DocuSign ist der bekannteste Anbieter für elektronische Unterschriften, rechnet aber pro Nutzer ab, begrenzt die Zahl der Umschläge und verlangt für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) einen Aufpreis. Wer Verträge, Angebote oder Personalunterlagen digital unterschreiben lässt, bekommt bei europäischen Anbietern oft günstigere Tarife, Hosting in der EU oder der Schweiz und die QES ohne Umweg.
Für diesen Vergleich haben wir Preisseiten, Hosting-Angaben und Signaturstufen von zehn Anbietern im Oktober 2026 direkt bei den Herstellern geprüft. Dazu kommen eine Übersicht, welche Signatur das Gesetz für welches Dokument verlangt, ein QES-Preisvergleich und eine Checkliste für den Umzug.
Kurz gesagt: Skribble ist die stärkste DocuSign-Alternative für Deutschland, Österreich und die Schweiz, weil alle drei Signaturstufen inklusive QES nach eIDAS und ZertES in jedem Tarif nutzbar sind und der Starter-Tarif ohne Grundgebühr auskommt. Youtrust (ehemals Yousign) ist der günstigste Einstieg mit dauerhaftem Gratis-Tarif, FP Sign speichert Daten ausschließlich in Deutschland. Wer kostenlos und auf dem eigenen Server signieren will, greift zu DocuSeal.
Unsere Top 3 im Überblick:
Skribble: beste Wahl für QES und rechtssichere Verträge im DACH-Raum, ab 0 € Grundgebühr
Youtrust: günstiger Einstieg mit Gratis-Tarif und Hosting in Frankreich, ab 9 € im Monat
FP Sign: Hosting nur in deutschen Rechenzentren, QES für 1,50 € pro Signatur
DocuSign-Alternativen im Vergleich: 10 Tools auf einen Blick
Skribble, Youtrust und FP Sign bieten das beste Gesamtpaket für Nutzer in Deutschland, weil alle drei die QES anbieten und Dokumente in Europa speichern. Die Einstiegspreise reichen von 0 € Grundgebühr bei Skribble Starter bis 24,90 € pro Nutzer und Monat bei FP Sign Business. In der Übersicht siehst du Einstiegspreis, Gratis-Angebot, QES und Speicherort aller zehn Tools nebeneinander. Euro-Preise gelten pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung und sind netto, soweit der Anbieter das angibt (Stand: Oktober 2026).
Anbieter
Ab Preis pro Monat
Kostenlose Version
QES
Datenspeicherung
Besonders stark bei
1Skribble
0 € (Starter, ab 1 € pro Signatur)
14 Tage Test, Starter ohne Grundgebühr
In allen Tarifen
Deutschland oder Schweiz (wählbar)
QES nach eIDAS und ZertES
2Youtrust
9 €
✓ Ja, 2 Anfragen pro Monat
Add-on ab 10 € pro QES
Frankreich
Günstiger Einstieg mit Gratis-Tarif
3FP Sign
24,90 €
30 Tage Test
Ja, 1,50 € pro QES
Deutschland
Hosting nur in Deutschland
4sproof sign
15 €
Nur für Privatnutzer
10 QES pro Jahr inklusive
EU
QES-Kontingent im Einstiegstarif
5Adobe Acrobat Sign
16,80 €
Nein
Ja, Tarif nicht angegeben
Keine Angabe
PDF-Bearbeitung plus Signatur
6Zoho Sign
10 €
✓ Ja, 5 Umschläge pro Monat
Nur Enterprise
EU-Rechenzentrum wählbar
Viele Nutzer zum kleinen Preis
7Dropbox Sign
13,33 €
✓ Ja, 3 Anfragen pro Monat
Ja
Keine Angabe
Schlichte Bedienung
8PandaDoc
19 US-Dollar
✓ Ja, 5 Dokumente pro Monat
Business und Enterprise
USA oder EU
Angebote und Vertrieb
9DocuSeal
20 US-Dollar
✓ Ja, 10 Anfragen pro Monat und Self-Hosting
Ja, ab 0,20 US-Dollar
Irland (EU-Cloud)
Open Source zum Selbsthosten
10Documenso
25 US-Dollar
✓ Ja, 5 Dokumente pro Monat
Nein, nur geplant
EU laut Dokumentation
Open Source mit moderner Oberfläche
1S
1. Skribble: QES aus der Schweiz für den ganzen DACH-Raum
Ab Preis pro Monat
0 € (Starter, ab 1 € pro Signatur)
Kostenlose Version
14 Tage Test, Starter ohne Grundgebühr
QES
In allen Tarifen
Datenspeicherung
Deutschland oder Schweiz (wählbar)
Besonders stark bei
QES nach eIDAS und ZertES
Die Zürcher Skribble AG wurde 2018 gegründet und bietet mit Skribble elektronische Unterschriften in allen drei gesetzlichen Stufen an: einfach (EES), fortgeschritten (FES) und qualifiziert (QES). Die QES ist nach der EU-Verordnung eIDAS und dem Schweizer Signaturgesetz ZertES anerkannt. Als Zertifizierungsstellen arbeitet Skribble mit Swisscom, GlobalSign und A-Trust zusammen. Damit unterschreibst du in Deutschland auch Dokumente, für die das Gesetz die Schriftform verlangt, etwa befristete Arbeitsverträge.
