Alternativen

Diese 9 Tumblr-Alternativen solltest du kennen

Tumblr Alternative

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Tumblr hatte jahrelang eine der kreativsten Communities im Netz. Seit dem NSFW-Verbot im Dezember 2018 ist die Plattform aber deutlich leerer geworden. Wer damals aktiv war, hat sich verstreut. Manche sind geblieben, viele suchen bis heute nach einer Heimat, die ähnliches bietet: persönliche Blogs, einfaches Teilen von Bildern und Videos, echte Communities um Interessen herum.

Warum suchen so viele nach einer Tumblr-Alternative?

Im Dezember 2018 verbannte Tumblr alle expliziten Inhalte. Kurz darauf verschwand die App aus dem Apple App Store und Millionen Nutzer verließen die Plattform. Seither nennen Nutzer vor allem drei Gründe, warum sie weiter nach einer Tumblr-Alternative suchen: Das NSFW-Verbot schränkt kreative Freiheit ein. Das Dashboard zeigt zunehmend gesponserte Beiträge und Empfehlungen aus nicht abonnierten Quellen. Und die langfristige Zukunft der Plattform bleibt ungewiss.

Tumblr war besonders bei Künstlern, Fotografen und Fandoms beliebt. Die Kombination aus einfachem Microblogging, Reblogging und echter Community hatte etwas, das bis heute schwer zu ersetzen ist. Welche Alternative jetzt passt, hängt davon ab, was du auf Tumblr hauptsächlich gesucht hast.

Die 9 besten Tumblr-Alternativen im Vergleich

WordPress

WordPress

WordPress ist die meistgenutzte Blogging-Plattform der Welt. Mehr als 40 Prozent aller Websites laufen darauf. Das klingt nach einem Klischee, aber es erklärt auch, warum die Community so riesig ist: Für jedes Problem gibt es ein Plugin, für jeden Geschmack ein Theme.

Wichtigste Funktionen von WordPress

  • Über 60.000 Plugins für fast jede erdenkliche Funktion
  • Tausende kostenlose und kostenpflichtige Themes
  • Volle Kontrolle über eigene Inhalte und Hosting
  • Für Text, Bilder, Videos und Audiodateien geeignet

WordPress lohnt sich, wenn du langfristig eine eigene Plattform aufbauen willst. Der Einrichtungsaufwand ist höher als bei anderen Optionen, dafür gehört dir alles. Hosting kostet je nach Anbieter ab etwa 3 Euro im Monat.

Medium

Medium

Medium ist die einfachste Möglichkeit, sofort Leser zu erreichen. Kein Hosting, keine Konfiguration, kein technisches Vorwissen nötig. Du schreibst und veröffentlichst auf einer Plattform mit über 170 Millionen Lesern.

Wichtigste Funktionen von Medium

  • Sauberer Texteditor ohne Ablenkungen
  • Integrierte Leserschaft durch das Medium-Netzwerk
  • Beiträge können privat oder öffentlich eingestellt werden
  • Partner-Programm für bezahlte Inhalte möglich

Medium eignet sich für alle, die schreiben wollen, ohne eine eigene Website zu betreiben. Die Community ist aktiv, aber das Reblogging-Feeling von Tumblr gibt es hier nicht. Als reines Schreib-Werkzeug mit eingebautem Publikum macht es vieles richtig.

Ghost

Ghost

Ghost ist ein Open-Source-Publishing-Tool mit einem klaren Fokus: Inhalte erstellen und damit Geld verdienen. Die Plattform macht es einfach, Newsletter, Mitgliedschaften und Abo-Modelle einzurichten, ohne dazu einen Drittanbieter zu benötigen.

Wichtigste Funktionen von Ghost

  • Integriertes Mitgliedschaft-System und Newsletter-Funktion
  • Einfache Benutzeroberfläche, keine Programmierkenntnisse nötig
  • Open-Source: selbst hosten oder über Ghost(Pro) nutzen
  • Moderne Themes und flexible Anpassungsmöglichkeiten

Ghost passt gut für Creator, die mit ihrem Blog ein Einkommen aufbauen wollen. Die Oberfläche ist schlanker als WordPress, dafür aber auch weniger erweiterbar. Die gehostete Version Ghost(Pro) kostet ab 9 US-Dollar im Monat.

