidian oder Standard Notes eine verlässliche Option. Wer kostenlos wechseln und trotzdem echte Verschlüsselung haben möchte, greift zu Joplin.
Dieser Artikel stellt die 7 besten OneNote Alternativen im Jahr 2026 vor, nennt aktuelle Preise und hilft, die passende Wahl für den eigenen Anwendungsfall zu treffen. Die Auswahl deckt alle wichtigen Anforderungen ab: kostenlose Apps, datenschutzfreundliche Open-Source-Tools, leistungsfähige Team-Plattformen und einfache Lösungen für den schnellen Start. Alle Preisangaben stammen von den offiziellen Preisseiten der Anbieter (Stand: Mai 2026).
Die 7 besten OneNote Alternativen im Überblick
Der folgende Vergleich zeigt auf einen Blick, welche App sich für welchen Zweck eignet.
| App | Kostenloser Plan | Am besten für | Preis (bezahlt) |
|---|---|---|---|
| Notion | Unbegrenzte Seiten | Teams, Projektmanagement, Wikis | ab €9,50/Monat |
| Obsidian | Komplett kostenlos | Datenschutz, Wissensverwaltung, Power-User | Sync ab $4/Monat |
| Joplin | Komplett kostenlos | Kostenloser Umstieg, Open-Source | Cloud ab €2,99/Monat |
| Evernote | Sehr eingeschränkt | Web-Recherche, Archivierung, OCR-Suche | ab €6,65/Monat |
| Google Keep | Komplett kostenlos | Schnelle Notizen, Google-Ökosystem | Kostenlos |
| Apple Notes | Komplett kostenlos | iPhone, iPad und Mac | Kostenlos |
| Standard Notes | Basisversion kostenlos | Maximaler Datenschutz, Zero-Knowledge | ab $7,50/Monat |
Alle sieben Alternativen bieten mehr Datenschutz-Kontrolle als Microsoft OneNote, weil keine davon zwingend auf Microsoft OneDrive angewiesen ist. Wer kein Microsoft-Konto verwenden will, kann zwischen Obsidian, Joplin, Google Keep, Apple Notes und Standard Notes wählen. Wer ein Open-Source-Tool bevorzugt, hat mit Joplin, Obsidian und Standard Notes drei gut gepflegte Optionen. Wer bereit ist, ein Abonnement zu zahlen, bekommt mit Notion den größten Funktionsumfang.
Notion – Beste OneNote Alternative für Teams und komplexe Projekte

Notion ist die stärkste OneNote Alternative für Teams, die Notizen, Projekte und Datenbanken in einem einzigen Tool verwalten wollen. Die App kombiniert Texteditoren, strukturierte Datenbanken, Kanban-Boards und Wikis in einer Oberfläche, was für viele Arbeitsgruppen mehrere Einzeltools auf einmal ersetzt.
Was kann Notion?
Notion arbeitet mit einem Block-Editor: Jeder Absatz, jede Tabelle, jedes To-do und jedes eingebettete Medium ist ein separater Block, der sich per Drag-and-drop neu anordnen lässt. Das macht die Strukturierung von Dokumenten deutlich flexibler als in OneNote, wo Abschnitte und Seiten starrer angeordnet sind.
Die Datenbankfunktion ist das Herzstück von Notion. Sammlungen von Notizen werden dabei in strukturierte Einträge mit Feldern wie Status, Datum, Verantwortlichem oder Tags umgewandelt. Dasselbe Datenbankset lässt sich als Tabelle, als Kanban-Board, als Kalender oder als Galerie anzeigen, ohne dass Daten doppelt erfasst werden müssen. Für Teams bedeutet das: Besprechungsprotokoll, Aufgabenliste und Projektübersicht liegen an einem Ort, verknüpft und durchsuchbar.
Notion AI ermöglicht Zusammenfassungen, Textentwürfe und automatische Übersetzungen direkt im Editor. Das Feature ist kein Bestandteil des Gratis- oder Plus-Plans, sondern ein kostenpflichtiges Add-on, das separat gebucht werden muss. Für strukturiertes Arbeiten und bessere Priorisierung ist Notion aktuell das leistungsfähigste Tool in dieser Liste.