Im Alltag punktet Skribble mit kurzen Wegen. Externe unterschreiben ohne eigenes Konto, und die Reihenfolge der Unterschriften lässt sich festlegen. Skribble bietet eine Vielzahl an Integrationen, u. a. für Microsoft OneDrive, SharePoint, Word und Excel, Google Drive sowie Zapier. Im Pro-Tarif kommt zusätzlich eine API dazu. Zu jedem signierten Dokument erhältst du ein Signatur-Protokoll. Beim Hosting wählst du selbst, ob deine Dokumente in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland oder in der Schweiz liegen, eine Verarbeitung in den USA findet laut Anbieter nicht statt. Über 10.000 Unternehmen im DACH-Raum nutzen das Tool nach eigener Angabe.
Bei den Preisen fällt der Starter-Tarif auf, denn er kostet keine Grundgebühr. Du zahlst pro Signatur 1 € für die EES, 3 € für die FES und 5 € für die QES, alle Preise netto. Team kostet 23 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung oder 29 € bei monatlicher Zahlung und enthält unbegrenzte einfache Signaturen plus 72 FES oder QES pro Nutzer und Jahr. Pro liegt bei 36 € (monatlich 49 €) und enthält 120 FES oder QES pro Nutzer und Jahr. Für die QES identifizierst du dich einmalig per Ausweis und Selfie-Video, was laut Preisseite 24,50 € netto kostet und fünf Jahre gültig bleibt. Team und Pro kannst du 14 Tage ohne Kreditkarte testen.
Skribble passt zu Kanzleien, Personalabteilungen, Treuhändern und KMU in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die regelmäßig QES brauchen und europäisches Hosting wollen. Selbständige mit wenigen Verträgen im Jahr kommen mit dem Starter-Tarif günstiger weg als mit einem DocuSign-Abo, weil nur echte Unterschriften Geld kosten.
2Y
2. Youtrust: ehemals Yousign, mit dauerhaftem Gratis-Tarif
Ab Preis pro Monat
9 €
Kostenlose Version
Ja, 2 Anfragen pro Monat
QES
Add-on ab 10 € pro QES
Datenspeicherung
Frankreich
Besonders stark bei
Günstiger Einstieg mit Gratis-Tarif
Youtrust ist der neue Name von Yousign. Die französische Youtrust SAS aus Caen wurde 2013 gegründet und leitet yousign.com inzwischen auf youtrust.com weiter. Der Anbieter ist selbst eIDAS-Vertrauensdiensteanbieter, hostet alle Daten ausschließlich in Frankreich und hat eine Niederlassung in Berlin. Vorlagen, Erinnerungen und eine Sandbox-API für Entwickler gehören zum Funktionsumfang.
Der Free-Tarif bleibt dauerhaft kostenlos und erlaubt zwei Signaturanfragen pro Monat. One kostet 9 € netto im Monat bei zwölf Monaten Laufzeit (monatlich 11 €) und deckt zehn Anfragen ab. Plus kostet 23 € pro Lizenz (monatlich 30 €) mit unbegrenzten Anfragen, Pro 38 € pro Lizenz (monatlich 48 €). Die QES buchst du in Plus und Pro als Add-on ab 10 € pro Signatur dazu.
Youtrust passt zu Freelancern und kleinen Teams, die vor allem einfache und fortgeschrittene Signaturen brauchen und klein anfangen wollen. Bei vielen QES im Monat wird das Add-on teurer als die Kontingente, die Skribble oder sproof schon im Tarif mitliefern.