Mastodon

Mastodon ist das, was Tumblr social war: eine Community-Plattform, auf der Beiträge geteilt und weiterverbreitet werden. Der Unterschied zu klassischen sozialen Netzwerken liegt im dezentralen Prinzip. Mastodon läuft auf unabhängigen Servern, den sogenannten Instanzen, die untereinander vernetzt sind.

Wichtigste Funktionen von Mastodon

  • Dezentralisiertes Netzwerk ohne Konzernkontrolle
  • Instanzen für spezifische Communities wie Kunst, Fotografie oder Musik
  • Kein Algorithmus, der Inhalte nach Engagement priorisiert
  • Kostenlos nutzbar

Wer das soziale Feeling von Tumblr vermisst, liegt bei Mastodon richtig. Die Kunst-Communities sind aktiv, der Ton ist deutlich ruhiger als auf Twitter oder Instagram. Der Einstieg braucht etwas Orientierung, weil man zuerst eine passende Instanz wählen muss.

Pinterest

Pinterest ist keine Blogging-Plattform, aber als visuelles Entdeckungsnetzwerk die funktionell nächste Alternative zu Tumblrs Bild-Reblogging. Inhalte werden als Pins gespeichert und in Boards organisiert. Andere Nutzer pinnen diese Inhalte weiter, was organische Reichweite erzeugt.

Wichtigste Funktionen von Pinterest

  • Visuell orientiertes Netzwerk für Bilder und Videos
  • Boards als organisiertes Archiv für Inspirationen und eigene Inhalte
  • Hohe organische Reichweite für visuellen Content
  • Kostenlos nutzbar

Für Fotografen, Illustratoren und alle, die Tumblr hauptsächlich für Bilder genutzt haben, ist Pinterest die stärkste Alternative. Der Community-Aspekt ist weniger ausgeprägt als früher auf Tumblr, aber die Reichweite für visuellen Content ist kaum zu überbieten.

Blogger

Blogger ist Googles kostenloser Blogdienst und der einfachste Einstieg ins Bloggen ohne Budget. Die Plattform existiert seit 2003 und bleibt aktiv. Du brauchst nur ein Google-Konto, mehr nicht.

Wichtigste Funktionen von Blogger

  • Vollständig kostenlos nutzbar
  • Einfache Einrichtung mit vorhandenem Google-Konto
  • Anpassbare Templates für die eigene Gestaltung
  • Keine Programmierkenntnisse erforderlich

Blogger wirkt etwas altmodisch verglichen mit neueren Alternativen, liefert aber stabil, was es verspricht. Wer einen einfachen persönlichen Blog möchte und kein Geld ausgeben will, spart mit Blogger Zeit und Aufwand.

Pillowfort

Pillowfort kommt von allen Plattformen auf dieser Liste dem Tumblr-Gefühl am nächsten. Die Plattform wurde für Fandoms und kreative Communities entwickelt und bietet Reblogging, Community-Spaces und granulare Datenschutzeinstellungen. Genau das, was Tumblr einmal hatte.

Wichtigste Funktionen von Pillowfort

  • Reblogging-Funktion ähnlich wie bei Tumblr
  • Community-Spaces zusätzlich zu persönlichen Blogs
  • Strikte Datenschutzkontrollen für jeden Beitrag
  • KI-generierte Inhalte sind explizit verboten

Wer die Community-Struktur von Tumblr sucht, ohne zu einem Großkonzern-Netzwerk zu wechseln, sollte Pillowfort ausprobieren. Das Signup ist kostenlos und der Waitlist-Prozess dauert laut Plattform weniger als eine Stunde.

Dreamwidth

Dreamwidth

Dreamwidth basiert auf dem Code der früheren Plattform LiveJournal und hat eine loyale, kleinere Community. Der Schwerpunkt liegt auf persönlichem Journaling, Fanfiction und kreativem Schreiben. Keine Werbung, keine Algorithmen.