Die Template-Galerie bietet Vorlagen für Besprechungsprotokolle, OKR-Tracking, Redaktionspläne und Softwareentwicklung, was den Start für neue Teams erheblich beschleunigt. Eine Notion-Seite lässt sich mit einem Klick in eine öffentliche Webseite verwandeln, was für einfache Intranets oder Projektdokumentationen ohne eigenen Server praktisch ist. Damit geht Notion deutlich über das hinaus, was Microsoft OneNote in einer vergleichbaren Situation leisten kann.
Wichtige Funktionen:
- Block-Editor mit mehr als 50 Block-Typen (Text, Code, Video, Datenbank, Einbettung)
- Datenbankfunktion mit verknüpften Einträgen, Filtern und mehreren Ansichten
- Notion AI für Zusammenfassungen und Textentwürfe (kostenpflichtiges Add-on)
- Über 20.000 Community-Vorlagen für alle Anwendungsfelder
- Notion Calendar und Notion Mail (Beta)
- Web, Desktop (Windows, macOS) und mobil (iOS, Android)
Notion Preise
Laut offizieller Preisseite kostet der kostenlose Plan 0 Euro und hat kein Seitenlimit. Der Plus-Plan kostet €9,50 pro Mitglied und Monat und schaltet unbegrenzte Versionsgeschichte, mehr Gastkonten und Gruppenrechte frei. Der Business-Plan kostet €19,50 pro Mitglied und Monat und fügt erweiterte Berechtigungen, Audit-Log und SAML-SSO hinzu. Notion AI ist als Add-on zusätzlich buchbar und in keinem Standardplan enthalten.
Für wen eignet sich Notion?
Notion ist die passende Wahl für Teams und Einzelpersonen, die Microsoft OneNote für Besprechungsnotizen, Projektdokumentation oder strukturierte Wissenssammlungen nutzen und mehr Struktur brauchen. Die Lernkurve ist höher als bei OneNote, weil Notion deutlich mehr Möglichkeiten bietet. Wer nur schnelle handschriftliche Notizen oder einfache Stichpunkte braucht, ist mit einer leichteren App besser bedient.
Stärken: Block-Editor, Datenbankfunktion, Kollaboration in Echtzeit, umfangreiches Vorlagenarchiv.
Schwächen: Höhere Lernkurve, Notion AI kostenpflichtig, mobil gelegentlich langsam.
Obsidian – Beste OneNote Alternative für Datenschutz und Wissensverwaltung

Obsidian gilt als eine der mächtigsten Alternativen zu Microsoft OneNote. Es ist besonders für datenschutzbewusste Anwender und anspruchsvolles Wissensmanagement (Personal Knowledge Management, PKM) ideal. Die App speichert alle Daten lokal auf dem Gerät und verknüpft Informationen netzwerkartig miteinander, was einen grundlegend anderen Ansatz als jede cloudbasierte Notiz-App darstellt.
Was kann Obsidian?
Das Kernkonzept von Obsidian ist der persönliche Wissensgraph. Notizen werden als einfache Markdown-Dateien gespeichert, die sich gegenseitig verlinken lassen, und die Graph-Ansicht visualisiert, wie einzelne Themen zusammenhängen. Das macht Obsidian besonders stark für wissenschaftliches Arbeiten, komplexe Recherchen und den Aufbau einer persönlichen Wissensdatenbank.
Kein Account-Zwang ist ein entscheidender Unterschied zu Microsoft OneNote: Obsidian lässt sich vollständig ohne Benutzerkonto und ohne Internetverbindung nutzen. Anwender, die Notizen über mehrere Geräte synchronisieren möchten, können eigene verschlüsselte Cloud-Dienste wie Nextcloud, iCloud oder Google Drive einrichten. Für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet Obsidian zusätzlich den kostenpflichtigen Obsidian Sync an.
Ein umfangreiches Plugin-System hebt Obsidian von Microsoft OneNote deutlich ab. Über 1.000 Community-Plugins erweitern die App um Kalender, Aufgabenlisten, Kanban-Boards und Karteikarten-Wiederholung (Spaced Repetition), ohne dass Daten dabei den eigenen Rechner verlassen müssen. Kein Vendor Lock-in: Die Notizen bleiben als lesbare Textdateien erhalten, selbst wenn der Dienst eines Tages eingestellt würde.