3F
3. FP Sign: Hosting ausschließlich in Deutschland
Ab Preis pro Monat
24,90 €
Kostenlose Version
30 Tage Test
QES
Ja, 1,50 € pro QES
Datenspeicherung
Deutschland
Besonders stark bei
Hosting nur in Deutschland
FP Sign kommt von der FP Digital Business Solutions GmbH aus Berlin, einem Teil der Francotyp-Postalia-Gruppe. Der Anbieter speichert Daten ausschließlich in BSI-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Für die QES arbeitet FP Sign mit der Bundesdruckerei (D-Trust) und Swisscom zusammen, die Identifikation läuft einmalig per Video-Ident oder mit dem elektronischen Personalausweis.
Der Free-Zugang läuft 30 Tage kostenlos für einen Nutzer. Business kostet 24,90 € netto pro Nutzer und Monat bei zwölf Monaten Laufzeit. Enterprise Light liegt bei 242 € im Monat pauschal für 20 Nutzer und bis zu 2.000 Dokumente, Enterprise Starter bei 6.900 € im Jahr für bis zu 50 Nutzer. Jede QES kostet zusätzlich 1,50 € Fremdkosten.
FP Sign eignet sich für Mittelständler und regulierte Branchen, die ihre Daten nachweislich in Deutschland halten müssen. Laut eigener Angabe arbeiten über 3.500 Unternehmen mit dem Tool.
4S
4. sproof sign: QES-Kontingent schon im Einstiegstarif
Ab Preis pro Monat
15 €
Kostenlose Version
Nur für Privatnutzer
QES
10 QES pro Jahr inklusive
Datenspeicherung
EU
Besonders stark bei
QES-Kontingent im Einstiegstarif
Die sproof GmbH sitzt in Puch bei Hallein im Salzburger Land und hat ein Büro in Wien. sproof sign hostet in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in der EU und verbindet sich mit Microsoft Outlook, Power Automate, Zapier und Make. Im Team-Tarif gibt es zusätzlich API-Zugriff.
Single kostet 15 € netto im Monat bei jährlicher Abrechnung und enthält 100 FES und 10 QES pro Jahr. Team kostet 170 € im Monat pauschal für zehn Nutzer mit 1.200 FES und 120 QES pro Jahr. Zusätzliche Signaturen kosten 1,05 € (FES) beziehungsweise 2,65 € (QES), die QES-Identifikation im Single-Tarif kommt über das Upgrade User+ für 5 € pro Monat und Nutzer. Privatpersonen, Studierende und Vereine signieren kostenlos, Unternehmen testen zwei Wochen gratis.
sproof sign passt zu Unternehmen in Österreich und Deutschland, die einige QES im Monat brauchen und ein festes Jahresbudget wollen. Eine monatliche Zahlweise zeigt die Preisseite nicht.
5A
5. Adobe Acrobat Sign: PDF-Bearbeitung und Unterschrift in einem Abo
Ab Preis pro Monat
16,80 €
Kostenlose Version
Nein
QES
Ja, Tarif nicht angegeben
Datenspeicherung
Keine Angabe
Besonders stark bei
PDF-Bearbeitung plus Signatur
Adobe verkauft die E-Signatur vor allem als Teil von Acrobat. In den Teams-Abos von Acrobat Standard, Pro und Studio sind unbegrenzt viele elektronische Unterschriften enthalten, dazu kommt die volle PDF-Bearbeitung. Adobe nennt qualifizierte Signaturen für die EU, die Schweiz und Großbritannien, gibt auf der Preisseite aber nicht an, welches Abo die QES enthält.
Acrobat Standard für Teams kostet 16,80 € netto pro Lizenz und Monat im Jahresabo, Pro 23,99 € und Studio 30,24 €. Größere Unternehmen bekommen Acrobat Sign Solutions nur über ein individuelles Angebot. Eine Übersicht aller Acrobat-Tarife findest du in unserem Artikel zu den Adobe-Kosten.
Adobe Acrobat Sign lohnt sich für Teams, die ohnehin täglich mit PDFs arbeiten. Wer nur unterschreiben lassen will, bezahlt viele Funktionen mit, die er nie nutzt. Einen Speicherort in der EU belegt Adobe auf seinen öffentlichen Preis- und Produktseiten nicht eindeutig.
