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Speicherplatz kaufen: Die besten Cloud-Anbieter im Vergleich

Vergleichsgrafik: Speicherplatz kaufen 2026 bei Google One, iCloud+, Dropbox, OneDrive und pCloud

Zuletzt aktualisiert:

Am schnellsten kaufst du zusätzlichen Speicherplatz genau dort, wo dein Konto bereits läuft: bei Android- und Google-Konten also Google One, bei iPhone und Mac iCloud+, für plattformübergreifende Arbeit Dropbox oder Microsoft OneDrive, oder als Einmalzahlung ohne Abo bei pCloud. 0,99 Euro im Monat markieren 2026 die günstigste Einstiegsstufe, rund 60 Euro im Monat die teuersten Mehr-Terabyte-Tarife. Ob sich ein Anbieter lohnt, entscheiden dein Gerät, deine Datenmenge und die Frage, ob dir ein Abo oder eine einmalige Zahlung lieber ist. Dieser Ratgeber stellt fünf Anbieter direkt nebeneinander, zeigt den Kaufprozess in vier konkreten Schritten und ordnet jedem Nutzertyp seinen passenden Anbieter zu.

Was bedeutet “Speicherplatz kaufen” und wann lohnt es sich?

Wer Speicherplatz kauft, schließt bei seinem Cloud-Anbieter ein kostenpflichtiges Abo ab oder zahlt einmalig, sobald das kostenlose Kontingent von meist 2 bis 15 GB nicht mehr ausreicht. Typische Auslöser dafür sind ein fehlgeschlagenes Backup, Fotos, die nicht mehr synchronisieren, oder die Meldung “Speicher ist voll” direkt auf dem Gerät.

Die kostenlosen Startguthaben unterscheiden sich stark: Google One gibt 15 GB, Microsoft OneDrive 5 GB, iCloud 5 GB und Dropbox nur 2 GB. Wer mehrere Geräte über ein Konto synchronisiert oder regelmäßig Fotos und Videos sichert, stößt an diese Grenzen meist innerhalb weniger Monate. Ein bezahlter Tarif lohnt sich dann eher als das ständige Löschen alter Dateien, weil du sonst laufend Zeit für Aufräumarbeiten verlierst und im Ernstfall wichtige Backups fehlen.

Die besten Anbieter für zusätzlichen Speicherplatz im Vergleich

Die Grafik vergleicht Startpreis, Speicherplatz und Abrechnungsmodell von fünf Cloud-Anbietern für 2026.
Alle fünf Anbieter mit Startpreis, größtem Tarif und Abrechnungsmodell auf einen Blick, Stand September 2026.

Google One startet am günstigsten mit 1,99 € im Monat für 100 GB, während iCloud+ mit 0,99 € für 50 GB die niedrigste Einstiegshürde hat. Für große Datenmengen bietet Apple mit bis zu 12 TB für 59,99 € im Monat die größte Kapazität unter den Abo-Modellen, pCloud kommt mit einer Einmalzahlung von 1.190 € für 10 TB ganz ohne laufendes Abo aus. Stand: September 2026, alle Preise direkt bei den Anbietern geprüft.

Screenshot der Google One Preisseite mit den aktuellen Speicherplatz-Tarifen auf Deutsch.
Die Tarifübersicht von Google One, dem günstigsten Einstieg in bezahlten Cloud-Speicher. (Quelle: Google)
AnbieterStartpreis bezahltGrößter TarifPreis größter TarifAbrechnungsmodellKostenloser Einstieg
Google One1,99 €/Monat (100 GB)5 TB21,99 €/MonatAbo, monatlich oder jährlich15 GB
iCloud+0,99 €/Monat (50 GB)12 TB59,99 €/MonatAbo, nur monatlich5 GB
Dropbox5,99 €/Monat (500 GB)2 TB (Plus/Family)9,99 €/Monat (Plus, Jahresabrechnung) bzw. 16,99 €/Monat (Family)Abo, monatlich oder jährlich2 GB
Microsoft OneDrive/3651,99 €/Monat (100 GB)6 x 1 TB (Family)10,00 €/MonatAbo, monatlich oder jährlich5 GB
pCloud199 € einmalig (500 GB)10 TB1.190 € einmaligEinmalzahlung (Lifetime)nicht live verifiziert