Besonders praktisch ist das Daily-Notes-Plugin, das automatisch eine Notiz für jeden Tag anlegt und Obsidian so als Journal oder Arbeitstagebuch nutzbar macht. Templates für täglich wiederkehrende Strukturen lassen sich auf Knopfdruck einfügen. Im Unterschied zu Microsoft OneNote lässt sich in Obsidian jedes Detail der Oberfläche und der Tastaturkürzel an den eigenen Arbeitsablauf anpassen.
Wichtige Funktionen:
- Lokale Markdown-Dateien ohne Cloud-Pflicht, kein Konto erforderlich
- Backlinks und interne Verlinkung zwischen Notizen
- Graph-Ansicht der gesamten Wissensstruktur
- Über 1.000 Community-Plugins (Kalender, Kanban, Spaced Repetition)
- Optionaler Obsidian Sync mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ($4/Monat)
- Desktop (Windows, macOS, Linux) und mobil (iOS, Android)
Obsidian Preise
Obsidian ist für Privatanwender komplett kostenlos. Der optionale Obsidian Sync kostet laut offizieller Preisseite $4 pro Monat bei Jahreszahlung oder $5 pro Monat bei monatlicher Zahlung. Wer Dropbox, iCloud oder einen eigenen Server für die Synchronisation verwendet, zahlt für die App selbst nichts. Gewerbliche Nutzung erfordert eine Commercial License für $50 pro Nutzer und Jahr.
Für wen eignet sich Obsidian?
Obsidian ist die beste Wahl für Anwender, die Notizen wie ein persönliches Wiki aufbauen wollen und volle Kontrolle über ihre Daten brauchen. Das gilt besonders für Forschende, Journalisten, Studierende und alle, die mit großen Mengen vernetzter Informationen arbeiten. Für Einsteiger, die schnell starten wollen, ist die Einstiegshürde allerdings höher als bei OneNote oder Notion.
Stärken: Vollständige Datenkontrolle, offline nutzbar, umfangreiches Plugin-Ökosystem, kein Vendor Lock-in, kein Konto erforderlich.
Schwächen: Kein kostenloser Cloud-Sync enthalten, Einarbeitungszeit nötig, UI weniger intuitiv als OneNote.
Joplin – Die beste kostenlose OneNote Alternative

Joplin ist die einzige komplett kostenlose, quelloffene Alternative in dieser Liste, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet. Für Einzelpersonen, die ohne Abonnement wechseln wollen und trotzdem Notizbücher, Abschnitte und verschlüsselten Sync brauchen, ist Joplin die direkteste Entsprechung zu Microsoft OneNote.
Was kann Joplin?
Joplin strukturiert Notizen in Notizbüchern und Unterordnern, was dem bekannten Aufbau von Microsoft OneNote ähnelt und den Umstieg erleichtert. Texte werden in Markdown geschrieben, was klarere Formatierung ermöglicht als die freie Fläche in OneNote. Anhänge, Bilder und PDFs lassen sich einbetten und durchsuchen.
Der Web Clipper für Firefox und Chrome erfasst Webseiten direkt in ein Notizbuch, ähnlich dem Evernote-Clipper. Plugins erweitern Joplin außerdem um Funktionen wie Aufgabenlisten, Taschenrechner und Vorlagen. Wer bereits Dropbox oder OneDrive nutzt, richtet einen dieser Dienste als Sync-Backend ein, ohne für Joplin selbst zu zahlen.
Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist optional beim Sync aktivierbar und schützt Notizen so, dass kein Dritter Inhalte lesen kann, selbst wenn der Sync-Server kompromittiert wird. Das unterscheidet Joplin von Google Keep und Apple Notes, wo die Daten auf Servern des Anbieters in lesbarer Form liegen.
Für die Migration von Microsoft OneNote bieten Community-Werkzeuge die Möglichkeit, exportierte OneNote-Inhalte im ENEX-Format direkt in Joplin einzulesen. Notiztitel, Textinhalte und Anhänge bleiben bei diesem Prozess erhalten. Damit ist der Wechsel strukturierter als bei vielen anderen Alternativen, was für Anwender wichtig ist, die jahrelang Notizbücher in Microsoft OneNote aufgebaut haben und diese Inhalte nicht verlieren wollen.
