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Die ADAC Mitgliedschaft kostet 2026 zwischen 54 und 139 Euro im Jahr, je nach Tarif. Ab 2027 werden daraus 64 bis 174 Euro, denn der ADAC hat auf seiner Hauptversammlung am 23. Mai 2026 in Speyer die größte Beitragserhöhung seiner Geschichte beschlossen. Wer jetzt Mitglied ist oder werden will, sollte die neuen Zahlen, die Familientarife und ein paar wirklich versteckte Kostenfallen kennen, bevor die erste Rechnung mit dem neuen Betrag im November 2026 im Briefkasten liegt.
Was kostet die ADAC Mitgliedschaft 2026?
Aktuell zahlen Einzelmitglieder 54 Euro für die Basis-Mitgliedschaft, 94 Euro für ADAC Plus und 139 Euro für ADAC Premium im Jahr. Dazu kommen drei kostenlose oder günstige Jugendtarife, die kaum jemand kennt: der ADAC starter-Tarif für Mofa- und Rollerfahrer sowie BF17-Teilnehmer ist komplett kostenlos, der ADAC young driver-Tarif für frischgebackene Führerscheininhaber ist im ersten Jahr ebenfalls gratis und kostet danach 29 Euro, und der ADAC young traveller-Tarif für junge Reisende ohne eigenes Auto liegt konstant bei 29 Euro im Jahr.
| Tarif | Preis 2026 (aktuell) |
|---|---|
| ADAC Basis | 54 Euro |
| ADAC Plus | 94 Euro |
| ADAC Premium | 139 Euro |
| ADAC starter | 0 Euro |
| ADAC young driver | 0 Euro im ersten Jahr, danach 29 Euro |
| ADAC young traveller | 29 Euro |
Für Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 50 sowie für Auszubildende unter 25 Jahren gibt es zudem einen reduzierten Beitrag von 41 Euro im Jahr. Der Rabatt gilt nur für das Hauptmitglied, nicht für mitversicherte Familienangehörige.
Was ist im ADAC Basis-, Plus- und Premium-Tarif enthalten?
Der große Unterschied zwischen den drei Haupttarifen liegt nicht nur beim Preis. Entscheidend ist der geografische Schutzbereich. ADAC Basis deckt Pannen- und Unfallhilfe nur innerhalb Deutschlands ab. ADAC Plus erweitert diesen Schutz auf ganz Europa inklusive der Anliegerstaaten des Mittelmeers, während ADAC Premium weltweit greift, also auch in den USA oder in Australien.
Neben der reinen Reichweite unterscheiden sich die Tarife bei einer Reihe konkreter Leistungen, die im Ernstfall bares Geld wert sind.
| Leistung | Basis | Plus | Premium |
|---|---|---|---|
| Pannenhilfe-Gebiet | Deutschland | Europa + Mittelmeer-Anliegerstaaten | Weltweit |
| Kranken-Rücktransport | Nein | Ja | Ja, weltweit |
| Ersatzwagen nach Panne | Nein | Ja, bis zu 7 Tage | Ja, bis zu 7 Tage |
| Wunschwerkstatt-Transport (bis 100 km) | Nein | Nein | Ja |
| Schlüsseldienst-Nothilfe | Nein | Nein | Ja, bis 300 Euro |
| Unfall-Soforthilfe | Nein | 3.000 Euro | 10.000 Euro |
Wer nur in Deutschland unterwegs ist und selten längere Strecken fährt, kommt mit Basis meist aus. Für Auslandsfahrten reicht das nicht. Sobald regelmäßig Auslandsfahrten anstehen oder ein Ersatzwagen im Pannenfall wichtig ist, lohnt sich der Sprung zu Plus, und Premium zahlt sich vor allem für Vielfahrer und Fernreisende aus, die weltweiten Schutz und die Wunschwerkstatt-Option nutzen wollen.
Wie stark steigen die ADAC Beiträge ab 2027?