6Z
6. Zoho Sign: günstige Tarife und EU-Rechenzentrum
Ab Preis pro Monat
10 €
Kostenlose Version
Ja, 5 Umschläge pro Monat
QES
Nur Enterprise
Datenspeicherung
EU-Rechenzentrum wählbar
Besonders stark bei
Viele Nutzer zum kleinen Preis
Zoho Sign gehört zur Business-Software-Familie des indischen Herstellers Zoho. Europäische Kunden können das EU-Rechenzentrum unter sign.zoho.eu nutzen. Die QES bietet Zoho Sign über einen qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter an, allerdings nur im Enterprise-Tarif, und den Namen des Anbieters nennt Zoho nicht.
Der Gratis-Tarif erlaubt einem Nutzer fünf Umschläge pro Monat. Standard kostet 10 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung (monatlich 12 €), Professional 16 € (20 €) und Enterprise 22 € (28 €), jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Den Enterprise-Tarif kannst du 14 Tage testen.
Zoho Sign ist eine günstige Wahl für Teams, die viele Nutzer ausstatten wollen oder bereits mit Zoho-Software arbeiten. Wer die QES braucht, landet aber direkt im teuersten Tarif.
7D
7. Dropbox Sign: schlichte Bedienung für kleine Teams
Ab Preis pro Monat
13,33 €
Kostenlose Version
Ja, 3 Anfragen pro Monat
QES
Ja
Datenspeicherung
Keine Angabe
Besonders stark bei
Schlichte Bedienung
Dropbox Sign hieß früher HelloSign und gehört zu Dropbox. Die Oberfläche ist schlicht und auf schnelles Versenden ausgelegt. Die QES unterstützt Dropbox Sign über angebundene eID-Anbieter. Eine Datenhaltung in der EU nennt die Preisseite nicht ausdrücklich, regionale Speicherorte gibt es dort nur im Premium-Tarif oder als kostenpflichtige Option.
Der Gratis-Tarif erlaubt bis zu drei Signaturanfragen im Monat. Essentials kostet 13,33 € im Monat bei jährlicher Zahlung (160 € im Jahr) oder 17,50 € monatlich. Standard kostet 24 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung oder 29 € monatlich, Premium gibt es nur auf Anfrage. Ob die Preise netto oder brutto gelten, steht nicht auf der Preisseite.
Dropbox Sign passt zu kleinen Teams, die vor allem einfache Signaturen brauchen und schon in der Dropbox-Welt arbeiten. Wer den Cloud-Speicher gleich mit wechseln will, findet passende Dienste in unserem Vergleich der Dropbox-Alternativen.
8P
8. PandaDoc: Angebote, Verträge und Signatur für den Vertrieb
Ab Preis pro Monat
19 US-Dollar
Kostenlose Version
Ja, 5 Dokumente pro Monat
QES
Business und Enterprise
Datenspeicherung
USA oder EU
Besonders stark bei
Angebote und Vertrieb
PandaDoc ist eher ein Dokumenten-Tool für Vertriebsteams als ein reines Signatur-Tool. Angebote und Verträge entstehen aus Vorlagen und werden im selben Dokument unterschrieben. Die QES gibt es nur in den Tarifen Business und Enterprise bei jährlicher Zahlung. Laut Sicherheitsseite wählen Kunden zwischen Datenhaltung in den USA und der EU, die Preistabelle führt die EU-Option aber nur im Enterprise-Tarif.
Der Free-Tarif umfasst fünf Dokumente im Monat inklusive E-Signatur. Starter kostet 19 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung (monatlich 35 US-Dollar), Business 49 US-Dollar (monatlich 65 US-Dollar). Euro-Preise zeigt PandaDoc auf der Preisseite nicht, alle Beträge verstehen sich zuzüglich Steuern.
PandaDoc lohnt sich für Sales-Teams, die Angebote gestalten, nachverfolgen und unterschreiben lassen wollen. Für reine Unterschriften unter fertige PDFs ist das Tool zu groß.
9D
9. DocuSeal: Open Source zum Selbsthosten
Ab Preis pro Monat
20 US-Dollar
Kostenlose Version
Ja, 10 Anfragen pro Monat und Self-Hosting
QES
Ja, ab 0,20 US-Dollar
Datenspeicherung
Irland (EU-Cloud)
Besonders stark bei
Open Source zum Selbsthosten
DocuSeal ist eine Open-Source-Software unter der Lizenz AGPLv3, die du kostenlos auf einem eigenen Server betreiben kannst. Wer keinen Server pflegen will, nutzt die Cloud, für Kunden aus Europa unter docuseal.eu mit Servern in Irland. Die QES bietet DocuSeal ebenfalls an: 0,20 US-Dollar pro Signatur mit Kartenlesegerät oder eigenem Zertifikat, 2 US-Dollar über einen externen Vertrauensdiensteanbieter.