Bei Google One steigt mit jeder Tarifstufe zusätzlich das Nutzungslimit für die Gemini-KI, eine Einmalkauf-Option gibt es bei Google aber nicht, nur laufende Abos. iCloud+ bindet Zusatzfunktionen wie Private Relay und Hide My Email in jeden bezahlten Tarif ein, bietet aber anders als Google und Dropbox kein Jahresabo, du zahlst ausschließlich monatlich. Mehr Details zu den einzelnen iCloud-Tarifen findest du im ausführlichen iCloud-Kosten-Vergleich. Dropbox berechnet die günstigsten Einstiegstarife nur bei Jahresabrechnung und splittet Privat- und Team-Tarife klar, die komplette Aufschlüsselung inklusive versteckter Kosten steht im Dropbox-Kosten-Ratgeber. Microsoft OneDrive lohnt sich vor allem im Bundle mit Microsoft 365, weil du dann zusätzlich Word, Excel und Outlook bekommst, die einzelnen Tarife und Studentenrabatte erklärt der OneDrive-Kosten-Vergleich im Detail. pCloud unterscheidet sich am stärksten vom Rest: Die Lifetime-Tarife sind teurer in der Anschaffung, fallen aber danach komplett weg, kein Abo, keine wiederkehrende Rechnung.

Screenshot der pCloud Preisseite mit den Lifetime-Tarifen als Einmalzahlung.
pCloud verkauft Speicherplatz als einmalige Lifetime-Zahlung statt als laufendes Abo. (Quelle: pCloud)

Kurzprofile: Was jeder Anbieter zusätzlich bietet

  • Google One: Der Speicher wird direkt mit Google Fotos, Gmail und Google Drive geteilt, sodass ein Konto für alle drei Dienste reicht. Die App ist auf Android-Geräten vorinstalliert, lässt sich aber auch separat aus dem Play Store laden, und ist ebenso als Google Drive App auf dem iPhone nutzbar.
  • iCloud+: Zusätzlich zum reinen Speicher bekommst du Private Relay, Hide My Email und die Möglichkeit, HomeKit-Kamera-Aufnahmen zu sichern, alles ohne Aufpreis in jedem bezahlten Tarif enthalten.
  • Dropbox: Punktet bei plattformübergreifender Dateifreigabe mit externen Personen, auch ohne dass diese selbst ein Dropbox-Konto besitzen.
  • Microsoft OneDrive/365: Ab dem Personal-Tarif ist Microsoft 365 mit Word, Excel, PowerPoint und Outlook im Preis enthalten, kein Einzelkauf der Office-Apps nötig.
  • pCloud: Einziger der fünf Anbieter mit einer echten Einmalzahlung fürs ganze Nutzungsleben und mit einem nativen Linux-Desktop-Client, den sonst keiner der verglichenen Dienste anbietet.

So kaufst du Speicherplatz in 4 Schritten

Vier Schritte zum Kauf von zusätzlichem Cloud-Speicherplatz als Ablaufgrafik dargestellt.
So läuft der Kauf bei den meisten Anbietern ab, von den Kontoeinstellungen bis zur bestätigten Zahlung.

Der Kaufprozess kostet dich nur wenige Minuten und startet je nach Anbieter schon ab 0,99 € im Monat, die vier Schritte laufen bei allen Abo-Anbietern fast identisch ab, unabhängig davon, für welchen du dich entscheidest.

  1. Öffne die Einstellungen deines Kontos: bei Google die Google-One-App, bei Apple die iCloud-Einstellungen im iPhone oder Mac, bei Dropbox oder Microsoft die Kontoseite im Browser.
  2. Rufe die Speicherverwaltung oder den Abo-Bereich auf und vergleiche die angezeigten Tarife direkt im Konto. Google beschreibt diesen Ablauf im Detail in seiner eigenen Support-Anleitung zum Speicherkauf.
  3. Wähle die gewünschte Tarifstufe und die Zahlungsweise, monatlich oder jährlich, sofern der Anbieter beides anbietet.
  4. Bestätige die Zahlungsmethode. Der zusätzliche Speicher steht in der Regel sofort zur Verfügung, spätestens aber innerhalb weniger Minuten.

Ein Wechsel der Tarifstufe ist bei allen vier Anbietern jederzeit möglich, ein Downgrade greift meist erst zum Ende der aktuellen Abrechnungsperiode. Bei einem Upgrade während der laufenden Periode wird die Differenz meist automatisch anteilig berechnet, sodass du nicht doppelt zahlst.

