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Zwift ist mit Abstand die bekannteste App fürs Indoor-Cycling, aber nicht die einzige. Wer weniger zahlen, mehr Realismus in den Strecken oder ein strukturierteres Training will, findet mehrere ernsthafte Alternativen. Die kurze Antwort vorab: MyWhoosh ist die beste kostenlose Option, Rouvy überzeugt mit gefilmten Original-Strecken, und TrainerRoad ist die richtige Wahl, wer sein Training wissenschaftlich planen will. Eine Alternative, die in vielen älteren Vergleichen noch auftaucht, RGT Cycling beziehungsweise Wahoo X, gibt es in dieser Form nicht mehr, dazu weiter unten mehr.
Das Grundprinzip ist bei allen Apps in diesem Vergleich gleich: Ein Smarttrainer oder eine Speed-Kadenz-Kombination verbindet sich per ANT+ oder Bluetooth mit dem Smartphone, Tablet oder PC, während man auf dem eigenen Rad fährt. Die App übersetzt Tretleistung und Steigungsprofil der virtuellen oder gefilmten Strecke in Widerstand am Trainer, der Avatar oder das Video bewegt sich entsprechend vorwärts. Der Unterschied zwischen den Apps liegt vor allem darin, ob sie auf gerenderte 3D-Welten mit Community und Rennen setzen, auf real abgefilmte Strecken, oder auf reines strukturiertes Training ohne Spielelemente. Wer nicht nur drinnen, sondern auch draußen unterwegs ist, findet in unserem Vergleich der Fahrrad-Apps weitere passende Begleiter für die Straße.
Alle Preise und Funktionen in diesem Artikel wurden im September 2026 direkt bei den Anbietern geprüft, Abo-Preise ändern sich bei diesen Apps öfter als man denkt.

Zwift-Alternativen im Vergleich: die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Die folgende Tabelle zeigt alle relevanten Alternativen mit Preis, kostenloser Version und Testphase auf einen Blick. Die Details zu jeder App folgen im nächsten Abschnitt.
| App | Preis pro Monat | Preis pro Jahr | Kostenlose Version | Testphase |
|---|---|---|---|---|
| Zwift | 19,99 € | 199,99 € (16,67 €/Monat) | Nein | 14 Tage (nur Monatsabo) |
| MyWhoosh | 0,00 € | 0,00 € | Ja, komplett kostenlos | Nicht nötig |
| Rouvy | ab 19,99 € (Single) | 179,99 € (Single) | Ja, 20 km/Monat | 7 Tage |
| TrainerRoad | ca. 19 € (21,99 $) | ca. 182 € (209,99 $) | Nein | 30 Tage Geld-zurück |
| FulGaz | ca. 13 € (21,99 A$) | ca. 107 € (179,88 A$, inkl. Familienaccount) | Nein | 14 Tage |
| BKOOL | ca. 11 € | ca. 110 € (Familienplan 129 €/Jahr für 3) | Nein | 30 Tage |
| Kinomap | 11,99 € | 89,99 € | Nein | siehe Anbieter |
Preise für TrainerRoad sind in US-Dollar und für FulGaz in australischen Dollar angegeben, die Euro-Beträge sind gerundete Umrechnungen und schwanken mit dem Wechselkurs.
Die besten Zwift-Alternativen im Detail
Jede dieser Apps verfolgt einen etwas anderen Ansatz als Zwift, von komplett kostenlos bis auf wissenschaftliches Training spezialisiert.
MyWhoosh: die beste kostenlose Alternative
MyWhoosh ist komplett kostenlos und trotzdem funktional auf Augenhöhe mit den bezahlten Apps. Die Plattform läuft auf Windows, Mac, Tablets und Smartphones, verbindet sich per ANT+ oder Bluetooth mit Smarttrainern und bietet 12 virtuelle Welten, darunter reale Orte und Fantasy-Umgebungen. Über 350 vorgefertigte Workouts decken alle Trainingslevel ab, dazu kommen automatisch generierte Trainingspläne basierend auf Zielen und verfügbarer Zeit.
Wer Wert auf Community und Wettkampf legt, findet bei MyWhoosh Gruppenfahrten, Eliminierungsrennen und den Sunday Race Club, bei dem ambitionierte Fahrer um Preisgeld antreten. MyWhoosh ist außerdem offizieller UCI-Partner für virtuelle Rennen. Praktisch für den Umstieg: Eine Datenmigrations-Funktion erlaubt es, Profil-Rating und Level aus anderen Indoor-Cycling-Apps zu übertragen, sofern man entsprechende Nachweise einreicht. Bei Verbindungsabbrüchen springt ein Offline-Modus ein, sodass die Fahrt weiterläuft und der Fortschritt später wiederhergestellt werden kann. Der einzige Haken: Ohne monatliche Kosten verdient sich Zwift-typische Motivation über Community und Gamification eher zweitrangig, wer die riesige Zwift-Community sucht, wird bei MyWhoosh eine kleinere Nutzerbasis vorfinden.