Der Cloud-Tarif Basic ist kostenlos und enthält zehn Anfrage-E-Mails im Monat. Pro kostet 20 US-Dollar pro Nutzer und Monat oder 200 US-Dollar im Jahr. Die selbst gehostete Community-Version kostet nichts, die selbst gehostete Pro-Version 20 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Über die API kostet jedes signierte Dokument 0,20 US-Dollar.
DocuSeal passt zu Entwicklern, Agenturen und IT-affinen Firmen, die volle Kontrolle über ihre Daten wollen und Updates und Backups selbst übernehmen.
10D
10. Documenso: Open Source mit moderner Oberfläche
Ab Preis pro Monat
25 US-Dollar
Kostenlose Version
Ja, 5 Dokumente pro Monat
QES
Nein, nur geplant
Datenspeicherung
EU laut Dokumentation
Besonders stark bei
Open Source mit moderner Oberfläche
Documenso ist ebenfalls Open Source (AGPLv3) und setzt auf eine aufgeräumte Oberfläche für einfache elektronische Signaturen. Fortgeschrittene und qualifizierte Signaturen führt Documenso auf seiner Compliance-Seite als geplant, Stand Oktober 2026 sind sie noch nicht verfügbar. Laut Dokumentation liegen Cloud-Daten in EU-Rechenzentren, die Datenschutzerklärung nennt aber auch Übermittlungen in die USA.
Free erlaubt fünf Dokumente im Monat. Individual kostet 25 US-Dollar im Monat (300 US-Dollar im Jahr), Teams 40 US-Dollar im Monat für fünf Nutzer (480 US-Dollar im Jahr), jeder weitere Nutzer kostet 8 US-Dollar. Für Plattform-Kunden gibt es einen Tarif ab 250 US-Dollar im Monat.
Documenso passt zu Start-ups und Entwicklerteams, die einfache Signaturen schnell in eigene Abläufe einbinden wollen und keine QES brauchen.
Was DocuSign kostet und warum viele wechseln
DocuSign kostet 9 bis 38 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung und 14 bis 62 € bei monatlicher Zahlung. Die Preise gelten für die drei Standard-Tarife der deutschen Preisseite, ob netto oder brutto, gibt DocuSign dort nicht an. Wie viele Umschläge du pro Tarif verschicken darfst, steht in der letzten Spalte.
DocuSign-Tarif
Preis bei jährlicher Zahlung
Preis bei monatlicher Zahlung
Umschläge
Personal
9 € pro Monat
14 € pro Monat
5 pro Monat
Standard
23 € pro Nutzer und Monat
39 € pro Nutzer und Monat
100 pro Nutzer und Jahr (monatlich: 10 pro Monat)
Business Pro
38 € pro Nutzer und Monat
62 € pro Nutzer und Monat
100 pro Nutzer und Jahr (monatlich: 10 pro Monat)
Drei Punkte treiben den Wechsel. DocuSign begrenzt die Zahl der Umschläge, die QES steckt in keinem Tarif und kostet als Add-on 10 € pro Empfänger. Dazu kommt der Speicherort: Kunden können beim Onboarding zwar Europa für ihre Dokumente wählen, Metadaten laufen laut DocuSign aber weiter über das globale Netz des US-Konzerns.
Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar. Ein Team aus drei Personen zahlt im DocuSign-Tarif Standard 828 € im Jahr, hat 300 Umschläge und bezahlt jede QES extra. Das Team-Paket von Skribble kostet für drei Personen ebenfalls 828 € im Jahr, enthält aber unbegrenzte einfache Signaturen und 216 FES oder QES.
Ist eine elektronische Unterschrift rechtsgültig? EES, FES und QES im Überblick
Elektronische Unterschriften sind in der EU rechtsgültig, und die eIDAS-Verordnung unterscheidet dafür drei Stufen. Nach Art. 25 Abs. 2 eIDAS hat nur die qualifizierte elektronische Signatur die gleiche Rechtswirkung wie eine handschriftliche Unterschrift. In der Schweiz regelt das ZertES dieselben drei Stufen.