Wichtige Funktionen:
- Notizbücher, Unterordner und Tags
- Markdown-Editor mit Live-Vorschau
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beim Sync (als Option)
- Sync über Dropbox, OneDrive, Nextcloud, WebDAV oder Joplin Cloud
- Web Clipper für Firefox und Chrome
- Plugin-System
- Desktop (Windows, macOS, Linux) und mobil (iOS, Android)
Joplin Preise
Die Joplin-App ist komplett kostenlos und ohne Einschränkungen nutzbar. Wer den hauseigenen Dienst Joplin Cloud verwenden möchte, zahlt laut offizieller Preisseite €2,99 pro Monat für den Basic-Plan (2 GB Speicher) oder €5,99 pro Monat für den Pro-Plan (30 GB Speicher). Wer Dropbox oder OneDrive bereits abonniert hat, richtet diese Dienste als Sync-Backend ein, ohne für Joplin Cloud zu zahlen.
Für wen eignet sich Joplin?
Joplin ist ideal für Einzelpersonen, die ohne Abonnement von Microsoft OneNote wechseln wollen, datenschutzbewusst sind und keine Scheu vor einem Markdown-Editor haben. Für Teamarbeit mit geteilten Notizbüchern und Echtzeit-Zusammenarbeit ist Joplin weniger geeignet, da diese Funktionen fehlen. Wer generell auf sichere Datenspeicherung achtet, findet in unserem Lastpass-Alternative-Vergleich ergänzende Empfehlungen zum Thema Datenschutz.
Stärken: Komplett kostenlos, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, flexibles Sync-Setup, kein Vendor Lock-in.
Schwächen: UI weniger modern als Notion, kein Echtzeit-Kollaborationsmodus, kleinere Community als Obsidian.
Evernote – Die bekannte OneNote Alternative mit starker Suche

Evernote ist der Veteran unter den Notiz-Apps und punktet vor allem mit einer Suche, die ihresgleichen sucht: OCR-Texterkennung in eingescannten Dokumenten, handschriftlichen Notizen und Fotos ist seit Jahren ausgereift. Für Web-Recherche und Dokumentenarchivierung bleibt Evernote bis heute eine der stärksten Optionen auf dem Markt, auch wenn die Preise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind.
Was kann Evernote?
Evernotes Stärke liegt eindeutig im Erfassen und Wiederfinden. Der Web Clipper speichert komplette Webseiten direkt in Notizbücher, inklusive Formatierung, Links und Bilder, und ist damit umfangreicher als vergleichbare Werkzeuge bei Notion oder Joplin. Die Volltextsuche durchsucht nicht nur Texte, sondern auch PDFs und handschriftliche Notizen per OCR, was bei der Verwaltung gescannter Dokumente einen klaren Vorteil bringt.
Das Notizbuch-System mit Tags ist für Microsoft-OneNote-Wechsler vertraut, weil die Grundstruktur sich ähnelt. Neu hinzugekommen sind KI-Zusammenfassungen in bezahlten Plänen, die lange Notizen auf wesentliche Punkte verdichten. Die Kalenderintegration verbindet Notizen direkt mit Terminen in Google Calendar oder Outlook, was Evernote als zentrales Recherche- und Planungstool positioniert.
Evernote Tasks verbindet To-dos direkt mit Notizen und ermöglicht Fälligkeitsdaten, Erinnerungen und Zuweisungen innerhalb des Notizbuchs. Damit wird Evernote zu einem einfachen Aufgaben-Tracker für Einzelpersonen, ohne dass ein separates Tool benötigt wird. Microsoft OneNote bietet zwar ebenfalls To-do-Kästchen, jedoch keine native Fälligkeitsverwaltung ohne Outlook-Integration.
Das größte Manko ist der stark eingeschränkte kostenlose Plan: Seit mehreren Preiserhöhungen ist die Gratisversion auf 50 Notizen und ein einziges Notizbuch begrenzt, was sie für regelmäßige Nutzung unbrauchbar macht. Wer mehr braucht, zahlt deutlich mehr als bei Alternativen mit vergleichbarem Funktionsumfang.