Ab dem 1. Januar 2027 steigt die Basis-Mitgliedschaft von 54 auf 64 Euro, ADAC Plus von 94 auf 114 Euro und ADAC Premium von 139 auf 174 Euro. Das entspricht einer Erhöhung von 18 Prozent bei Basis, 21 Prozent bei Plus und 25 Prozent bei Premium, im Schnitt also rund 20 Prozent für mehr als 22 Millionen Mitglieder.
| Tarif | Preis 2026 | Preis ab 2027 | Erhöhung |
|---|---|---|---|
| ADAC Basis | 54 Euro | 64 Euro | 18 % |
| ADAC Plus | 94 Euro | 114 Euro | 21 % |
| ADAC Premium | 139 Euro | 174 Euro | 25 % |
Beschlossen wurde die Anpassung von den Delegierten auf der ADAC-Hauptversammlung am 23. Mai 2026 in Speyer. Als Begründung nennt der Automobilclub sechs Jahre ohne jede Beitragsanpassung bei gleichzeitig deutlich gestiegenen Kosten für Personal, Energie, Ersatzteile sowie Abschlepp- und Werkstattleistungen. Die ersten Rechnungen mit dem neuen Beitrag sollen ab Mitte November 2026 verschickt werden, wirksam wird die Erhöhung zum 1. Januar 2027.

Was kostet die ADAC Familienmitgliedschaft?
Wer Partner oder erwachsene Kinder mitversichern will, zahlt einen Aufschlag pro Person, der je nach Tarif unterschiedlich hoch ausfällt. Kinder unter 18 Jahren sind in jedem Tarif automatisch kostenlos mitversichert.
| Tarif | Aufschlag Partner / Kind (18-23 Jahre) | Maximaler Familienbeitrag |
|---|---|---|
| ADAC Basis | 25 Euro pro Person | 104 Euro im Jahr |
| ADAC Plus | 35 Euro pro Person | 164 Euro im Jahr |
| ADAC Premium | 50 Euro pro Person | 239 Euro im Jahr |
Der Familienbeitrag ist gedeckelt: Ab dem dritten zahlenden Mitglied im selben Haushalt greift automatisch der Maximalbetrag, egal wie viele Personen tatsächlich mitversichert sind. Für eine vierköpfige Familie mit Premium-Schutz zahlt man also nicht mehr als 239 Euro im Jahr, nicht 139 plus dreimal 50 Euro.
Welche versteckten Kosten hat die ADAC Mitgliedschaft?
Die größte versteckte Kostenfalle liegt nicht im Mitgliedsbeitrag selbst, sondern in Verträgen, die viele Mitglieder fälschlicherweise für Teil der Mitgliedschaft halten. Eine ADAC-Kreditkarte oder eine Versicherung, die über den ADAC abgeschlossen wurde, ist ein eigenständiger Vertrag. Kündigt man nur die Mitgliedschaft, läuft die Kreditkarte oder Versicherung ganz normal weiter und muss separat gekündigt werden.
- Familienbeitrag: ab dem dritten Mitglied im Haushalt greift der Deckel automatisch, einzelne Zusatzpersonen können den Beitrag aber bis dahin schrittweise erhöhen.
- Mahngebühr: bei Zahlungsverzug per Nachnahme oder Inkasso trägt das Mitglied die Nachnahmekosten plus einen pauschalen Aufwendungsersatz von 1,02 Euro.
- Vergünstigter Tarif nur für das Hauptmitglied: der reduzierte Beitrag von 41 Euro für Menschen mit Behinderung oder Azubis unter 25 gilt nicht für mitversicherte Familienmitglieder.
- Verpasste Kündigungsfrist: wird die reguläre Frist verpasst, verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch um ein volles Beitragsjahr, ohne anteilige Erstattung.
- Verlinkte Verträge: ADAC-Kreditkarte und über den ADAC abgeschlossene Versicherungen enden nicht automatisch mit der Mitgliedschaft und müssen einzeln gekündigt werden.
Keine dieser Kosten steht prominent auf der Preisseite des ADAC, sie tauchen erst auf, wenn man die Vertragsbedingungen oder die Rechnung genauer liest. Wer seine Mitgliedschaft plant oder gerade überdenkt, sollte diese fünf Punkte deshalb vor der nächsten Beitragsperiode gegenchecken.