Die einfache elektronische Signatur (EES) reicht für formfreie Dokumente wie Angebote, Auftragsbestätigungen oder interne Freigaben. Die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) ist eindeutig einer Person zugeordnet und macht spätere Änderungen am Dokument erkennbar, was die Beweiskraft erhöht. Die QES setzt eine geprüfte Identität und ein qualifiziertes Zertifikat eines Vertrauensdiensteanbieters voraus.
Eine QES brauchst du immer dann, wenn das Gesetz die Schriftform verlangt und die elektronische Form nicht ausschließt, zum Beispiel beim befristeten Arbeitsvertrag. In diesem Fall ersetzt die QES nach § 126a BGB die handschriftliche Unterschrift. Bei Kündigungen von Arbeitsverhältnissen und Bürgschaften von Privatpersonen hilft auch die QES nicht, dort bleibt nur Papier. Für typische Dokumente aus Büro und Personalwesen zeigt die Tabelle, welche Form das Gesetz verlangt und welche Signaturstufe dazu passt.
Dokument
Formvorschrift
Passende Signatur
Angebot, Auftrag, Geheimhaltungsvereinbarung
Keine
EES oder FES
Erklärung in Textform
Textform (§ 126b BGB)
EES
Unbefristeter Arbeitsvertrag
Formfrei, Nachweis nach § 2 NachwG auch in Textform möglich
EES oder FES
Befristeter Arbeitsvertrag
Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG)
QES
Kündigung oder Aufhebungsvertrag im Arbeitsverhältnis
Schriftform, elektronische Form ausgeschlossen (§ 623 BGB)
Keine, nur Papier
Bürgschaftserklärung einer Privatperson
Schriftform, elektronische Form ausgeschlossen (§ 766 BGB)
Keine, nur Papier
Grundstückskaufvertrag
Notarielle Beurkundung (§ 311b BGB)
Keine, nur beim Notar
Fehlt die vorgeschriebene Form, ist das Rechtsgeschäft nach § 125 BGB nichtig. Eine einfache oder fortgeschrittene Signatur unter einem befristeten Arbeitsvertrag hilft dir dann nicht weiter.
Für befristete Arbeitsverträge brauchst du die QES, für Kündigungen weiter Papier.
Die Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Bei Verträgen mit hohem Wert oder strengen Formvorschriften lohnt ein Blick in den Gesetzestext oder ein kurzes Gespräch mit einer Anwältin.
Was kostet eine QES bei DocuSign und den Alternativen?
Eine QES kostet bei den Anbietern im Vergleich zwischen 0,20 US-Dollar und 10 € pro Signatur, bei manchen kommt eine einmalige Identifikation dazu. DocuSign ist mit 10 € pro Empfänger als Add-on am teuersten, am günstigsten fährst du mit Kontingenten, die schon im Tarif stecken. Preise pro QES und die Kosten der Identifikation stehen hier nebeneinander.
Anbieter
Preis pro QES
Identifikation
DocuSign
10 € pro Empfänger (Add-on)
Keine Angabe auf der Preisseite
Skribble
5 € im Starter, 72 (Team) oder 120 (Pro) pro Nutzer und Jahr inklusive, danach 4,50 € oder 4 €
Einmalig 24,50 €, 5 Jahre gültig
Youtrust
Ab 10 € (Add-on in Plus und Pro)
Video oder KI-Gesichtsprüfung, Preis nicht angegeben
FP Sign
1,50 € Fremdkosten
Einmalig per Video-Ident oder Personalausweis
sproof sign
10 (Single) oder 120 (Team) pro Jahr inklusive, danach 2,65 €
Im Single-Tarif über User+ für 5 € pro Monat
Zoho Sign
Im Enterprise-Tarif, Einzelpreis nicht angegeben
Keine Angabe
DocuSeal
0,20 US-Dollar (eigenes Zertifikat) oder 2 US-Dollar (Vertrauensdiensteanbieter)
Über den Vertrauensdiensteanbieter
Bei zehn QES im Monat macht das schnell einen spürbaren Unterschied. Bei DocuSign kommen allein für das Add-on 1.200 € im Jahr zusammen, wenn jedes Dokument einen Empfänger hat. Bei FP Sign fallen für dieselbe Menge 180 € Fremdkosten an, und im Skribble-Tarif Team sind 72 QES pro Nutzer und Jahr bereits enthalten.
DocuSign verlangt für die QES 10 € pro Empfänger, FP Sign 1,50 € Fremdkosten.