Wichtige Funktionen:
- Führender Web Clipper im Marktvergleich (Webseiten vollständig erfassen)
- OCR-Suche in PDFs, Bildern und handschriftlichen Notizen
- Notizbücher und Tags mit flexibler Kategorisierung
- Kalenderintegration (Google Calendar, Outlook)
- KI-Zusammenfassung in bezahlten Plänen
- Plattformübergreifend: Web, Windows, macOS, iOS, Android
Evernote Preise
Laut offizieller Preisseite ist der kostenlose Plan auf 50 Notizen und ein Notizbuch begrenzt. Der Starter-Plan kostet €79,90 pro Jahr (ca. €6,65 pro Monat), der Advanced-Plan €199,99 pro Jahr (ca. €16,66 pro Monat). Beide Pläne sind im direkten Vergleich zu Notion, Joplin oder Obsidian teuer.
Für wen eignet sich Evernote?
Evernote lohnt sich für intensive Web-Researcher und Anwender, die viele PDFs, gescannte Dokumente und Webseiten zentral archivieren und wiederfinden wollen. Wer nur einfache Notizen schreibt, zahlt für Funktionen, die bei Notion, Joplin oder Obsidian kostenlos verfügbar sind. Angesichts der Preisentwicklung lohnt ein direkter Vergleich mit den günstigeren Alternativen, bevor ein Abonnement gebucht wird.
Stärken: Führender Web Clipper, starke OCR-Suche, plattformübergreifend ausgereift, Kalenderintegration.
Schwächen: Teuer, kostenloser Plan stark eingeschränkt, Preiserhöhungen zuletzt kritisch bewertet.
Google Keep – Beste kostenlose OneNote Alternative für schnelle Notizen

Google Keep (auf Deutsch auch als Google Notizen bekannt) ist das Gegenteil von Notion: simpel, schnell und ohne jede Kosten. Für kurze Notizen, Erinnerungen und To-do-Listen, die sich nahtlos in das Google-Ökosystem einfügen, gibt es keine direktere Lösung als diese App.
Was kann Google Keep?
Google Keep arbeitet mit einem Karten-Interface statt mit Seiten oder Notizbüchern. Jede Notiz erscheint als eigenständige Karte, die sich farblich kennzeichnen und mit Etiketten versehen lässt. Das Prinzip ist bewusst einfach gehalten und auf schnellen Zugriff ausgelegt, nicht auf tiefe Strukturierung.
Sprach-Notizen werden automatisch transkribiert, was die App auch als schnelles Diktiergerät nutzbar macht. Bilder lassen sich per OCR durchsuchen, sodass Text in Fotos und Screenshots auffindbar bleibt. Erinnerungen mit Zeit- oder Ortsauslöser verwandeln Google Notizen in einen praktischen Reminder-Dienst, der direkt mit Google Calendar verbunden ist.
Die Integration in Google Docs, Gmail und Google Calendar ist nahtlos. Wer in einem Google-Workspace-Konto arbeitet, findet Google Notizen als Seitenleiste direkt im Browser und kann Inhalte mit einem Klick in Google Docs übernehmen. Das macht die App besonders attraktiv für alle, die ohnehin täglich in der Google-Welt unterwegs sind.
Geteilte Notizen lassen sich in Echtzeit bearbeiten, was Google Notizen auch für kurze kollaborative Aufgaben wie Einkaufslisten oder einfache Team-Checklisten nutzbar macht. Die Grenzen zeigen sich bei längeren Texten: Für mehr als ein paar Absätze pro Notiz oder für strukturierte Dokumentensammlungen ist Google Keep nicht gedacht, und Microsoft OneNote bleibt in diesem Bereich überlegen.
Wichtige Funktionen:
- Karten-Interface mit Farbkodierung und Etiketten
- Sprach-Notizen mit automatischer Transkription
- OCR-Suche in Bildern und Screenshots
- Zeit- und Ortserinnerungen
- Nahtlose Integration in Google Docs, Gmail und Google Calendar
- Web, Android, iOS und Chrome-Erweiterung
Google Keep Preise
Google Notizen ist mit einem Google-Konto komplett kostenlos nutzbar. Es gibt keine Premiumversion und keine versteckten Einschränkungen im kostenlosen Angebot.