Wie und wann kann ich die ADAC Mitgliedschaft wegen der Beitragserhöhung kündigen?
Wegen der Beitragserhöhung steht Mitgliedern ein Sonderkündigungsrecht zu. Wer der Anpassung widersprechen will, kann innerhalb von sechs Wochen nach Bekanntgabe der Erhöhung, praktisch also nach Erhalt der ersten Rechnung mit dem neuen Betrag ab Mitte November 2026, außerordentlich kündigen. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und sollte ausdrücklich auf die Beitragsanpassung verweisen, damit der ADAC sie eindeutig zuordnen kann.
Außerhalb dieses Sonderrechts gilt die normale Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende der Beitragsperiode. Bei einer Mitgliedschaft im Kalenderjahr muss die Kündigung also bis zum 30. September beim ADAC eingehen, damit sie zum 31. Dezember wirksam wird.
- Schritt 1: Rechnung mit dem neuen Beitrag ab Mitte November 2026 abwarten oder die offizielle Ankündigung der Erhöhung als Stichtag nehmen.
- Schritt 2: innerhalb von sechs Wochen schriftlich kündigen und ausdrücklich auf die Beitragsanpassung verweisen.
- Schritt 3: schriftliche Bestätigung der Kündigung vom ADAC einfordern und aufbewahren.
- Schritt 4: separat abgeschlossene ADAC-Kreditkarte oder ADAC-Versicherungen einzeln kündigen, falls gewünscht.
- Schritt 5: bei einer regulären Kündigung ohne Bezug zur Erhöhung die 30.-September-Frist für ein Jahresende zum 31. Dezember im Blick behalten.
Wer den erhöhten Beitrag ab 2027 grundsätzlich in Kauf nehmen will, muss nichts tun, die Mitgliedschaft läuft automatisch mit dem neuen Betrag weiter. Wer die Kosten scheut, aber Pannenschutz weiterhin braucht, kann vor der Kündigung prüfen, ob ein günstigerer Tarif wie ADAC Basis statt Premium die eigentlich benötigte Absicherung schon abdeckt, oder sich günstigere Alternativen zum ADAC ansehen.
Häufige Fragen zu den ADAC Kosten
Was kostet die ADAC Basis-Mitgliedschaft aktuell?
Die ADAC Basis-Mitgliedschaft kostet 2026 54 Euro im Jahr für ein Einzelmitglied und deckt Pannen- und Unfallhilfe innerhalb Deutschlands ab. Ab 2027 steigt der Beitrag auf 64 Euro.
Ist die Beitragserhöhung ab 2027 schon endgültig beschlossen?
Ja, die Delegierten haben die Erhöhung auf der ADAC-Hauptversammlung am 23. Mai 2026 in Speyer beschlossen. Die neuen Preise gelten ab dem 1. Januar 2027, die ersten Rechnungen mit dem höheren Betrag verschickt der ADAC ab Mitte November 2026.
Kann ich wegen der Preiserhöhung kostenlos kündigen?
Ja, wegen der Beitragserhöhung besteht ein Sonderkündigungsrecht ohne zusätzliche Kosten, das innerhalb von sechs Wochen nach Erhalt der neuen Rechnung schriftlich genutzt werden kann. Außerhalb dieser Frist gilt die normale dreimonatige Kündigungsfrist zum Ende der Beitragsperiode.
Was kosten die ADAC Jugendtarife?
Der ADAC starter-Tarif ist komplett kostenlos, der ADAC young driver-Tarif ist im ersten Jahr gratis und kostet danach 29 Euro, und der ADAC young traveller-Tarif liegt konstant bei 29 Euro im Jahr. Alle drei richten sich an junge Fahrerinnen und Fahrer beziehungsweise Reisende ohne eigenes Auto.
Was ist der Unterschied zwischen ADAC Plus und ADAC Premium?
ADAC Plus schützt europaweit inklusive der Mittelmeer-Anliegerstaaten und bietet bis zu sieben Tage Ersatzwagen nach einer Panne, während ADAC Premium weltweiten Schutz, einen Wunschwerkstatt-Transport bis 100 Kilometer und eine höhere Unfall-Soforthilfe von 10.000 Euro bietet.