Datenschutz und Serverstandort: Worauf du bei US-Anbietern achtest
Ein EU-Speicherort macht einen US-Anbieter nicht automatisch unbedenklich. Der US CLOUD Act erlaubt US-Behörden, unter bestimmten Voraussetzungen Daten von US-Unternehmen anzufordern, auch wenn die Daten auf Servern außerhalb der USA liegen. Den DSGVO-Rahmen für Übermittlungen in die USA hat der Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission zum EU-US Data Privacy Framework vom 10. Juli 2023 entschärft, für sensible Branchen bleibt das Thema trotzdem auf dem Tisch.
Wer Personal-, Gesundheits- oder Mandantendaten signieren lässt, umgeht die Frage am einfachsten mit Anbietern aus Europa. Skribble (Deutschland oder Schweiz, wählbar), FP Sign (Deutschland), Youtrust (Frankreich) und sproof (EU) speichern Dokumente in Europa und haben ihren Sitz in Europa. Bei Zoho Sign und PandaDoc lässt sich ein EU-Speicherort wählen, der Hersteller sitzt aber außerhalb der EU.
Vor dem Vertragsschluss lohnt der Blick in drei Unterlagen: den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), die Liste der Unterauftragsverarbeiter und die Angabe zum Speicherort im gewählten Tarif.
Kostenlose DocuSign-Alternativen: Was die Gratis-Tarife können
Kostenlose DocuSign-Alternativen gibt es bei Youtrust, Dropbox Sign, Zoho Sign, PandaDoc, DocuSeal, Documenso und OpenSign, die Gratis-Tarife erlauben je nach Anbieter zwischen zwei und 15 Anfragen pro Monat. Wer mehr braucht und einen eigenen Server betreiben kann, hostet die Open-Source-Tools DocuSeal oder Documenso kostenlos selbst. Wie weit du mit den Gratis-Tarifen kommst, zeigt der Vergleich der Limits.
Anbieter
Gratis-Limit
QES im Gratis-Tarif
Youtrust
2 Signaturanfragen pro Monat, 1 Nutzer
Nein, Add-on erst ab Plus
Dropbox Sign
3 Signaturanfragen pro Monat
Keine Angabe
Zoho Sign
5 Umschläge pro Monat, 1 Nutzer
Nein, nur Enterprise
PandaDoc
5 Dokumente pro Monat
Nein, nur Business und Enterprise
Documenso
5 Dokumente pro Monat
Nein
DocuSeal
10 Anfrage-E-Mails pro Monat, Self-Hosting unbegrenzt
Kostenpflichtig ab 0,20 US-Dollar
OpenSign
15 Einladungs-E-Mails pro Monat
Keine Angabe
Skribble
Keine Grundgebühr, Zahlung pro Signatur ab 1 €
Ja, 5 € pro QES
Einen komplett kostenlosen Tarif mit QES gibt es im Vergleich nicht. Für gelegentliche Verträge mit Schriftform ist der Skribble-Starter oft die günstigste Lösung, weil du nur zahlst, wenn tatsächlich unterschrieben wird.
Von DocuSign wechseln: Checkliste für den Umzug
Ein Wechsel von DocuSign gelingt am saubersten in fünf Schritten, und zwar bevor das alte Abo ausläuft.
Abgeschlossene Umschläge samt Abschlusszertifikat (Certificate of Completion) exportieren, denn das Zertifikat belegt, wer wann unterschrieben hat.
Vorlagen, Felder und Rollen auflisten und klären, ob der neue Anbieter einen Import anbietet. Sonst die wichtigsten Vorlagen von Hand nachbauen.
Integrationen wie CRM, Cloud-Speicher und API-Anbindungen prüfen und Webhooks auf den neuen Anbieter umstellen.
Zwei bis vier Wochen parallel testen, am besten mit echten Dokumenten und externen Unterzeichnern.
Laufzeit und Kündigungsfrist des DocuSign-Abos prüfen, damit du nicht ungewollt in ein weiteres Vertragsjahr rutschst.
Zwei bis vier Wochen Paralleltest zeigen, ob der neue Ablauf im Alltag trägt.
Die exportierten Dokumente gehören danach in dein Archiv. Für Handelsbriefe und Buchungsbelege gelten gesetzliche Aufbewahrungsfristen nach Handelsgesetzbuch und Abgabenordnung, die ein Anbieterwechsel nicht verkürzt.