Für wen eignet sich Google Keep?
Google Keep eignet sich für Anwender im Google-Ökosystem, die kurze Notizen, Einkaufslisten, To-dos und Sprachnotizen auf Android oder im Browser festhalten wollen. Für komplexe Dokumente, strukturierte Notizbücher oder Markdown-basierte Inhalte ist Google Notizen nicht ausgelegt. Wer Windows intensiv nutzt, findet in Obsidian oder Joplin besser geeignete Alternativen zu Microsoft OneNote.
Stärken: Komplett kostenlos, tiefe Google-Integration, schnell auf mobilen Geräten, einfacher Einstieg.
Schwächen: Keine Notizbuch-Hierarchie, kein Markdown, für strukturierte Dokumente ungeeignet.
Apple Notes – Beste OneNote Alternative für iPhone und Mac

Apple Notes wird häufig unterschätzt, hat sich aber mit iOS 18 und macOS Sequoia zu einer vollwertigen Notiz-App entwickelt. Für Anwender, die ausschließlich im Apple-Ökosystem arbeiten, ist Apple Notes die überzeugendste Option, weil sie tief in das Betriebssystem integriert ist und ohne zusätzliche Kosten oder Drittanbieter-Anmeldung auskommt.
Was kann Apple Notes?
Apple Notes bietet inzwischen eine vollwertige Formatierungspalette mit Überschriften, Tabellen, Checklisten und freiem Zeichnen. Ordner lassen sich verschachteln, und Smart Folders gruppieren Notizen automatisch nach eigenen Kriterien wie Erstelldatum, Anhang oder Stichwort. Zusammenarbeit in Echtzeit ist möglich, wenn geteilte Notizen über einen iCloud-Link an andere Apple-Nutzer weitergegeben werden.
Die Mathe-Notizen-Funktion ab iOS 18 erkennt handschriftliche oder getippte Formeln und berechnet Ergebnisse direkt in der App, was Apple Notes für Studium und technische Bereiche interessant macht. Apple Intelligence fasst längere Notizen auf wesentliche Punkte zusammen und ist auf iPhone 16 sowie Apple-Silicon-Macs verfügbar. Der Document-Scanner nutzt die Kamera, um Dokumente und Visitenkarten als durchsuchbaren Text einzuscannen.
Handschriftliche Notizen per Apple Pencil auf dem iPad werden automatisch durchsucht, was Apple Notes auch als digitales Notizheft für Meetings attraktiv macht. Die Qualität der Handschrift-Erkennung hat sich mit iOS 18 deutlich verbessert und erkennt gemischte Schriften aus gedrucktem Text und Handschrift. Damit schließt Apple Notes eine Lücke zu Microsoft OneNote, das auf dem iPad lange die überzeugendere Handschrifterkennung hatte.
Apple Notes synchronisiert über iCloud und steht auf allen Apple-Geräten sofort bereit, ohne eine separate Anmeldung. Wer auf ein MacBook oder einen Mac-Rechner wechselt, findet alle Notizen automatisch auf dem neuen Gerät.
Wichtige Funktionen:
- Rich-Text-Formatierung, Tabellen, Checklisten und freie Zeichnungen
- Smart Folders mit regelbasierter Sortierung
- Zusammenarbeit in Echtzeit in geteilten Notizen
- Document Scanning mit OCR-Texterkennung
- Mathe-Notizen (iOS 18+): Formeln direkt lösen
- Apple Intelligence Zusammenfassung (iPhone 16 und Apple Silicon)
- Passwortschutz für einzelne Notizen
- Quick Note per Tastenkürzel auf dem Mac
Apple Notes Preise
Apple Notes ist mit jeder Apple-ID komplett kostenlos nutzbar. Die Synchronisation über iCloud kostet nichts extra, solange der kostenlose iCloud-Speicher (5 GB) ausreicht. Für größere Notizenmengen genügt der günstigste iCloud-Plan für €0,99 pro Monat.
Für wen eignet sich Apple Notes?