Rouvy: realistische Streckenvideos statt virtueller Welten
Rouvy setzt auf abgefilmte reale Strecken statt gerenderter 3D-Welten, über 7.000 Kilometer Videomaterial von echten Straßen und Pässen. Die Steigung wird automatisch mit dem Trainer synchronisiert, sodass sich Anstiege real anfühlen. Rouvy bietet drei Abo-Stufen: Single für 19,99 €/Monat, Duo für 29,99 €/Monat und Group für 59,99 €/Monat, im Jahresabo kostet der Single-Plan 179,99 €.
Wichtig für preisbewusste Einsteiger: Rouvy hat eine kostenlose Version mit 20 Kilometern Fahrleistung pro Monat plus Zugang zu Challenges und Events, ohne unbegrenzte Strecken oder Abo-Vorteile. Alle bezahlten Pläne beinhalten eine 7-tägige kostenlose Testphase. Der Duo- und Group-Plan lohnt sich für Paare oder kleine Trainingsgruppen, die sich ein Konto mit mehreren gleichzeitigen Logins teilen wollen, statt einzeln zu zahlen.

TrainerRoad: wissenschaftlicher Ansatz statt Gamification
TrainerRoad verzichtet komplett auf virtuelle Welten und Avatare und konzentriert sich stattdessen auf strukturiertes, datengetriebenes Training. Die App erstellt individuelle Trainingspläne basierend auf Leistungstests und passt sie adaptiv an den tatsächlichen Fortschritt an. Wer lieber Zahlen und Trainingsanalyse als virtuelle Rennstrecken will, ist hier richtig.
Das Monatsabo kostet 21,99 US-Dollar, das Jahresabo 209,99 US-Dollar, was gegenüber der monatlichen Zahlung 54 US-Dollar spart. Statt einer klassischen Testphase bietet TrainerRoad eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie, man kann also risikofrei ausprobieren und im ersten Monat jederzeit kündigen. Für Vielfahrer mit klarem Saisonziel, etwa einem Gran Fondo oder einer ersten Rennlizenz, ist der Verzicht auf virtuelle Ablenkung meistens ein Vorteil und kein Nachteil.
FulGaz: 4K-Videostrecken für Streckenfans
FulGaz konzentriert sich, ähnlich wie Rouvy, auf gefilmte statt gerenderte Strecken, allerdings in besonders hoher 4K-Qualität. Die Abrechnung läuft über australische Dollar: Das Monatsabo kostet 21,99 A$ (umgerechnet etwa 13 €), das Jahresabo mit inklusive Gratis-Familienaccount kommt auf umgerechnet rund 9 €/Monat (14,99 A$). Eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte ist bei jedem Plan inbegriffen.
BKOOL: Trainingsplattform mit Familienoption
BKOOL bietet nutzergenerierte Strecken ohne feste Obergrenze und ein Premium-Abo für rund 11 €/Monat beziehungsweise etwa 110 €/Jahr. Besonders für Haushalte mit mehreren Fahrern interessant: Der Familienplan erlaubt drei Personen für zusammen 129 €/Jahr. Die 30-tägige kostenlose Testphase ist die längste im gesamten Vergleich.
Kinomap: Multisport-Plattform mit Familienrabatt
Kinomap deckt neben Radfahren auch Laufen und Rudern ab und eignet sich damit für Haushalte mit unterschiedlichen Trainingsgeräten. Das Monatsabo kostet 11,99 €, im Jahresabo sinkt der Preis auf 89,99 €. Weitere Familienmitglieder lassen sich für 8 €/Monat pro Person hinzufügen, was Kinomap zur günstigsten Mehrpersonen-Option in diesem Vergleich macht.
Was ist mit RGT Cycling und Wahoo X passiert?

Wahoo hat RGT Cycling am 31. Oktober 2023 eingestellt. Viele ältere Zwift-Vergleiche, auch aktuell noch online, listen RGT beziehungsweise das Abo-Paket Wahoo X weiterhin als kaufbare Alternative, das stimmt seit Ende 2023 nicht mehr.
Wahoo hat sein Software-Team stattdessen auf die Wahoo App und Wahoo SYSTM konzentriert. Im August 2026 hat Wahoo sein Abo-Modell nochmal überarbeitet und bietet jetzt drei Stufen an: Free (0 €) mit Gerätemanagement und Aktivitätsaufzeichnung, Core (4,99 €/Monat) mit Trainingsanalysen wie Fitness Score und Dimensional Training Load, und Pro (17,99 €/Monat) mit vollem Zugriff auf die SYSTM-Workout-Bibliothek und geführten Trainingsplänen. Eine direkte Fortsetzung von RGTs virtueller Strecken-Welt im Zwift-Stil gibt es aktuell nicht, wer eine reine Streckensimulation sucht, sollte stattdessen zu Rouvy oder FulGaz greifen.