Welcher Anbieter passt zu dir? Kaufentscheidung nach Gerät und Nutzung

Screenshot der Apple iCloud+ Produktseite mit der Geräte- und App-Integration.
iCloud+ bindet Fotos, Nachrichten und Backups direkt ins Apple-Ökosystem ein. (Quelle: Apple)

iPhone- und Mac-Nutzer wählen iCloud+, Android- und Google-Nutzer wählen Google One, Team- oder Windows-Umgebungen wählen Dropbox oder Microsoft 365: Das Gerät entscheidet zuerst, der Preis erst danach, weil jeder Dienst nur im eigenen Ökosystem automatisch mitläuft.

  • iPhone oder Mac: iCloud+ synchronisiert automatisch mit Fotos, Nachrichten und Backups, ein Umweg über eine App entfällt komplett. Details im iCloud-Kosten-Vergleich.
  • Android oder Google Workspace: Google One ist die naheliegende Wahl, weil Fotos, Gmail und Drive denselben Speicher teilen und die App bereits vorinstalliert ist.
  • Team-Arbeit oder Windows-Umgebung: Dropbox oder Microsoft 365 eignen sich am besten, wenn mehrere Personen an denselben Dateien arbeiten. Microsoft 365 lohnt sich zusätzlich, wenn du ohnehin Office-Programme brauchst, siehe den OneDrive-Kosten-Vergleich, Dropbox punktet mit einfacherer plattformübergreifender Freigabe, siehe den Dropbox-Kosten-Ratgeber.
  • Kein Abo, dafür einmalig zahlen: pCloud passt, wenn du eine wiederkehrende Rechnung grundsätzlich vermeiden willst und bereit bist, den höheren Einstiegspreis auf einmal zu zahlen.
  • Linux-Nutzer: pCloud ist der einzige der fünf verglichenen Anbieter mit einem nativen Linux-Desktop-Client, Dropbox bietet laut eigener Angabe aktuell nur noch Apps für macOS und Windows an, Google One, iCloud+ und OneDrive haben ohnehin keinen offiziellen Linux-Client.
  • Gemischter Geräte-Park (Mac, Windows und Android parallel): Hier verliert die Ein-Ökosystem-Logik ihren Vorteil, dann zählt vor allem, welcher Dienst plattformübergreifend am einfachsten Dateien teilt. Dropbox und Google One haben dabei die breiteste App-Abdeckung über alle drei Plattformen hinweg.

Monatlich oder jährlich zahlen: Was spart wirklich?

Ein Jahresabo spart bei den meisten Anbietern zwischen 15 und 20 Prozent gegenüber der monatlichen Zahlung, nur bei iCloud+ gibt es diese Option gar nicht. Google One nennt für seine Jahrestarife ausdrücklich eine Ersparnis von bis zu 16 Prozent gegenüber der Monatszahlung. Bei Microsoft 365 Family sinkt der Effektivpreis von 120 Euro im Jahr bei Monatszahlung auf 99,99 Euro bei Jahresabrechnung, eine Ersparnis von rund 17 Prozent, umgerechnet also etwa 20 Euro im Jahr. Dropbox Plus kostet bei Jahresabrechnung 9,99 Euro im Monat, die reine Monatszahlung ohne Jahresbindung liegt beim Anbieter höher.

Eine Ausnahme ist iCloud+: Apple bietet aktuell kein Jahresabo an, alle Tarife werden ausschließlich monatlich abgerechnet, ein Sparpotenzial über die Laufzeit entfällt hier komplett. Wer viel wechselt oder eine Cloud nur für ein paar Monate braucht, etwa während eines Umzugs oder eines größeren Projekts, fährt mit der Monatszahlung trotzdem besser, auch wenn sie pro Monat teurer ist, weil eine Jahresbindung bei vorzeitiger Kündigung normalerweise nicht anteilig erstattet wird. Bei Google One und Microsoft 365 lohnt sich die Jahresrechnung dagegen fast immer, sobald absehbar ist, dass der Speicher länger als sechs bis acht Monate gebraucht wird, weil sich die Ersparnis dann bereits ausgleicht.