Apple Notes ist die erste Wahl für Anwender, die ausschließlich mit iPhone, iPad und Mac arbeiten und keine dritte Plattform hinzufügen wollen. Wer Windows oder Android nutzt, hat keinen Zugriff auf Apple Notes. Für plattformübergreifende Nutzung sind Joplin, Notion oder Obsidian die besseren Alternativen zu Microsoft OneNote.
Stärken: Komplett kostenlos, exzellente iCloud-Synchronisation, Apple Intelligence Integration, regelmäßige Updates mit iOS und macOS.
Schwächen: Nur für Apple-Geräte, kein Windows, kein Android, kein Markdown-Support.
Standard Notes – Beste OneNote Alternative für maximalen Datenschutz

Standard Notes ist die klare Wahl für alle, bei denen Datenschutz die oberste Priorität hat. Alle Notizen sind standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt, der Quellcode ist öffentlich einsehbar, und der Anbieter kann den Inhalt gespeicherter Notizen technisch nicht lesen.
Was kann Standard Notes?
Standard Notes hält die Oberfläche bewusst schlicht: Texteditor, verschachtelte Tags, Suchfunktion und Ordner. Die Zero-Knowledge-Architektur bedeutet, dass Verschlüsselung bei jedem Speichervorgang automatisch im Hintergrund läuft und der Anbieter selbst keinen Zugriff auf Notizinhalte hat. Das unterscheidet Standard Notes grundlegend von Microsoft OneNote, Google Keep und Evernote, bei denen der jeweilige Anbieter technisch auf Inhalte zugreifen kann.
Im kostenpflichtigen Productivity-Plan kommen mehr Editoren hinzu: Markdown-Editor, Code-Editor und Tabellensicht erweitern die Möglichkeiten erheblich. Hinzu kommen Datei-Anhänge bis 100 GB und eine erweiterte Versionsgeschichte mit 365 Tagen. Offline-Nutzung ist jedoch in allen Plänen möglich, weil die App keine dauerhafte Internetverbindung benötigt.
Die Versionsgeschichte speichert jede Fassung einer Notiz und ermöglicht es, ältere Versionen jederzeit wiederherzustellen. Das ist besonders für Anwender wertvoll, die mit wichtigen Dokumenten arbeiten und versehentliche Änderungen oder Datenverlust absichern wollen. Microsoft OneNote bietet ebenfalls eine Versionshistorie, speichert diese aber auf Microsoft-Servern ohne Verschlüsselung.
Standard Notes ist Open-Source: Der gesamte Quellcode ist öffentlich einsehbar und kann von unabhängigen Sicherheitsforschern geprüft werden. Das erhöht das Vertrauen in die Sicherheitsversprechen des Anbieters, weil keine versteckten Backdoors möglich sind. Wer generell auf sichere Verwaltung vertraulicher Daten achtet, findet in unserem 1Password-Alternative-Überblick ergänzende Empfehlungen.
Wichtige Funktionen:
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Standard bei jedem Speichervorgang
- Zero-Knowledge-Architektur (Anbieter kann Notizen nicht lesen)
- Open-Source (vollständig öffentlicher Quellcode)
- Verschachtelte Tags
- Offline-Nutzung in allen Plänen
- Plattformübergreifend: Web, Windows, macOS, Linux, iOS, Android
Standard Notes Preise
Die Basisversion ist kostenlos und enthält Texteditoren und Verschlüsselung ohne zeitliche Begrenzung. Der Productivity-Plan kostet laut offizieller Preisseite $90 pro Jahr (ca. $7,50 pro Monat) und schaltet zusätzliche Editoren, Datei-Anhänge bis 100 GB und 365 Tage Versionsgeschichte frei.
Für wen eignet sich Standard Notes?
Standard Notes ist die richtige Wahl für Anwender, die sicherstellen wollen, dass kein Dritter ihre Notizen lesen kann. Das gilt besonders für Journalisten, Juristen und alle, die mit vertraulichen Inhalten arbeiten. Für Teams oder für Anwender, die im kostenlosen Plan reichhaltige Formatierungen brauchen, ist Standard Notes zu minimalistisch.
Stärken: Stärkste Verschlüsselung im Vergleich, Open-Source, kein Vendor Lock-in, transparentes Geschäftsmodell.