Wichtigste Funktionen von Dreamwidth

  • Kostenlos nutzbar, vollständig werbefrei
  • Feingranulare Datenschutz-Einstellungen für jeden Beitrag
  • Keine Zensur oder algorithmische Einschränkungen
  • Aktive Community für Fanfiction und kreatives Schreiben

Dreamwidth ist eine Nischenplattform, die aber liefert, was ihre Community braucht: Ruhe, Kontrolle und kreative Freiheit. Wer auf Tumblr hauptsächlich Fanfiction geschrieben oder gelesen hat, findet hier eine vertraute Umgebung.

Squarespace

Squarespace

Squarespace ist ein Premium-Website-Builder mit einem starken Fokus auf visuelle Gestaltung. Alle Vorlagen sind für verschiedene Bildschirmgrößen optimiert und sehen ohne großen Aufwand professionell aus.

Wichtigste Funktionen von Squarespace

  • Hochwertige, mobiloptimierte Vorlagen für professionelle Außenwirkung
  • Eigene Domain direkt über Squarespace verwaltbar
  • eCommerce-Funktionen für den Online-Verkauf
  • Integrierte Analyse- und SEO-Tools

Squarespace passt für Fotografen, Illustratoren und kreative Selbständige, die eine professionelle Website wollen. Die Preise beginnen bei 16 US-Dollar im Monat, was es teurer macht als die meisten anderen Optionen hier. Design-Kenntnisse braucht man dafür keine.

Welche Tumblr-Alternative passt zu dir?

Die beste Tumblr-Alternative hängt von deinem Nutzungsschwerpunkt ab: Für Community und Reblogging ist Pillowfort die ehrlichste Alternative, für visuellen Content Pinterest, für längere Texte WordPress oder Medium.

  • Community und Reblogging: Pillowfort oder Mastodon sind die ehrlichsten Alternativen zum alten Tumblr.
  • Schreiben und Blogging: WordPress für volle Kontrolle, Medium für sofortige Reichweite, Ghost für Monetarisierung.
  • Visuelle Inhalte: Pinterest für maximale Reichweite, Squarespace für professionelle Darstellung.
  • Fanfiction und Fandom: Dreamwidth bleibt die erste Wahl.
  • Einfachster Einstieg ohne Budget: Blogger.

Keine dieser Plattformen ersetzt Tumblr vollständig. Jede hat einen anderen Schwerpunkt. Wer das vollständige Tumblr-Gefühl sucht, landet am ehesten bei Pillowfort.

FAQ

Was ist Tumblr?

Tumblr ist eine amerikanische Microblogging- und Social-Media-Plattform, auf der Nutzer kurze Texte, Bilder, Videos, GIFs und Audio posten und weiterteilen können. Die Plattform wurde 2007 gegründet und war besonders in Kunst- und Fandom-Communities populär.

Warum verlassen so viele Nutzer Tumblr?

2018 verbannte Tumblr alle expliziten Inhalte, was zu einem massiven Nutzerrückgang führte. Die Plattform verlor kurz darauf ihren Platz im Apple App Store. Seither haben viele kreative Communities Tumblr verlassen und suchen nach Alternativen mit mehr Freiheit.

Welche Tumblr-Alternative ist am ähnlichsten?

Pillowfort kommt der Tumblr-Erfahrung am nächsten: Reblogging, Community-Spaces und granulare Datenschutzeinstellungen sind alle vorhanden. Mastodon ist eine gute zweite Wahl für den sozialen Aspekt.

Sind die meisten Tumblr-Alternativen kostenlos?

Ja. WordPress (self-hosted), Mastodon, Blogger, Pillowfort und Dreamwidth sind alle kostenlos nutzbar. Ghost und Squarespace kosten in der gehosteten Version ab etwa 9 beziehungsweise 16 US-Dollar im Monat.

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Max Benz

Über den Autor

Max Benz

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten. Als Gründer von letsbecrazy.de hilft er Menschen, smarter zu arbeiten und mehr vom Leben zu haben.