Wann DocuSign trotzdem die bessere Wahl bleibt
DocuSign bleibt die bessere Wahl, wenn dein Unternehmen viel international unterschreiben lässt, tief in US-Software wie Salesforce eingebunden ist oder Kunden und Partner DocuSign bereits erwarten. Externe Unterzeichner kennen den Ablauf dann oft schon. Wer kaum QES braucht und unter dem Umschlag-Limit bleibt, muss nicht wechseln, nur weil europäische Anbieter auf dem Papier günstiger wirken.
Häufige Fragen zu DocuSign-Alternativen
Welche kostenlosen Alternativen gibt es zu DocuSign?
Youtrust, Dropbox Sign, Zoho Sign, PandaDoc, DocuSeal, Documenso und OpenSign haben dauerhaft kostenlose Tarife mit 2 bis 15 Anfragen pro Monat. DocuSeal und Documenso kannst du als Open-Source-Software außerdem kostenlos auf einem eigenen Server betreiben.
Ist DocuSign rechtssicher?
DocuSign ist in der EU rechtssicher nutzbar, die Signaturen folgen den Stufen der eIDAS-Verordnung. Für Dokumente mit gesetzlicher Schriftform brauchst du aber die QES, die DocuSign nur als Add-on für 10 € pro Empfänger anbietet.
Welche DocuSign-Alternative speichert Daten in Deutschland?
FP Sign speichert Daten ausschließlich in BSI-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Bei Skribble wählst du selbst, ob Dokumente in Deutschland oder in der Schweiz gehostet werden.
Wie viel kostet eine QES-Signatur?
Bei den meisten Anbietern kostet eine QES zwischen 1,50 € (FP Sign) und 10 € (DocuSign) pro Signatur, DocuSeal verlangt ab 0,20 US-Dollar. Bei Skribble und sproof sind QES-Kontingente bereits im Tarif enthalten, für die Identifikation verlangt Skribble einmalig 24,50 € netto.
Ist Yousign dasselbe wie Youtrust?
Youtrust ist der neue Name von Yousign, und yousign.com leitet inzwischen auf youtrust.com weiter. Hinter beiden Namen steht die Youtrust SAS aus Caen in Frankreich.
Ist DocuSeal eine gute Alternative zu DocuSign?
DocuSeal ist eine gute Alternative für alle, die Open Source wollen und den Betrieb selbst übernehmen können. Die Community-Version ist kostenlos, eine QES kostet ab 0,20 US-Dollar pro Signatur.
Kann ich meine DocuSign-Dokumente zu einem anderen Anbieter mitnehmen?
Abgeschlossene Dokumente exportierst du als PDF samt Abschlusszertifikat und archivierst sie selbst. Laufende Vorlagen musst du beim neuen Anbieter neu anlegen, wenn er keinen Import anbietet.
Braucht jede elektronische Unterschrift eine Identifikation?
Nicht jede elektronische Unterschrift braucht eine Identifikation, nur die QES setzt eine geprüfte Identität voraus, etwa per Video-Ident oder Personalausweis. Einfache und fortgeschrittene Signaturen funktionieren ohne vorherige Ausweisprüfung.
Welche DocuSign-Alternative passt zu wem?
Welche DocuSign-Alternative passt, hängt vor allem davon ab, wie oft du eine QES brauchst und wo deine Daten liegen sollen. Für rechtssichere Verträge mit QES im DACH-Raum ist Skribble die beste Wahl, weil alle drei Signaturstufen in jedem Tarif nutzbar sind und du das Hosting in Deutschland oder der Schweiz wählen kannst. Den günstigsten Einstieg mit dauerhaftem Gratis-Tarif bietet Youtrust. Wer Hosting ausschließlich in Deutschland vorschreiben muss, nimmt FP Sign.
Teams mit planbarem QES-Bedarf fahren mit dem Kontingent von sproof sign gut, PDF-lastige Teams mit Adobe Acrobat Sign. DocuSeal und Documenso passen zu allen, die Open Source selbst betreiben wollen. Wer Verträge nicht nur unterschreiben, sondern auch verwalten will, schaut sich zusätzlich Vertragsmanagement-Software wie ContractHero an, die ab 129 € im Monat startet, in Frankfurt hostet und die FES ab dem Professional-Tarif enthält. Selbständige, die gleich ihre ganze Büro-Software neu aufstellen, finden passende Buchhaltungsprogramme in unserem Vergleich der sevDesk-Alternativen.
Teste am Ende zwei Favoriten mit einem echten Vertrag und einem externen Unterzeichner. Nach einer Woche weißt du, welcher Ablauf in deinem Alltag am wenigsten Reibung erzeugt.