Schwächen: Minimalistisch im kostenlosen Plan (kein Rich Text), kleinere Community als Notion oder Obsidian.
Welche OneNote Alternative passt zu dir?
Die passende Wahl hängt vom Anwendungsfall ab. Diese Tabelle hilft bei der Entscheidung.
| Situation | Beste Wahl |
|---|---|
| Teams und Projektmanagement | Notion |
| Komplexe Wissensverwaltung und Datenschutz | Obsidian |
| Kostenlos wechseln, Open-Source bevorzugt | Joplin |
| Web-Recherche und Dokumentenarchivierung | Evernote |
| Google Workspace, schnelle Notizen | Google Keep |
| iPhone, iPad und Mac | Apple Notes |
| Maximaler Datenschutz, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung | Standard Notes |
| Windows ohne Microsoft-Anmeldung | Joplin oder Obsidian |
| Android, kostenlos | Google Keep oder Joplin |
Ein Tipp für den Umstieg: Es müssen nicht alle alten OneNote-Notizbücher auf einmal umgezogen werden. Die meisten Anwender starten besser, wenn sie das neue Tool für alle neuen Notizen nutzen und Microsoft OneNote parallel als Archiv laufen lassen. Wer die alten Inhalte überführen möchte, exportiert OneNote zunächst als HTML oder PDF und nutzt dann den jeweiligen Importer der Ziel-App. Die meisten Alternativen bieten einen Importer oder Drittanbieter-Konverter an, wenn der Zeitpunkt für den vollständigen Wechsel kommt. Notion bietet beispielsweise einen offiziellen OneNote-Importer direkt im Einstellungsmenü an, Joplin akzeptiert ENEX-Exporte über ein Community-Plugin.
Häufige Fragen zu OneNote Alternativen
Was ist die beste kostenlose Alternative zu OneNote?
Joplin und Google Keep sind komplett kostenlos und ohne Einschränkungen nutzbar. Apple Notes ist für Apple-Nutzer ebenfalls ohne Kosten, und Obsidian ist für Privatanwender kostenlos. Wer die vollständigste kostenlose Erfahrung mit Notizbuch-Struktur, verschachtelten Ordnern und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sucht, liegt mit Joplin richtig. Wer nur schnelle Notizen und Erinnerungen braucht und im Google-Ökosystem arbeitet, wählt besser Google Keep.
Ist Notion besser als OneNote?
Für Teams und strukturierte Projekte übertrifft Notion Microsoft OneNote klar, weil Datenbankfunktionen, Kanban-Boards und Echtzeit-Kollaboration wesentlich stärker umgesetzt sind. Für handschriftliche Notizen oder den schnellen Einstieg ohne Lernkurve ist Microsoft OneNote weiterhin komfortabler. Wer bereits Office 365 abonniert hat, bekommt OneNote ohne Mehrkosten, was für viele Anwender ein Argument für den Verbleib ist.
Welche OneNote Alternative funktioniert ohne Microsoft-Konto?
Obsidian, Joplin, Google Keep und Apple Notes benötigen keine Microsoft-Anmeldung. Standard Notes arbeitet ebenfalls ohne Microsoft-Produkte. Notion erfordert eine eigene Anmeldung, aber kein Microsoft-Konto.
Gibt es eine OneNote Alternative mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?
Standard Notes und Joplin bieten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Standard bei jedem Speichervorgang. Bei Obsidian ist die Verschlüsselung im optionalen Obsidian-Sync-Dienst enthalten. Apple Notes verschlüsselt lokal auf Apple-Geräten, wobei Apple technisch Zugriff auf iCloud-Inhalte haben kann. Microsoft OneNote bietet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was für datenschutzbewusste Anwender ein entscheidendes Ausschlusskriterium ist.
Kann ich meine OneNote-Notizen in andere Apps exportieren?
OneNote exportiert Notizbücher als .ONE-Format oder als PDF. Notion bietet einen offiziellen OneNote-Importer über das Einstellungsmenü an. Für Obsidian und Joplin gibt es Drittanbieter-Konverter, die .ONE-Dateien oder exportierte HTML-Versionen in Markdown umwandeln. Am einfachsten gelingt der Wechsel zu Notion, da der offizielle Importer Struktur und Inhalte weitgehend erhält.