Cloud-Speicher kaufen oder lokale Festplatte? Kurzer Kostenvergleich

Die günstigsten Cloud-Tarife kosten umgerechnet rund 2 Cent pro Gigabyte und Monat, Google One und iCloud+ liegen mit 1,99 Euro für 100 GB beziehungsweise 0,99 Euro für 50 GB fast identisch bei diesem Wert. Eine externe Festplatte kostet pro Gigabyte dagegen nur einmalig und danach nichts mehr, dafür fehlen ihr die Vorteile, für die Cloud-Speicher eigentlich gekauft wird: kein automatischer Zugriff von mehreren Geräten gleichzeitig, kein automatisches Backup im Hintergrund und kein Schutz, falls sie kaputtgeht, verloren geht oder gestohlen wird.

Ein Cloud-Abo kostet über die Zeit mehr, sichert Dateien aber automatisch, synchronisiert sie über alle Geräte hinweg und bleibt auch bei einem Geräteschaden erhalten. Für reine Archivierung ohne Zugriffsbedarf, etwa alte Projektdaten oder Videomaterial, das nur einmal im Jahr gebraucht wird, ist eine Festplatte meist die günstigere Lösung. Für aktiv genutzte Dateien mit Backup-Anspruch, etwa laufende Arbeitsdokumente, Fotos vom Smartphone oder geteilte Projektordner, lohnt sich das Cloud-Abo trotz der laufenden Kosten, weil ein Festplattenausfall ohne zusätzliches Backup die Daten unwiederbringlich löschen kann. In der Praxis kombinieren viele Nutzer beides: die Cloud für aktive, synchronisierte Dateien, die Festplatte als zusätzliches Backup für alles, was selten gebraucht wird.

Häufige Fragen (FAQ) zum Speicherplatz kaufen

Kann ich Speicherplatz kaufen, ohne ein Abo abzuschließen?

Ja, pCloud verkauft Speicherplatz auch als Einmalzahlung ohne laufendes Abo, alle anderen hier verglichenen Anbieter arbeiten ausschließlich mit Abo-Modellen.

Was passiert mit meinen Dateien, wenn ich kündige?

Nach einer Kündigung schrumpft dein Speicher meist auf die kostenlose Basisstufe zurück, überzählige Dateien bleiben eine Zeit lang schreibgeschützt erhalten, werden aber bei fortgesetzter Überschreitung nach und nach nicht mehr synchronisiert. Sichere wichtige Dateien vor der Kündigung lokal, um Datenverlust zu vermeiden.

Lohnt sich der günstigste Anbieter wirklich?

Der günstigste Einstiegstarif lohnt sich nur, wenn er zu deinem Gerät passt. iCloud+ ist mit 0,99 Euro zwar am billigsten, bringt einem Android-Nutzer aber keinen praktischen Vorteil, weil die Synchronisation auf Apple-Geräte ausgelegt ist.

Kann ich zwischen Anbietern wechseln?

Ja, ein Wechsel ist jederzeit möglich, du musst deine Dateien dabei aber manuell herunterladen und beim neuen Anbieter wieder hochladen, eine direkte Übertragung zwischen Cloud-Diensten bieten die verglichenen Anbieter nicht an.

Ist ein Jahresabo immer günstiger?

Nein, bei den meisten Anbietern spart ein Jahresabo 15 bis 20 Prozent, bei iCloud+ gibt es dagegen gar kein Jahresabo, sodass sich die Frage dort nicht stellt.

Was tun, wenn der Speicherplatz trotz Kauf voll ist?

Prüfe zuerst, ob alte Backups, doppelte Fotos oder gelöschte Dateien im Papierkorb noch Platz belegen, viele Anbieter zeigen eine Aufschlüsselung der Speichernutzung direkt in den Kontoeinstellungen an, Google beschreibt das eigene Vorgehen dazu in der Speicher-Hilfe. Reicht das Aufräumen nicht aus, ist ein Upgrade auf die nächsthöhere Tarifstufe meist günstiger als ein zweites Abo bei einem anderen Anbieter.

Kann ich Speicherplatz für mehrere Personen gemeinsam nutzen?

Ja, sowohl Google One als auch Microsoft 365 Family und Dropbox Family lassen sich mit mehreren Personen teilen, jede Person bekommt dabei ein eigenes Kontingent innerhalb des gemeinsamen Tarifs. Bei iCloud+ heißt diese Funktion Familienfreigabe und funktioniert genauso, ohne dass jede Person einen eigenen Tarif kaufen muss.

Max Benz

Über den Autor

Max Benz

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten. Als Gründer von letsbecrazy.de hilft er Menschen, smarter zu arbeiten und mehr vom Leben zu haben.