Zwift oder Rouvy: was ist besser?
Zwift gewinnt bei Community-Größe und Gamification: Levelaufstiege, virtuelle Ausrüstung und Gruppenfahrten mit tausenden gleichzeitig aktiven Fahrern motivieren viele Nutzer langfristig. Rouvy punktet dagegen mit echten, abgefilmten Streckenverläufen statt einer gerenderten 3D-Welt und einem günstigeren Einstieg über die kostenlose 20-Kilometer-Version.
Zwift lohnt sich für alle, die auf sozialen Antrieb, Rennen und ein großes Community-Ökosystem Wert legen. Rouvy ist die bessere Wahl für alle, die reale Strecken originalgetreu nachfahren wollen oder erst einmal kostenlos testen möchten, bevor sie sich auf ein Abo festlegen.
Welche Zwift-Alternative passt zu dir?
- Du willst gar nichts zahlen: MyWhoosh bietet den größten Funktionsumfang aller kostenlosen Apps in diesem Vergleich, inklusive Community-Rennen.
- Du willst reale Strecken nachfahren: Rouvy oder FulGaz, je nachdem ob dir der günstigere Einstieg (Rouvy) oder die höhere Videoqualität (FulGaz) wichtiger ist.
- Du willst strukturiert trainieren statt spielen: TrainerRoad liefert adaptive Trainingspläne ohne Ablenkung durch virtuelle Welten.
- Du trainierst mit der ganzen Familie: Kinomap oder BKOOL sind bei mehreren Nutzern günstiger als ein zweites oder drittes Vollpreis-Abo.
- Dir geht es nur um Indoor-Training ohne sozialen Aspekt: TrainerRoad oder FulGaz, beide ohne Fokus auf Rennen oder Gruppenfahrten.
Suchst du eine breitere Übersicht über Trainings-Apps jenseits des Radfahrens, lohnt sich auch ein Blick in unseren Vergleich der Fitness-Apps.
Häufige Fragen zu Zwift-Alternativen
Welche Zwift-Alternativen gibt es kostenlos, ganz ohne Abo?
MyWhoosh ist komplett kostenlos nutzbar, ohne Abo und ohne Zeitlimit. Rouvy, BKOOL und Kinomap bieten zusätzlich kostenlose oder stark limitierte Einstiegsversionen, bei Rouvy zum Beispiel 20 Kilometer Fahrleistung pro Monat.
Was ist besser, Zwift oder Kinomap?
Zwift bietet die größere Community und mehr Gamification, Kinomap punktet mit einem günstigeren Jahrespreis (89,99 € statt 199,99 €) und deckt zusätzlich Laufen und Rudern ab. Für reines, günstiges Multisport-Training zu Hause ist Kinomap oft die praktischere Wahl, für Rennen und soziale Motivation bleibt Zwift vorn.
Welche Cycling-App ist insgesamt die beste?
Das hängt vom Anspruch ab: Zwift für die größte Community und das meiste Content-Angebot, MyWhoosh als beste kostenlose Alternative, TrainerRoad für strukturiertes, wissenschaftlich fundiertes Training. Eine einzelne “beste” App gibt es nicht, die Tabelle oben hilft bei der Einordnung nach eigenen Prioritäten.
Funktionieren diese Apps mit Garmin-Geräten?
Garmin selbst bietet keine eigene Zwift-artige virtuelle Welt an, sondern stellt Smarttrainer, Sensoren und die Garmin-Connect-Plattform bereit, die sich per ANT+ oder Bluetooth mit Zwift, Rouvy, MyWhoosh und den meisten anderen Apps aus diesem Vergleich verbinden lassen. Wer nach einer “Zwift-Alternative für Garmin” sucht, meint in der Regel also die Kompatibilität des eigenen Garmin-Trainers mit einer dieser Apps, nicht ein eigenständiges Garmin-Produkt.
Kann ich meine Daten von Zwift zu einer anderen App mitnehmen?
Ein vollständiger Umzug von Level, Rennhistorie und Erfolgen ist zwischen den Apps in der Regel nicht möglich, da jede Plattform ihr eigenes Fortschrittssystem führt. MyWhoosh bietet als eine der wenigen Apps eine Datenmigration an, bei der sich Profil-Rating und Level anhand von Nachweisen aus einer anderen Plattform übertragen lassen. Trainingsdaten wie FTP-Werte oder Leistungskurven lassen sich dagegen über Drittanbieter wie Strava oder TrainingPeaks meist unkompliziert zwischen allen Apps in diesem Vergleich synchronisieren.